EKD-Friedensbeauftragter fordert weltweites Atomwaffen-Verbot

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Atomwaffenverbot

EKD-Friedensbeauftragter fordert weltweites Atomwaffen-Verbot
Der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms, hat die Bundesregierung zu mehr Anstrengungen für ein weltweites Atomwaffen-Verbot aufgefordert.

Bei der bevorstehenden Abstimmung in der UN-Vollversammlung über die Einberufung einer "Konferenz zur Aushandlung eines rechtsverbindlichen Instruments zum Verbot von Atomwaffen" solle die Bundesregierung zustimmen und so ein deutliches Signal für atomare Abrüstung geben, erklärte Brahms am Mittwoch in Bonn.

"Es wäre eine gute Gelegenheit, deutlich zu machen, dass das immer wieder in Bundestagsbeschlüssen, Bundestagsreden und auch im aktuellen Weißbuch formulierte Ziel einer nuklearwaffenfreien Welt wirklich ernst gemeint ist", betonte Brahms, der auch der Leitende Geistliche der Bremischen Evangelischen Kirche ist.

Deutschland hatte bislang gegen die Aufnahme von Verhandlungen für ein internationales Kernwaffenverbot gestimmt und dies unter anderem mit den deutschen Verpflichtungen im Nato-Bündnis begründet. Brahms: "In meinen Augen wäre es aber ein deutliches Zeichen an die Weltgemeinschaft, wenn Deutschland dennoch der Aufnahme von Verhandlungen über ein Atomwaffenverbot zustimmen würde." Deutschland würde es gut anstehen, deutlich zu machen, dass die weltweite Ächtung von Atomwaffen, das erklärte Ziel deutscher Politik sei.

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