Studie: Medien berichten positiv über Martin Luther

Studie: Medien berichten positiv über Martin Luther
In der Studie eines Schweizer Instituts fällt das Medienbild Martin Luthers deutlich positiver aus als das von EKD-Ratsvorsitzendem Bedford-Strohm und Reformationsbotschafterin Käßmann. Die positiven Berichte über den Reformator aus dem 16. Jahrhundert haben sich in den letzten drei Jahren verdreifacht. Insgesamt werde das Medienbild der Kirche aber vom Papst dominiert.

Aktuell berichten deutsche Medien wieder positiver über Martin Luther. Einer am Freitag in Wien veröffentlichten Studie des Schweizer Instituts Media Tenor zufolge haben sich die positiven Berichte über den Reformator seit dem Kirchenjahr 2013/14 fast verdreifacht. In dem Jahr wurde Luther in der aktuellen Berichterstattung fünf Mal positiv erwähnt. Im aktuellen Kirchenjahr waren es den Angaben zufolge 14 Berichte.

Damit seien 67 Prozent der Erwähnungen Luthers in aktuellen Medien positiv. Insgesamt tauche der Reformator allerdings nur sehr selten in der aktuellen Berichterstattung auf: Insgesamt sei Luther in den rund 1,2 Millionen analysierten Medienberichten 70 mal erwähnt worden.

Das Medienbild Luthers ist der Auswertung zufolge damit besser als das anderer prominenter Persönlichkeiten der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Die Berichterstattung über Heinrich Bedford-Strohm sei in 13 Prozent der Fälle positiv ausgefallen. Mit 82 Prozent seien aktuelle Meldungen über den EKD-Ratsvorsitzenden meist neutral in der Wertung. Auch über die Botschafterin für das Reformationsjubiläum 2017, Margot Käßmann, werde eher neutral (85 Prozent) als positiv (7,5 Prozent) berichtet. Das Medienbild der Kirche werde insgesamt allerdings von Papst Franziskus dominiert.

Das Institut hat nach eigenen Angaben 1,2 Millionen Beiträge in 21 Medien analysiert, darunter ARD- und ZDF-Sendungen, "Bild", "Frankfurter Allgemeine Zeitung", "Der Spiegel", "Focus", "Welt am Sonntag" und den Deutschlandfunk.

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