Nordkirche eröffnet digitale Tagung mit Gedenken an Seeleute

Nordkirche eröffnet digitale Tagung mit Gedenken an Seeleute
Mit einem digitalen Gottesdienst zum Thema Seefahrt hat am Freitag die digitale Sondersynode der Nordkirchen begonnen. "Seeleute sind besonders von der Pandemie betroffen", sagte Seemannspastor Matthias Ristau. Viele dürften auch nach monatelanger Arbeit nicht von Bord gehen. "Dabei ist Landgang wichtig."

Viele Männer seien erschöpft, so Ristau. Der Gottesdienst wurde aus dem Seemannsclub Duckdalben im Hamburger Hafen und dem Seemanns Club Hollfast in Rostock gesendet.

Die Landessynode dauert bis zum (morgigen) Sonnabend und findet zum dritten Mal digital statt. Sie wird auf Landessynode.nordkirche.de live übertragen.

"Stellen Sie sich mal vor, Sie arbeiten in einer Firma mit 25 Kolleginnen und Kollegen, ein Gebäude mit einer kleinen Terrasse. Und Sie dürfen neun Monate lang nicht raus, höchstens auf die Terrasse", beschrieb Ristau zur Veranschaulichung die Situation an Bord großer Frachtschiffe. Psychische Belastung mache Menschen auch anfälliger für Krankheiten. "Aber an Bord gibt es keinen Arzt und oft wird Seeleuten ihr Grundrecht verweigert, an Land ärztlich behandelt zu werden."

Am Abend sollten die Synodalen online eine stärkere Einbeziehung von jungen Menschen in die kirchliche Arbeit beraten. Auf der Tagesordnung für Sonnabend steht der Bericht aus dem Sprengel (= Bischofsbezirk) Mecklenburg und Pommern von Bischof Tilman Jeremias mit dem Thema "Kirche zu DDR-Zeiten".

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