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Heinrich Bedford-Strohm ist neuer Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland. Die Synode der EKD hat ihn am 11. November in Dresden mit großer Mehrheit gewählt. Vielleicht nicht ganz zufällig passt die Wahl des "Facebook-Bischofs" zum Schwerpunktthema der Synode, "Kommunikation des Evangeliums in der digitalen Gesellschaft".

TV-Tipp

TV-Tipp des Tages: "Kommissar Dupin: Bretonische Brandung" (ARD)

TV-Tipp des Tages: "Kommissar Dupin: Bretonische Brandung", 27. November, 20.15 Uhr im Ersten

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Der zweite Fall des Kommissars, "Bretonische Brandung", beginnt mit drei männlichen Leichen, die an den Strand einer Insel gespült werden. Das Trio hat offenbar betrunken bei einem Sturm die Segel gesetzt. Bei der Obduktion werden jedoch Spuren eines Betäubungsmittels entdeckt.
27.11.2014 | von Tilmann P. Gangloff

Der im Frühjahr gezeigte erste Film aus der neuen ARD-Reihe mit Pasquale Aleardi, "Bretonische Verhältnisse", weckte Erwartungen, die "Bretonische Brandung" nicht ganz erfüllen kann. Am Titeldarsteller liegt das noch am wenigsten: Aleardi versieht die Hauptfigur, den aus Paris in die Betragne versetzten Georges Dupin, mit vielen Facetten. Der zweite Fall des Kommissars, "Bretonische Brandung", beginnt mit drei männlichen Leichen, die an den Strand einer Insel gespült werden. Das Trio hat offenbar betrunken bei einem Sturm die Segel gesetzt. Bei der Obduktion werden jedoch Spuren eines Betäubungsmittels entdeckt. Rasch findet Dupin heraus, dass die drei Männer regelrecht verhasst waren: Sie wollten auf der malerischen und unter Naturschutz stehenden Insel einen riesigen Hotelkomplex errichten. Somit stehen praktisch sämtliche Bewohner des dünn besiedelten Eilands unter Mordverdacht, aber einige haben noch ein Extramotiv; Dupin sieht sich mit einer finsteren Melange aus Rache, Hass und Eifersucht konfrontiert.

Heiliger Zorn der Einheimischen

Geplante Luxushotels, die den heiligen Zorn der Einheimischen entfachen, tauchen derzeit in jedem zweiten Landschaftskrimi auf, was das Sujet mittlerweile etwas unoriginell wirken lässt. Das Kreativteam ist zwar weitgehend das gleiche wie bei "Bretonische Verhältnisse", doch anders als dort gelingt es Gernot Gricksch (sein Drehbuch basiert auf dem gleichnamigen Roman von Jean-Luc Bannalec) und Matthias Tiefenbacher (Regie) diesmal nicht, den Figuren Tiefe zu geben. Das mag auch damit zu tun haben, dass es ziemlich viele sind, weshalb gelegentlich eine ganze Menge Namen genannt werden, die man nicht immer ohne weiteres zuordnen kann; auch wenn die Nebenrollen interessant besetzt sind. Ein Fremdkörper bleibt auch die Nebenebene mit Dupins früherer Pariser Freundin Claire, die eigens in die Bretagne reist, um einen Neuanfang zu beginnen, aber vom Kommissar versetzt wird, weil der wegen eines Unwetters auf der Insel festsitzt. Claire wird von Esther Zimmering gespielt, aber Ulrike C. Tscharre war im ersten Film eine Filmpartnerin von ganz anderem Kaliber. Andererseits kann das natürlich auch Methode haben.

Davon abgesehen hat Aleardi eine ganze Reihe attraktiver Mit- und Gegenspielerinnen, von Marie Lou Sellem als Wirtin des Insellokals und verbitterte Witwe über Alma Leiberg als Schwester eines der Opfer bis zu Annika Blendl als Dupins Assistentin Nolwenn, die zum Flirtopfer der beiden von Jan Georg Schütte und Ludwig Blochberger verkörperten Inspektoren wird. Schütte steuert zudem die wenigen Comedy-Elemente bei; großartig ist zum Beispiel eine kleine Pantomime, bei der er die große Geste parodiert, mit der Dupin stets seinen Stift zückt, wenn er sich Notizen macht. Das durchgehende Ensemble ist ohnehin ausgezeichnet zusammengestellt und ergänzt sich in seiner Gegensätzlichkeit sehr gut. Blendls beste Momente sind die Szenen, in denen Nolwenn mit feiner Ironie die Annäherungsversuche der Kollegen kontert.

Autor

Tilmann P. Gangloff

Tilmann P. Gangloff

ist Diplom-Journalist und freiberuflicher Medienkritiker.

Sehenswert ist auch die Bildgestaltung (wie im ersten Film Klaus Merkel), zumal Meer und Küste ja integraler Bestandteil der Handlung sind. Zu Beginn wirken die Bilder unbeschwert karibisch, aber dann werden sie immer düsterer, bis sich schließlich im Hintergrund ein Unwetter zusammenbraut. Eindrucksvoll ist auch eine Rückblendenszene im Wirtshaus. Merkel taucht das Lokal bei jedem Besuch Dupins in ein malerisches, anheimelndes Licht, die Rückblenden aber in finsteres Schwarzblau. Sehr effektvoll lässt der Film die Bilder einfrieren, so dass Dupin zwischen den Personen umher wandern kann; als er in die Hände klatscht, bewegen sie sich wieder. Paquale Aleardi ist ohnehin ein weiterer Einschaltgrund. Natürlich profitiert er von der Vielschichtigkeit der Figur, aber er lotet diese Tiefe auch konsequent aus. Dupins Abneigung gegen das Meer, die vierschrötigen Einheimischen und ihre maritimen Gerichte spielt er ebenso vorzüglich wie die kleinen Ungehorsamkeiten gegenüber arroganten Obrigkeiten.

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