Shaun Tan: Gefühle entfachen mit fantastischen Details

aktuell Der Illustrator Shaun Tan ist mit dem Illustrationspreis für Kinder- und Jugendbücher des Gemeinschaftswerks der Evangelischen Publizistik (GEP) ausgezeichnet worden. Der Australier entwirft eine Brudergeschichte von alttestamentarischer Wucht.

Australien: Das Kreuz mit dem Klimawandel

aktuell Obwohl Australien vom Klimawandel direkt betroffen ist, kümmert sich die Regierung wenig um Umweltschutz. Die Kirchen und Religionsgemeinschaften dagegen nehmen an diesem Wochenende am Interreligiösen Klimagipfel in New York teil.

Die tiefere Bedeutung des Apfels

aktuell Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau hat 15.000 Äpfel im Frankfurter Hauptbahnhof verteilt. Eine weitere Öffentlichkeits-Kampagne der Landeskirche, die auch kritisch kommentiert wird.

Nicht töten, sondern lieben: Beckmann-Sendung zu Sterbehilfe

aktuell Im Herbst wird sich der Bundestag mit der Sterbehilfe beschäftigen. Reinhold Beckmann diskutierte in seiner Talkshow auch mit dem EKD-Ratsvorsitzenden Nikolaus Schneider über die Frage "Ein Ende in Würde – wer bestimmt, wie wir sterben?"

Flut und Dammbruch: Wie Medien über Flüchtlinge berichten

aktuell Wie selbstverständlich benutzten Medien vor rund 20 Jahren Begriffe wie "Flüchtlingsschwemme" und "Asylantenflut". Heute ist der Ton moderater. Doch manche berichten immer noch über Flüchtlinge, als kämen Naturkatastrophen über uns.

Schwerpunkte

Wenn ein Mensch selbstbestimmt sterben will, darf ein anderer ihm dabei helfen. Beihilfe zum Suizid ist in Deutschland nicht strafbar. Die Union will jegliche organisierte Hilfe zum Suizid verbieten. Die EKD sagt, man müsse Menschen zum Leben…

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Die radikal- islamische Terror-Organisation IS vertreibt Christen und Jesiden aus ihrer Heimat im Nordirak. Was soll und kann die Weltgemeinschaft tun, um ihnen zu helfen?

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Christenverfolgung

Seit es Christen gibt, leiden sie unter Diskriminierung und Verfolgung, heute besonders in islamischen Ländern. Wir berichten unter anderem aus dem Irak, dem Sudan, Indonesien und Ägypten. Außerdem werfen wir einen Blick zurück in die Anfangszeit des Christentums.

Kurzmeldungen

TV-Tipp

TV-Tipp des Tages: "Kommissarin Lucas: Der nette Herr Wong" (ZDF)

TV-Tipp des Tages: "Kommissarin Lucas: Der nette Herr Wong", 20. September, 20.15 Uhr im Zweiten

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Software-Entwicklerin Claudia Bittner ist bei ihrem Arbeitgeber eingebrochen, um Festplatten zu stehlen. Sie wird vom chinesischen Firmeninhaber überrascht, kann sich aber verstecken und übers Dach fliehen. Kurz darauf wird der Mann erschlagen, und weil die Einbrecherin Spuren hinterlassen hat, steht sie nun unter Mordverdacht.
20.09.2014 | von Tilmann P. Gangloff

Im April hat die ARD mit der "Tatort"-Episode "Kaltstart" (NDR) den ersten deutschen Drohnen-Thriller gezeigt, nun legt das ZDF nach. Die futuristischen Fluggeräte sind in der "Kommissarin Lucas"-Folge "Der nette Herr Wong" allerdings nur Mittel zum Zweck, denn es geht um Industriespionage: Software-Entwicklerin Claudia Bittner (Christina Große) ist bei ihrem Arbeitgeber eingebrochen, um Festplatten zu stehlen. Sie wird vom chinesischen Firmeninhaber überrascht, kann sich aber verstecken und übers Dach fliehen. Kurz darauf wird der Mann erschlagen, und weil die Einbrecherin Spuren hinterlassen hat, steht sie nun unter Mordverdacht.

Komplexe Geschichte

Der mehrfache Grimme-Preisträger Holger Karsten Schmidt (zuletzt ausgezeichnet für "Mord in Eberswalde") ist zwar ein ausgesprochen fleißiger Autor, schreibt aber nur selten Drehbücher für Reihen. Gerade seine von Markus Imboden inszenierten Filme mit Hinnerk Schönemann ("Mörder auf Amrum") gehören zu den ungewöhnlichsten Krimis der letzten Jahre. Sein Beitrag zu "Kommissarin Lucas" entwickelt zwar die Figuren nicht weiter, bereichert die Reihe aber um ein ungewöhnliches Sujet, selbst wenn ausgerechnet die Drohnen für die einzige Schwachstelle der Geschichte sorgen. Ellen Lucas (Ulrike Kriener) lässt sich von Bittners Unschuld überzeugen, weil die Schilderungen der Frau durch die Flugbahnaufzeichnungen bestätigt werden: Die kleinen Flugzeuge funktionieren als Schwarm und sind darauf programmiert, Hindernissen selbstständig auszuweichen, und weil Bittner durch den Versuchsraum geflohen ist, mussten die Drohnen um sie herum fliegen; der Mord geschah erst später. Ihren Chef hätte die Frau natürlich trotzdem ermorden können.

Das unlogische Detail lässt sich aber leicht verschmerzen, weil sich Schmidts Geschichte als äußerst komplex entpuppt. Sinnbild für die Vielschichtigkeit ist ein Anhänger, den die Kommissarin von ihrer Schwester (Anke Engelke) bekommt: Je nachdem, von welcher Seite man ihn betrachtet, zeigt er unterschiedliche Gesichter. Ein nicht weiter thematisierter, aber eindeutiger Hinweis darauf, dass keineswegs bloß die Titelfigur nicht ist, was sie scheint: Der "nette Herr Wong" ist angeblich ein Vetter des Toten, entpuppt sich dann jedoch als Mitglied des chinesischen Geheimdienstes; und auch das ist nicht die Wahrheit. Claudia Bittner wiederum will sich nicht etwa bereichern, sondern ihrem Freund (Christoph Bach) helfen, denn dessen Tochter sitzt in einem chinesischen Gefängnis. Weil außerdem auch noch diverse technische Details erläutert werden, gibt es viel Erklärungsbedarf in diesem Film, was aber nicht weiter problematisch ist. Äußerst ungelenk wirkt dagegen jene Szene, in der Lucas und ihr Mitarbeiter (Lasse Myhr) das Büro einer Menschenrechtsorganisation aufsuchen: Erst informiert der junge Kollege die Sprecherin (Kathrin von Steinburg), wie ihre Arbeit aussieht, damit das auch der Zuschauer erfährt, dann hält sie einen sehr uninspiriert klingenden Vortrag über die Menschenrechte in China. Die Reihe krankt ohnehin etwas daran, dass der Ausstieg Florian Stetters bislang nicht kompensiert werden konnte; selbst Anna Brüggemann gelingt es nicht, ihrer Rolle als Assistentin echte Tiefe zu verleihen, was allerdings in erster Linie den Drehbüchern anzulasten ist.

Autor

Tilmann P. Gangloff

Tilmann P. Gangloff

ist Diplom-Journalist und freiberuflicher Medienkritiker.

Handwerklich scheint "Der nette Herr Wong" nicht weiter aus dem Rahmen zu fallen, doch Tim Tragesers sorgfältige Inszenierung ist gerade dank der ruhigen, aber stets fließenden Bildgestaltung Eckhard Jansens sehr stimmig. Die Kühlheit vieler Bilder korrespondiert vortrefflich mit der scheinbaren Unnahbarkeit der Heldin, die Ulrike Kriener kontrolliert und mimisch sparsam verkörpert. Dazu passt auch ihr dezentes, aber sehr geschmackvolles Kostümbild (Katharina Ost). Auf ähnliche Weise lässt sich Andreas Weidingers Musik charakterisieren: Sie drängt sich nie in den Vordergrund, sorgt jedoch für eine gewisse Grundspannung.

Selbst wenn der Film beim 15minütigen Finale dank simpler, aber wirkungsvoller dramaturgischer Kniffe zum teilweise auch brutalen Thriller wird: Seinen Reiz verdankt der Film vor allem den unerwarteten Haken, die die Geschichte schlägt; gerade Christoph Bach hat in dieser Hinsicht eine tolle Rolle.

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