Rund 30.000 Wanderfreunde auf Luthers Spuren

Ein Pilger wandert auf dem Lutherweg bei Höhnstedt im Mansfelder Land.

Foto: epd-bild/Steffen Schellhorn

Ein Pilger wandert auf dem Lutherweg bei Höhnstedt im Mansfelder Land.

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat sich für mehr staatliche Unterstützung des Wandertourismus ausgesprochen. "Die Landschaft und die Natur sind ein Erbe, für das wir Verantwortung tragen und das wir aufrecht erhalten müssen", sagte er am Sonntag in Eisenach bei einer Feierstunde zum 117. Deutschen Wandertag.

Ramelow unterstützte damit eine Forderung des Deutschen Wanderverbandes. In einer einstimmig verabschiedeten Resolution verlangten die Wanderfreunde eine bundesweite, hauptamtliche Koordinierungsstelle, um das Wandern gezielt zu unterstützen. Zum Wanderverband gehören 58 Vereine aus allen 16 Bundesländern.

Zum 117. Deutschen Wandertag, der am Donnerstag begonnen hat, werden noch bis zum Montag insgesamt rund 30.000 Wanderfreunde aus ganz Deutschland in Eisenach und der Wartburgregion erwartet. Die Veranstaltung steht im Jahr des 500. Reformationsjubiläums unter dem Motto "Wandern auf Luthers Spuren".

Die Wanderer können dabei auf 95 Wanderrouten die Region zwischen dem Nationalpark Hainich, dem Biosphärenreservat Rhön, dem Rennsteig im Thüringer Wald und dem Werratal erkunden. Begleitet werden sie auf den zum Teil historischen Touren von 270 Wanderführern.

Zu dem Wandertag fand am Sonntag am Fuße der Wartburg ein ökumenischer Open-Air-Gottesdienst statt, der von der evangelischen und der katholischen Gemeinde der Stadt gestaltet wurde. Weitere ökumenische Gottesdienste auf der Wartburg sind für den 27. August und den 30. September sowie für den Reformationstag (31. Oktober) geplant. Eisenach war nach 1888 und 1936 zum dritten Mal Gastgeber des Deutschen Wandertages.