"Da ist dem ganzen Stadtteil der Stecker gezogen"

Seit fast zwei Jahrzehnten ist Sieghard Wilm Pastor in Hamburg St. Pauli. Doch in diesen Tagen erlebt er seinen Stadtteil so wie nie zuvor - ganz still. Im Interview spricht er über seine Erfahrungen - in der Corona-Krise und in all den Jahren zuvor.
06.04.2020
Jana-Sophie Brüntjen
epd-bild/Thomas Lohnes
Aufräumen, Hamstern - viele stürzen sich in Aktivität, um Zeit zu füllen und Halt zu finden. Hanna Jacobs, evangelische Theologin in Essen, sieht den Ansatz, aus der Krise gleich etwas Positives ziehen zu wollen, kritisch.
06.04.2020
Schaufensterscheibe mit "Laden geöffnet" Schriftzug
In Rheinland-Pfalz und im Saarland dürfen bestimmte Geschäfte an beiden Ostertagen und Karfreitag öffnen. Gottesdienste fallen aus. Pfarrer Heiko Kuschel findet das seltsam, will es aber nicht aufrechnen. Er fragt: Was hilft den Menschen und nicht den eigenen Befindlichkeiten?
06.04.2020
Michael Grau
Wolfgang Huber
Der Theologe und Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer sei bis heute für viele Menschen ein Vorbild, sagt Wolfgang Huber. Der ehemalige EKD-Ratsvorsitzende hat ein Buch über Bonhoeffer geschrieben und warnt vor einer Vereinnahmung durch die Neue Rechte.
Tageslosung
Wenn ich auch noch so viele meiner Gebote aufschreibe, so werden sie doch geachtet wie eine fremde Lehre.
Hosea 8,12
/Jesus spricht:/ Ich bin dazu geboren und in die Welt gekommen, dass ich die Wahrheit bezeuge. Wer aus der Wahrheit ist, der hört meine Stimme.
Johannes 18,37
Meldungen
Top Meldung
 Margot Kaessmann macht einen Podcast
Der NDR startet im April unter dem Titel "Mensch Margot" eine neue Podcast-Reihe mit der evangelischen Theologin Margot Käßmann und dem Moderator Arne-Torben Voigts.
Thema
Drei Menschen stehen lachend nebneinander.
06.04.2020
"Klopfet an, so wird euch aufgetan" ist das Motto der sechsten Fastenwoche und beruft sich auf die Verse 7 bis 11 aus dem 7. Kapitel des Matthäus-Evangeliums. Anneke Ihlenfeld und Christine Jürgens stellen Euch hier ihren persönlichen Impuls dazu vor.
Sea-Watch 4
02.04.2020
Die Corona-Krise hat auch Auswirkungen auf den Start der "Sea-Watch 4". Eigentlich sollte das von der Evangelischen Kirche mit finanzierte Rettungsschiff nach Ostern zu seiner ersten Mission auslaufen. Oliver Kulikowski von Sea-Watch berichtet vom Stand der Vorbereitung.
Zuversicht
01.04.2020
Es nützt wenig, zu sagen: „Bald ist es geschafft“, denn wenn wir so denken, verlieren wir einen Tag nach dem anderen, der uns eigentlich geschenkt ist. Frank Muchlinsky rät in seiner sechsten Fasten-E-Mail, selbst diese Tage zu nutzen.
Vorschaltbild 7WO Challenge 5
31.03.2020
Frank Muchlinsky bleibt zuversichtlich. Heute wagt er sich an das perfekte Outfit für das Arbeiten im Homeoffice.
Blogs
06.04.2020 - 06:00
Birgit Mattausch
01.04.2020 - 10:00
Katharina Payk
Was uns Quarantäne-Gottesdienste lehren können, kommentiert Katharina Payk.
Online Kirche
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Fragen und Antworten
Lieber Herr Muchlinsky, Erstmal vorab: Ich stamme aus einer Freikirche und habe daher nicht allzu viel Kontakt zu Landeskirchen, also ist mir natürlich bewusst, dass meine Beobachtungen keinesfalls auf alle zutreffen. Man kann schließlich auch nicht alle Freikirchen über einen Kamm scheren. Wenn ich allerdings zur Landeskirche Kontakt hatte, ist mir aufgefallen, dass häufig sehr viel Wert auf weltliche Dinge gelegt wird und die Ewigkeit selten bis gar nicht erwähnt wird. Ein sehr aktuelles Beispiel ist die Stellungnahme der drei großen Kirchen Deutschlands zur Corona Epidemie. In dieser wird der Wert des Glaubens fast ausschließlich auf Mithilfe in der Gesellschaft bezogen und auch Gott selbst wird fast nur im Kontext erwähnt, dass er der Tröster der Kranken ist. Dies ist natürlich nicht falsch, aber persönlich hätte ich mir eher erhofft, zu hören, dass Angst in diesen Tagen unnötig ist, da unser Gott diese Welt überwunden hat. Oder Aufrufe zur Buße und zur Umkehr, da mit dem Tod eben nicht alles vorbei ist. So klang diese Stellungnahme auch nicht viel anders als die Rede der Bundeskanzlerin...Abgesehen davon habe ich schon oft auf die Frage, wozu Kirche eigentlich gebraucht wird, eher die Antwort gehört, dass sie Nächstenliebe predigt, nicht, dass sie den auferstandenen Christus predigt, den die Menschen für ihr Heil brauchen. (Und dass nicht nur von Mitschülern aus dem Reliunterricht, sondern auch von hochrangigen Kirchenvertretern) Ich habe sogar mal einen evangelischen Pfarrer predigen hören, dass Jesus nicht für ihn persönlich gestorben ist, sondern nur für die Menschen zu seiner (also Jesu, nicht des Pfarrers) Lebenszeit. Meine Frage ist nun, wie Sie das, als evangelischer Pfarrer, sehen? Bezieht sich die Kirche zu sehr auf die weltlichen Dinge, die sie tut? Liebe Grüße und Gottes Segen Florentina John
Antwort

Liebe Frau John,

ich kann Ihre Frage gut nachvollziehen. Manchmal ist unsere Kirche vor allem dadurch wahrnehmbar, weil sie sich für andere Menschen einsetzt. Das liegt natürlich zum einen daran, dass Kirche und Diakonie viele Initiativen unterstützen, die sich in erster Linie um das Wohl der Menschen im Hier und Jetzt kümmern. Zum anderen liegt es auch an der Wahrnehmung durch die verschiedenen Medien. Die Tagesschau wird sich nicht dafür interessieren, dass der Ratsvorsitzende der EKD,...

Am Schluss des Apostolischen Glaubensbekenntnis steht: Ich glaube an die Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Amen. Was bedeutet das?
Antwort

Lieber Michael,

Niemand weiß, was nach dem Tod passiert. Trotzdem bekennen Christ*innen auf der ganzen Welt Sonntag für Sonntag ihren Glauben mit den Worten: „Ich glaube an die Auferstehung der Toten und das ewige Leben.“ Dieses Bekenntnis scheint jedem logischen Denken und allen naturwissenschaftlichen Erkenntnissen zu widersprechen. Die Frage, was Christ*innen sich unter Auferstehung und ewigem Leben...

Seit ein paar Wochen arbeite ich für die Diakonie - ohne Mitglied in einer christlichen Kirche zu sein. Die Arbeit erfüllt mich, macht mir Spaß und ich tue etwas Nützliches. Mir wurde durch "Blume" gesagt, dass ich die Probezeit nur bestehe, wenn ich Mitglied in einer christlichen Kirche werde. Ich schätze und lebe die christlichen Werte - bin aber in einer kirchenfernen Familie aufgewachsen. Redlichkeit und Ehrlichkeit sind mir wichtig. Wäre es unredlich, für den Traumjob in die Kirche einzutreten?
Antwort

Liebe Olga,

Ihre Situation ist in der Tat verzwickt. Ich weiß nicht, in welchem Bereich Sie genau arbeiten, aber es ist schon richtig: Kirche und Diakonie haben das Recht darauf zu bestehen, dass bestimmte Angestellte Kirchenmitglieder sind. Hier ein Ausschnitt dazu aus den Seiten der Diakonie Deutschland:

Warum braucht die Diakonie ein eigenes Arbeitsrecht?

Weil es Ausnahmefälle gibt, die dadurch entstehen, dass Diakonie und Kirche nicht nur Arbeitgeber, sondern auch eine...

Ostern
Ostern ist das größte aller Feste im Kirchenjahreskreis. Jesus Christus ist auferstanden. Darum hoffen Christen auf das ewige Leben. Das Osterfest beginnt am Gründonnerstagabend mit einem Abendmahlsgottesdienst. Am Karfreitag ist Ruhe, der Gottesdienst zu Jesu Todesstunde um 15 Uhr geht darum, was Jesu Sterben am Kreuz für uns Christen bedeutet. Nach Karsamstag, dem Tag der Grabesruhe Christi. Mit einem Osterfeuer in der Osternacht wird die Auferstehung Christi gefeiert.
Multimedia
Glasbildner Johannes Schreiter in der Glaswerkstatt Derix im Taunus.
Am 8. März 1930 wird Johannes Schreiter im Harz geboren. 1949 kriecht er unter Stacheldraht hindurch hinüber in den Westen. Er verletzt sich die Hand. Statt Musiker wird er Maler und Glasbildner, Professor und überzeugter Anhänger Jesu.
Serie
Roter Vorhang mit einem Mikrophon davor.
Jede Woche stellen hier Predigt-Slammer*innen ihren Zugang zu den Wochenthemen von 7 Wochen Ohne vor.
Aktion
evangelisch.de startet permanentes Gebet bis zum Ende der Corona-Krise
Das Corona-Virus verhindert weitgehend, dass Menschen zu einem Gebet zusammen kommen. Dabei tut es gerade jetzt gut, zu wissen, dass auch andere für einen glimpflichen Ausgang der Pandemie eintreten. evangelisch.de ruft ab sofort eine Online-Gebetsgruppe ins Leben. Unter dem Motto "Du bist nicht allein" finden dort Beter*innen zusammen, die für den guten Ausgang der Corona-Krise beten.