Kerkeling sagte dem "Tagesspiegel", jeder spüre den dramatischen Anstieg. Armut werde immer sichtbarer, "teilweise wirken die Szenen auf den Straßen fast schon mittelalterlich." Dies sei "der Bundesrepublik unwürdig", erklärte der 61-Jährige.
Zudem attestierte er ein Kippen von Gesellschaft und Politik "ins Extreme". Die politische Landschaft sei im Vergleich zum Jahr 2009, als er die Filmfigur eines Lokalreporters in der Komödie "Horst Schlämmer - Isch kandidiere" verkörpert hatte, "toxisch geworden".
Laut Senatssozialverwaltung lebten Anfang 2025 in Berlin 53.610 wohnungslose Menschen in Wohnheimen, Notübernachtungen und anderen Einrichtungen.
Schätzungen gehen außerdem von rund 6.000 Obdachlosen und mehr als 2.300 Menschen aus, die "verdeckt wohnungslos" sind und bei Angehörigen und Freunden unterkommen.
Nach einer Bedarfsprognose der Verwaltung vom Mai 2024 wird für 2028 von rund 100.800 Unterbringungsplätzen für Wohnungslose ausgegangen.


