Bild und Bibel als visuelle Herausforderung

aktuell Studierende der Academy of Visual Arts Frankfurt haben sich mit dem Motto des Themenjahres 2015 der Lutherdekade "Reformation - Bild und Bibel" auseinandergesetzt. Wir präsentieren die Ergebnisse.

Ich glaube an dich

chrismon Lili ist depressiv. An manchen Tagen traut sie sich nichts zu und würde am liebsten die Decke über den Kopf ziehen. Das lässt ihr Freund Christian nicht zu. Er glaubt an sie. Er fotografiert sie. Eine Geschichte aus dem Buch „Was Liebe aushält“.

Käßmann: Mein Bild von Kirche

aktuell "Reformation, Bild und Bibel" lautet das Motto des Themenjahr 2015 der Reformationsdekade. Margot Käßmann blickt schon einmal voraus und gibt einige ganz persönliche Einblicke in ihr Bild von Kirche.

Martin Luther und die Papstsatire: Der Streit um die Bilder

aktuell Im Bilderstrum zerstörten Anhänger der Reformation sakrale Kunstwerke, dann entdeckten sie die Macht der Bilder für ihren eigenen Nutzen. Kunsthistorikerin Susanne Wegemann beschreibt, wie polemisch, lehrreich und tröstlich Bilder verwendet wurden.

Erleben und Ästhetik: Die Innenräume von Neubau-Kirchen

aktuell Trotz Mitgliederschwunds werden in Deutschland auch heute hier und da neue Kirchen errichtet. Wer ihr Inneres betrachtet, stellt fest: Gotische Wuchtigkeit hat ausgedient. Die Architekten moderner Gotteshäuser setzen Ästhetik, Harmonie und Licht.

Schwerpunkte

Tausende Menschen haben sich in Westafrika mit Ebola infiziert, etwa jeder zweite Patient ist bisher an der Krankheit gestorben. Betroffen sind vor allem Guinea, Liberia und Sierra Leone, deren Gesundheits- und Bestattungssysteme zum Teil völlig…

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Wenn ein Mensch selbstbestimmt sterben will, darf ein anderer ihm dabei helfen. Beihilfe zum Suizid ist in Deutschland nicht strafbar. Soll die organisierte Hilfe zum Suizid verboten werden? Die EKD sagt, man müsse Menschen zum Leben ermutigen…

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EKD-Synode

Wie geht die evangelische Kirche bei der Kommunikation des Evangeliums mit dem digitalen Wandel um? Darüber wird die EKD-Synode im November beraten. Sie können jetzt schon mitdiskutieren! In Zusammenarbeit mit dem Synodenpräsidium stellt evangelisch.de die Bausteine für den Entwurf der Kundgebung zur Diskussion.

Kurzmeldungen

TV-Tipp

TV-Tipp des Tages: "Akte Grüninger" (Arte)

TV-Tipp des Tages: "Akte Grüninger", 31. Oktober, 20.15 Uhr auf Arte

iStockphoto

Im August 1938 schließt die Schweiz ihre Grenze für Flüchtlinge - eine lebensgefährliche Katastrophe für Juden aus Deutschland und Österreich. Doch nicht alle Beamten halten sich an die unmenschliche Weisung.
31.10.2014 | von Tilmann P. Gangloff

Schon vor gut dreißig Jahren hat Markus Imhoof in seinem Drama "Das Boot ist voll" kräftig mit dem Mythos aufgeräumt, die Schweiz sei während des Zweiten Weltkriegs ein Refugium für jüdische Flüchtlinge gewesen. Die Handlung von "Akte Grüninger" spielt sogar noch einige Jahre früher und zeigt, dass die abweisende Haltung keineswegs erst mit Kriegsbeginn einsetzte. Der Film ist ein Denkmal für jene Eidgenossen, die es für ein Gebot der Menschlichkeit hielten, nicht wegzuschauen. Held des historischen Dramas ist Paul Grüninger, ein Hauptmann der St. Galler Kantonspolizei, der Hunderte von Menschenleben gerettet hat, für seine humanitäre Hilfe aber mit dem Ende der Karriere bezahlen musste. Nach seiner Entlassung 1939 lebte er bis zu seinem Tod 1972 in ärmlichen Verhältnissen; seine Rehabilitierung hat er nicht mehr erlebt.

Humanität

Autor Bernd Lange erzählt Grüningers Geschichte aus Sicht des ehrgeizigen Bundespolizisten Robert Frei, der Gerüchten nachgehen soll, in Grüningers Kanton seien die Grenzen nicht dicht. Max Simonischek verkörpert diesen Beamten als kühle, unnahbare Figur. Ein simpler Trick verstärkt die bedrohliche Aura noch: Die Kamera (Matthias Fleischer) zeigt den ohnehin großen Simonischek stets aus leichter Untersicht, so dass er erst recht hünenhaft und Stefan Kurt in der Rolle des tapferen Grüningers neben ihm fast zerbrechlich wirkt. Der Kantonspolizist hat dem Gegenspieler aus der Hauptstadt nur seine Humanität entgegenzusetzen. In mehreren Gesprächen, die Lange und Regisseur Alain Gsponer nutzen, um die früheren Ereignisse in Form von Rückblenden nachzutragen, legt der Hauptmann dem Kollegen von der Bundespolizei seine Motive dar. Langsam bröckelt Freis ablehnende Haltung; erst recht, als er zwei geflohene Kinder aufgreift, es jedoch nicht übers Herz bringt, sie den Behörden auszuliefern.

Bei allem Respekt für den Mut der Filmemacher zur Nestbeschmutzung: Die Inszenierung ist ein bisschen langweilig. Wirklich sehenswert ist "Akte Grüninger" vor allem wegen Simonischek und Kurt. Alain Gsponer ("Lila, lila", "Der letzte Weynfeldt") ist hierzulande durch "Das wahre Leben" (2006) bekannt geworden; die explosive Familientragikomödie hatte ungleich mehr Biss.

Autor

Tilmann P. Gangloff

Tilmann P. Gangloff

ist Diplom-Journalist und freiberuflicher Medienkritiker.

Aus Sicht von Gsponers Landsleuten allerdings ist vermutlich schon das Thema brisant genug, schließlich macht der Film deutlich, dass der Schweizer Bundesrat damals eine "Verjudung" des Landes verhindern wollte; zum Teil, um das Aufkommen von Antisemitismus zu vermeiden, zum Teil aber auch, weil einige Eidgenossen die Ideen der Nazi-Nachbarn gar nicht so schlecht fanden.

Im Netz gefunden

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