Jan Karski, der Spion im Konzentrationslager

aktuell Spionage im KZ, Informationsbeschaffung im Warschauer Ghetto, Dokumentenschmuggel für den Widerstand: Jan Karski gilt als einer der wichtigsten Beobachter des Holocaust. Seine Erzählungen zeigen das Grauen der Vernichtung hautnah.

Für ein Verbot der organisierten Suizidhilfe

chrismon Gehört die Entscheidung zur Selbsttötung zur Freiheit eines jeden Menschen? Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe meint in seinem Gastbeitrag: Die organisierte Beihilfe zum Suizid muss jedenfalls verboten werden.

Bangladesch: Textilarbeiterinnen kämpfen um Gerechtigkeit

aktuell Verletzt, gelähmt, verstümmelt: Ein Jahr nach dem Hochhauseinsturz in Bangladesch kämpfen Textilarbeiterinnen immer noch für Entschädigungen.

Konfirmation: Warum 14 das beste Alter ist

aktuell Mitten in der Pubertät – mit 14 Jahren – werden Jugendliche in unseren evangelischen Landeskirchen konfirmiert. Sollte das nicht besser etwas früher oder später passieren?

Vor 475 Jahren wurde die Konfirmation erfunden

aktuell Vom Kompromiss zur Familienfeier: In diesem Jahr können die Protestanten in Deutschland auf 475 Jahre Konfirmation zurückblicken. Die beliebte Familienfeier wurde 1539 in Hessen eingeführt. Martin Luther war zunächst wenig begeistert.

Schwerpunkte

Das Wort Konfirmation bedeutet "Bekräftigung", "Bestätigung". Jugendliche in der evangelischen Kirche bestätigen mit dem Ritus ihren Glauben. Sie bekommen den Segen zugesprochen und gelten nun als mündige Gemeindeglieder, die das aktive Wahlrecht besitzen und Taufpaten werden können.

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In der Karwoche gedenken Christen des Todes Jesu am Kreuz. An Ostern, dem ältesten und höchsten Fest der Christenheit,  feiern wir die Auferstehung Jesu Christi von den Toten und damit den Sieg des Lebens über den Tod.

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Der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine hat sich auf die Halbinsel Krim verlagert. Russland plant offenbar einen Militäreinsatz in diesem Gebiet. Westliche Politiker sind tief besorgt, die Kirchen beten für Frieden.

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Ökumene auf dem Weg: Diskutieren bis 2017

Das Reformationsjubiläum nutzen nicht nur Protestanten zum Nachdenken. Auch ökumenische Projekte starten, wie das Internetportal "2017 gemeinsam unterwegs". Die Seite stellt die umstrittene Schrift "Vom Konflikt zur Gemeinschaft" zur Diskussion. Das Ergebnis soll dem Lutherischen Weltbund und dem Vatikan vorgelegt werden.

Kurzmeldungen

TV-Tipp

TV-Tipp des Tages: "Kommissar Dupin: Bretonische Verhältnisse" (ARD)

TV-Tipp des Tages: "Kommissar Dupin: Bretonische Verhältnisse", 24. April, 20.15 Uhr im Ersten

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Nach der Ermordung von Restaurantbesitzer Pennec findet Dupin mit Hilfe von Kunstexpertin Morgane Cassel heraus, dass der Mann offenbar ein bislang unbekanntes Gemälde von Gauguin besessen hat. Geschätzter Wert: 30 Millionen Euro.
24.04.2014 | von Tilmann P. Gangloff

Wer am Meer lebt, sollte keine Fischallergie haben. Medizinisch allerdings lässt sich Georges Dupins Aversion gegen Meeres- und Küstenbewohner nicht nachweisen. Die Ursache dieser Unverträglichkeit bleibt nicht die einzige offene Frage, deren Beantwortung "Bretonische Verhältnisse", die TV-Premiere des Romanhelden von Jean-Luc Bannalec (Drehbuch: Gernot Griksch, Martin Ess), schuldig bleibt; auch aus den Gründen für seine Versetzung von Paris in die Bretagne macht der Kommissar ein Geheimnis. Sehenswert aber ist der Auftakt zur neuen Krimifilmreihe der ARD-Tochter Degeto nicht nur wegen der reizvollen Hauptfigur, sondern auch wegen des nicht minder reizvollen Hauptdarstellers: Der Schweizer Pasquale Aleardi ist eine wunderbare Besetzung für den Ermittler, der selbst unter seinen Kollegen ein Fremder bleibt. Das Ensemble ist ohnehin gut zusammengestellt, auch wenn Annika Blendl als Assistentin unbedingt eine größere Rolle spielen sollte. Großartiger Gegenentwurf zu Dupin ist Jan Georg Schütte, der gerade in Filmen aus dem Norden (zuletzt "Der Tote im Watt") immer wieder herrlich schräge Charaktere verkörpert.

Lausbübische Freude

Natürlich schwelgt die Kamera (Klaus Merkel) in Landschaften, Meer und Himmel, aber "Kommissar Dupin" ist auch Teil der neuen Degeto-Philosophie. Das zeigt sich nicht nur an der Besetzung, sondern auch an der Art und Weise, wie die Geschichte erzählt ist: Bildgestaltung und Musik fallen zwar nicht aus dem Rahmen, doch die Verantwortlichen wollten offenkundig keinen Krimi von der gewohnten Degeto-Stange produzieren (Regie: Matthias Tiefenbacher). Dafür steht nicht zuletzt der Titelheld, und das keineswegs bloß wegen seiner eingebildeten Fischallergie. Aleardi sorgt dafür, dass sich die Persönlichkeit des Ermittlers aus vielen kleinen Facetten zusammensetzt. Einige sind gut sichtbar, etwa die lausbübische Freude, mit der Dupin jedes Mal extra flott an einer Radarfalle vorbeibraust, andere sind eher subtiler Natur. Und natürlich bleiben ihm die Einheimischen, die ihn als "Franzosen" bezeichnen, genauso fremd wie er ihnen.

Aber auch die Geschichte ist nicht schlecht: Nach der Ermordung von Restaurantbesitzer Pennec findet Dupin mit Hilfe von Kunstexpertin Morgane Cassel (Ulrike C. Tscharre) heraus, dass der Mann offenbar ein bislang unbekanntes Gemälde von Gauguin besessen hat. Geschätzter Wert: 30 Millionen Euro. Seit Jahrzehnten befand es sich für jedermann sichtbar im Lokal. Das Bild, das jetzt dort hängt, ist allerdings eine Kopie. Deren Urheber, der Leiter (Ernst Stötzner) des örtlichen Museums, hatte das Original gegen eine Fälschung ausgetauscht, ist aber seinerseits auf eine Imitation reingefallen. Als sich rausstellt, dass der todkranke Pennec das Gemälde einem Museum in Paris vermachen wollte, weiß Dupin, wo er den Mörder muss; aber dann stirbt auch der Erbe.

Natürlich erliegt der Kommissar dem Charme der attraktiven Kunstexpertin, was sich ausgezeichnet nachvollziehen lässt, weil Ulrike C. Tscharre die Dame ausgesprochen gutgelaunt verkörpert. Auch Familie Pennec ist interessant besetzt (unter anderem mit Walter Kreye und Sibylle Canonica).

Autor

Tilmann P. Gangloff

Tilmann P. Gangloff

ist Diplom-Journalist und freiberuflicher Medienkritiker.

Sehenswert ist "Bretonische Verhältnisse" dennoch vor allem wegen des Hauptdarstellers und der Hauptfigur, deren rätselhafte Antipathie gegen das Wasser eine interessante Parallele zu dem von Walter Sittler verkörperten Gotland-Kommissar aus der ZDF-Krimireihe "Der Kommissar und das Meer" darstellt. Jean-Luc Bannalec - der Name ist ebenso ein Pseudonym wie der von Drehbuch-Koautor Martin Ess - hat bislang drei Dupin-Romane (erschienen bei Kiepenheuer & Witsch) geschrieben. Zwei weitere Verfilmungen sind bereits beschlossene Sache.

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