Bischof Meister für ein Festhalten an Weihnachtsgottesdiensten

Landesbischof Ralf Meister

© Peter Steffen/dpa/picture alliance

Landesbischof Ralf Meister hält den Heiligabend-Gottesdienst in der Marktkirche. Meister erwartet, dass trotz der Corona-Pandemie Weihnachtsgottesdienste gefeiert werden können.

Bischof Meister für ein Festhalten an Weihnachtsgottesdiensten
Der evangelische Landesbischof Ralf Meister aus Hannover hat sich dafür ausgesprochen, trotz der Diskussionen um schärfere Maßnahmen zum Schutz vor Corona an den geplanten Gottesdiensten an Heiligabend festzuhalten: "Wir werden für die kommenden Wochen noch viel Kraft brauchen."

"Deshalb halten wir daran fest, auf stärkende Weihnachtsgottesdienste nicht zu verzichten", sagte Meister. Er ist Ratsvorsitzender der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen und zugleich Leitender Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD). "Die Möglichkeit, unter den geltenden Bedingungen Weihnachtsgottesdienste feiern zu können, wurde sorgfältig vorbereitet", unterstrich er. Dazu gehörten beständige Abstimmungen mit dem Krisenstab der niedersächsischen Landesregierung und sorgfältig ausgearbeitete Hygienepläne, für die Haupt- und Ehrenamtliche in den Kirchengemeinden viel Zeit und Kraft investiert hätten.

Dieses Verantwortungsbewusstsein habe auch die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina überzeugt, betonte Meister. Sie fordere in ihrer jüngsten Erklärung ganz bewusst keinen Verzicht auf Präsenzgottesdienste an Weihnachten. "Für sie gehören Kirchen zu den Institutionen mit den klarsten Infektionsschutz-Regeln, die sich zudem am engsten mit der Regierung abgestimmt haben." Die Leopoldina hatte empfohlen, das öffentliche Leben vom 24. Dezember bis zum 10. Januar weitgehend ruhen zu lassen.

"Wir setzen vor allem auf viele dezentrale, zeitlich kurze Angebote, die überwiegend draußen stattfinden, auch um einen Gottesdienst-Tourismus zu verhindern", sagte Meister. "Kirche ist vor Ort für die Menschen da, die Trost und Hoffnung suchen." Ganz besonders an Weihnachten seien die Kontaktbeschränkungen belastend: "Doch Leid braucht Trost, Dunkelheit braucht Hoffnungszeichen und Sorgen brauchen einen Ort, wenn wir eine kollektive Verzagtheit in unserer Gesellschaft verhindern wollen."

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