"Safer Internet Day"-Konferenz diskutiert Chancen und Risiken des Smart Home

"Safer Internet Day"-Konferenz diskutiert Chancen und Risiken des Smart Home
Das digitale Zuhause beheimatet nicht nur Fernseher, Computer oder Smartphones, sondern vernetzt und automatisiert auch Alltagsgegenstände. Anlässlich des Safer Internet Day 2017 diskutierten am 14. Februar rund 300 Teilnehmende der "Safer Internet Day"-Konferenz im Umweltforum Auferstehungskirche in Berlin über Chancen und Risiken der vernetzten Wohnwelt.

Die "Safer Internet Day"-Konferenz unter dem Motto "Smart Home – Wie digital wollen wir wohnen?" wurde gemeinsam vom Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) und dem Digitalverband Bitkom e.V. veranstaltet. "Smart-Home-Lösungen werden in deutschen Haushalten künftig so selbstverständlich sein wie Strom, Licht und fließendes Wasser. Im Smart Home sparen die Verbraucher Geld und leisten einen Beitrag zum Klimaschutz. Die Sicherheit der Geräte und der Schutz der erhobenen Daten sind zentrale Voraussetzungen für den Erfolg des Smart Home", sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder.

Heiko Maas, Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz, wies aber auch auf die Sicherheitsrisiken hin und benannte den Beitrag der Politik zum Smart Home: "Smart zu leben, bedeutet auch smart zu entscheiden. Dafür müssen Unternehmen Verbraucherinnen und Verbraucher transparent, kundenfreundlich und umfassend informieren. Deshalb ist es auch die Aufgabe der Politik technische Neuerung kritisch-konstruktiv zu begleiten und wenn nötig Regelungen zu treffen und Rahmenbedingungen zu schaffen, die die missbräuchliche Nutzung von Daten verhindern."

Gute Sicherheitslösungen bestehen oder befinden sich in der Entwicklung

Die Initiative Deutschland sicher im Netz e.V. mahnte anlässlich der "Safer Internet Day"-Konferenz, einen Dialog mit Verbrauchern zu starten, der Vorbehalte ernst nimmt. Jeder vierte Verbraucher halte vernetzte Haustechnik für mindestens gefährlich. Und jeder Fünfte finde vernetzte Unterhaltung riskant. Das stellt der Sicherheitsindex 2016 der Initiative Deutschland sicher im Netz e.V. fest. Gleichzeitig erhalte das Smart Home weiter Einzug in deutsche Haushalte.

"Ob Verbraucher dem Smart Home vertrauen, hängt wesentlich von ihrem Sicherheitsgefühl und Datenschutz ab. Deshalb brauchen wir einen gemeinsamen Dialog, der die Bedenken der Verbraucher einbezieht", erklärte Michael Littger, Geschäftsführer von Deutschland sicher im Netz e.V. (DsiN).

Laut DsiN bestehen bereits gute Sicherheitslösungen im Smart Home oder befinden sich in der Entwicklung. Sie liefern Antworten auf Sicherheitsfragen in vernetzten Diensten und Produkten. "Doch der Verbraucher muss verständlich über Sicherheit und Datenschutz aufgeklärt werden", sagte Littger.

Deutschland sicher im Netz e.V. steht über zahlreiche eigene Aufklärungsangebote und Verbraucherbildungsprojekte im engen Austausch mit Verbrauchern. Mit dem DsiN-Sicherheitsbarometer bietet der Verein eine eigene App an, die Verbraucher über aktuelle Sicherheitsvorfälle informiert – auch im Smart Home.

 

Über Deutschland sicher im Netz e.V. (DsiN)

DsiN wurde im Rahmen des 1. Nationalen IT-Gipfels ins Leben gerufen mit dem Ziel, als Ansprechpartner für Verbraucher und Unternehmen konkrete Hilfestellungen für mehr Sicherheitsbewusstsein im Netz zu leisten. In Zusammenarbeit mit seinen Mitgliedern und Partnern entwickelt der Verein Strategien und Maßnahmen zum sicheren Umgang in der digitalen Welt. In der Digitalen Agenda der Bundesregierung wurde beschlossen, die Unterstützung und Zusammenarbeit mit DsiN zu verstärken. 2007 übernahm das Bundesministerium des Innern die Schirmherrschaft für DsiN.

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