Holocaust-Gedenktag: Gabriel erinnert an NS-Morde

Am diesjährigen Holocaust-Gedenktag hat Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) an die von den Nationalsozialisten verfolgten und ermordeten Menschen erinnert. 73 Jahre nach der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz bleibe der bodenlose Abgrund des Menschheitsverbrechens der Nationalsozialisten nicht zu erfassen, erklärte Gabriel am Samstag in Berlin. Er rief dazu auf, Ausgrenzung, Hass und Antisemitismus entgegenzutreten und sich für Frieden und Menschenrechte einzusetzen.

"Der Schmerz um das, was Menschen anderen Menschen antun können und angetan haben, die Trauer und Erinnerung an alle, die ihrer Würde beraubt, um ihre Existenz gebracht, verfolgt, gemartert, gedemütigt, ermordet wurden, sind auf immer Teil von uns", so der Außenminister. Niemand könne das Rad der Geschichte zurückzudrehe, aber jeder aufgrund der Mahnung der deutschen Geschichte Verantwortung für die Zukunft übernehmen.

"In ganz besonderer Weise sind wir den Überlebenden und Zeugen verpflichtet", betonte Gabriel. Sie hinterließen nachfolgenden Generationen, den Nachkommen von Tätern oder Opfern, den Auftrag, ganz persönliche Lehren aus der Geschichte zu ziehen. "Es ist an uns, einzutreten gegen das Vergessen", so der SPD-Politiker.