Mehr "demenzfreundliche Gemeinden"

Mehr "demenzfreundliche Gemeinden"
Bremens Altbürgermeister Henning Scherf (79) fordert mehr Anstrengungen zur Einrichtung "demenzfreundlicher Gemeinden" in Deutschland. Der Norden könne sich in dieser Hinsicht ein Beispiel an Kommunen im Süden nehmen, sagte Scherf am Sonntag in einem Radiogottesdienst aus dem Stephansstift in Hannover.

So sind beispielsweise das mittelfränkische Burgbernheim, das sauerländische Arnsberg und Lustenau in Österreich seit einigen Jahren "demenzfreundliche Kommunen".

Dort werden demenzkranke Menschen begleitet durch ein Netz von Hilfen und verständnisvollen Mitmenschen, die ihnen beim Leben mit ihrer Krankheit zur Seite stehen. "Wir müssen Menschen mit einer Demenz in unserer Mitte lassen, sie gehören zu uns", sagte der Sozialdemokrat Scherf während des Gottesdienstes.



Bundesweit sind nach Angaben der Deutschen Alzheimer-Gesellschaft etwa 1,6 Millionen Menschen von einer Demenzerkrankung betroffen (2016). Die meisten sind 85 Jahre und älter. Sofern kein Durchbruch in der Therapie gelinge, werde die Zahl bis zum Jahr 2050 auf rund drei Millionen steigen, hieß es. Als Demenz wird ein andauernder oder fortschreitender Zustand bezeichnet, bei dem die Fähigkeiten des Gedächtnisses, des Denkens und anderer Leistungsbereiche des Gehirns beeinträchtigt sind.

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