Neuer Touristenseelsorger in Bad Kissingen

Diakon Maik Richter

© epd-bild/privat

Diakon Maik Richte ist Gästeseelsorger in Bad Kissingen

Kern der "Gemeinde-DNA"
Neuer Touristenseelsorger in Bad Kissingen
Neuer Gästeseelsorger Diakon Maik Richter seit Juli im Amt
Die Touristen- und Gästeseelsorge gehört für den neuen Bad Kissinger Gästeseelsorger Diakon Maik Richter zur "DNA" der evangelischen Gemeinde in der Kurstadt. Die Gemeinde wäre nicht in dieser Form entstanden und würde heute anders aussehen, "wenn die Kurgäste nicht auf einen evangelischen Gottesdienst bestanden hätten", so Richter.

Nach Richters Worten kommen zu den ungefähr 6.900 regulären Gemeindegliedern im jährlichen Durchschnitt noch einmal rund 2.300 Gäste hinzu. Die Touristen- und Gästeseelsorge sei ein wichtiges niedrigschwelliges Angebot, das auch notwendigen Sparrunden nicht zum Opfer fallen dürfe, sagte der Diakon.

"Ich bin seit 1. Juli hier - und schon in dieser kurzen Zeit hatte ich mehrere intensive Kontakte zu Menschen, die sonst gar keinen Kontakt mit Kirche haben", berichtete Richter. Für viele Menschen seien Urlaube, Klinik- und Reha-Aufenthalte sowie Kuren ein Zeitpunkt, ins Nachdenken zu kommen. "Und nicht wenige suchen das Gespräch, gerade weil sie wissen: Den Seelsorger werden sie danach nicht mehr wiedersehen", sagte Richter.

Das permanent "wechselnde Publikum" sei gerade in Pandemie-Zeiten auch eine besondere Herausforderung gewesen. In vielen Kirchengemeinden sei es schon schwer gewesen, während Corona Kontakt zu halten. In der Gästeseelsorge habe es deshalb über Monate einen großen zwangsweisen Stillstand gegeben. "Die Nachfrage steigt aber seit einiger Zeit wieder deutlich", sagte Richter. Als Folge der Pandemie seien auch neue Formate entstanden, weil bisher Gewohntes nicht mehr machbar war: "Zum Beispiel der neue spirituelle Spaziergang am Mittwoch."

In Bad Kissingen sind die Kur- und Klinikseelsorge auf der einen Seite und die Touristen- und Gästeseelsorge auf der anderen Seite noch einmal getrennt: "Auch wenn es natürlich keine starren Grenzen sind und es Überlappungen gibt", so Richter.

Bei 1,5 Millionen Übernachtungen pro Jahr sei das Feld ein Großes - und auch die Bedürfnisse in beiden Bereichen etwas anders gelagert, erläutert der 35-jährige Diakon. Nach Bad Kissingen wollte er nach seiner Zeit an der Dankes- und der Versöhnungskirche München, um "etwas Neues zu machen". Diese Herausforderung habe man als Gästeseelsorger fast jeden Tag.

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