"Freut euch!" - Weihnachtspredigt von Margot Käßmann

predigten Wir kann man sich bloß freuen angesichts von Leid und Krieg in der Welt? Margot Käßmann sagt: Die Nähe und die Liebe Gottes sind Grund zur Freude! Und gerade deswegen muss an Weihnachten nicht alles perfekt sein.

Auf der Suche nach dem Weihnachtsfrieden

aktuell Weihnachten ist für Christen ein Fest des Friedens. Doch viele Menschen tun sich schwer, zu dieser Zeit ihren inneren Frieden zu finden. Darüber wird der Psychotherapeut Günter Niklewski am Sonntag im ZDF-Fernsehgottesdienst reden.

Flüchtlingspolitik? Zeit für ein Gesamtkonzept!

aktuell Wenn es alle Möglichkeiten gäbe und alles Geld: Wie würde der Umgang mit Flüchtlingen dann idealerweise aussehen? Eine Antwort von Günter Burkhardt, Geschäftsführer von Pro Asyl.

Wunschlos glücklich?

aktuell Der Konflikt ist vorprogrammiert. Kinder wünschen sich Smartphones und Spielkonsolen. Eltern dagegen verschenken häufig Bücher und Pullover. Heißt das Frust unterm Weihnachtsbaum? Dürfen Eltern "nein" sagen? Sollten sie das vielleicht sogar?

Unsere evangelische Kirche zu "Pegida"

aktuell Als evangelisch.de-Redaktion haben wir uns mit dem Videoclip #nichtinmeinemnamen zu "Pegida" positioniert. Das hat die Frage aufgeworfen: Wie stellen sich die Landeskirchen zu "Pegida"? Spricht man mit Sympathisanten oder gar den Anführern?

Schwerpunkte

Maria, Josef, Jesus in der Krippe - die "Heilige Familie" wirkt wie ein Vorbild. Wie ist es wirklich?

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Gerade im Winter brauchen Flüchtlinge unsere Hilfe. Was kann man konkret tun? Wir zeigen, was geht.

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Advent - Einkaufszeit? Wir fragen dagegen: Wieviel Konsum tut uns gut? Und wir laden ein, innezuhalten.

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Adventslichter

Advent - für viele ist das eine Zeit der Hektik: Einkaufen, Basteln, das Fest organisieren. Wir fragen in dieser Vorweihnachtszeit: Wieviel Konsum tut uns gut? Und wir laden dazu ein, innezuhalten und das Licht der vielen Sterne wirken zu lassen, die jetzt überall leuchten - mit der evangelisch.de-Facebook-Aktion "Sternsammler".

TV-Tipp

TV-Tipp des Tages: "Das Kindermädchen" (ZDF Neo)

TV-Tipp des Tages: "Das Kindermädchen", 21. Dezember, 21.45 Uhr auf ZDF Neo

iStockphoto

Eine uralte Schuld, ein ebenso altes Verbrechen, über sechzig Jahre des Schweigens, all das gewürzt mit Kriminalistik, Dramatik und Romantik: kein Wunder, dass Elisabeth Herrmanns Roman "Das Kindermädchen" als deutschsprachiger "Krimi des Jahres 2005" gekürt worden ist.
21.12.2014 | von Tilmann P. Gangloff

Die Handlung kombiniert gleich diverse Genres. Sie erzählt von detektivischer Arbeit und vom gesellschaftlichen Aufstieg, sie handelt von Standesdünkel und strammer nationaler Gesinnung, ist also gleichzeitig Sittengemälde, Krimi und Romanze. Aber ganz gewiss kein Thriller, wie das ZDF den Film bei der Erstausstrahlung bewarb; das Etikett muss man schlicht ignorieren. Sehenswert ist die Verfilmung (die Autorin hat ihren Roman selbst adaptiert) dennoch, und das nicht nur wegen der ungewöhnlichen und ungewöhnlich komplexen Geschichte: Carlo Rola, ohnehin ein Regisseur, der seine Darsteller regelmäßig zu Bestleistungen motiviert, konnte mit einem großartigen Ensemble arbeiten.

Ein jahrzehntelang verschwiegenes Familiendrama

Auslöserin der Handlung ist eine alte Ukrainerin, die 65 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs eine Freundin mit einem Brief nach Berlin schickt. Sie pocht auf ihre Entschädigung als Zwangsarbeiterin, da sie gegen Kriegsende als Kindermädchen für die angesehene Adelsfamilie von Zernikow tätig war. Kaum hat die Freundin das Schreiben zugestellt, wird sie tot aus einem Kanal gefischt. Einem Anwalt lässt die Sache keine Ruhe. Seine Nachforschungen decken schließlich ein jahrzehntelang verschwiegenes Familiendrama auf, das in engem Zusammenhang mit einem Kunstraub steht.

Allein diese Erzählebene hätte genug Stoff für einen eigenen Film geboten. Im Grunde ist die Geschichte ohnehin zu komplex für neunzig Minuten, weshalb die Krimihandlung schließlich allzu flott beendet werden muss. Die Komplexität der Charaktere, die Familiengeschichte, die politische Seite: All das kann oft nur angedeutet werden. Zentrale Figur der Geschichte ist der aus einfachen Verhältnissen stammende Anwalt: Joachim Vernau (Jan Josef Liefers), designierter Partner in der Kanzlei von Utz von Zernikow (Matthias Habich), ist dabei, per Heirat mit der Tochter seines Chefs (Natalia Wörner) Mitglied der Familie zu werden. Da Jan Josef Liefers den Mann mit gesunder ironischer Distanz verkörpert, fällt es ihm später vergleichsweise leicht, auf Abstand zu gehen. Gerade die kühle Patriarchin (Inge Keller), die sich später als grausige Eminenz entpuppt, lässt ihn als Emporkömmling ihre Verachtung spüren.

Autor

Tilmann P. Gangloff

Tilmann P. Gangloff

ist Diplom-Journalist und freiberuflicher Medienkritiker.

Als Vernau die Familie auffordert, sich zum einstigen Kindermädchen zu bekennen, stößt er auf unterschiedlichste Formen der Ablehnung. Gerade sein Schwiegervater in spe, der als Kind große Schuld auf sich geladen hat, erweist sich als völlig uneinsichtig; und Sigrun, Vernaus Verlobte, hat in erster Linie ihre politische Karriere im Kopf. Einzige Verbündete ist Anwaltskollegin Marie Luise (Stefanie Stappenbeck), die sich beruflich den Interessen der Entrechteten verschrieben hat. Die adelige Sippschaft ist ihr also schon aus Prinzip suspekt, aber ihr Engagement in dieser Sache hat offensichtlich auch private Gründe.

Mit großem Gespür für die dramaturgische Entfaltung der verschiedenen Ebenen weben Herrmann und Rola den Erzählteppich dieser Geschichte, in der sich dank eines Seitenstrangs mit Vernaus Mutter sogar noch Raum für komödiantisch Elemente findet. Diesen auch in den kleineren Nebenrollen ausgezeichnet gespielten Film als Thriller zu annoncieren ist fast schon Etikettenschwindel. Fesselnd ist er trotzdem. Am 12. Januar zeigt das ZDF einen neuen Vernau-Film, "Der Mann ohne Schatten".

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