Direkt zum Inhalt
Leiden und Krankheit
Liebe Frau Klee,
vor vier Jahren wurde bei meinem Mann eine Krebsdiagnose gestellt. Durch schnelles Eingreifen und eine kurzfristige OP konnte der Tumor noch in einer überschaubaren Phase entfernt werden.
Seitdem sind die Nachsorgeuntersuchungen (GOTT SEI DANK) Befund frei.
Im Sommer desselben Jahres starb eine meiner besten Freundinnen an Krebs.
Nun ist es so, das ich seit dieser Zeit extreme Ängste um die Gesundheit meines Mannes habe und seine Angst (er hat nach der OP keine Hilfe in Anspruch nehmen wollen) mir schwer "auf die Seele" fällt, da ich mich hilflos fühle, weil ich sie ihm nicht abnehmen kann. Ich sehe, wie er mit den Tränen kämpft und jede körperliche Ungewöhnlichkeit beachtet. Mittlerweile hat er eine langjährige Jugend-Freundin wiedergefunden, mit der er über die (Todes- und ) Lebensängste sprechen kann, da sie in anderer Hinsicht ähnliche Krankheitserfahrungen durchleiden musste.
Für diesen Menschen bin ich dankbar.
Mein Mann und ich vertrauen Gott und Jesus Christus sehr und haben schon oft erfahren, wie gnädig und gütig ER uns begleitet. Es macht mich daher sehr unglücklich, wenn ich "trotz" dieser positiven Erfahrungen, in den Situationen, in denen ich die Angst meines Mannes spüre, so hilflos bin und mich so verloren, gemeinsam allein und zweifelnd fühle.
Ich frage mich dann, ist mein Gottvertrauen nicht stark genug, um in diesen Situationen ohne Verzweiflung und innerem Zittern und Verzagen bestehen zu können?
Was kann ich tun, um meinem Mann zu helfen, ihm eine Partnerin zu sein, die ihm Zuversicht und Mut vermittelt? Was kann ich tun um ihm dieses Damoklesschwert der Angst abzunehmen?
Ich bete täglich um Beistand und Hilfe, aber die Ängste werden immer mächtiger in meinem Leben. Bin ich Gott zu fern?
Alle Meldungen: Leiden und Krankheit