Solidarität mit Jüdischer Gemeinde Hamburg nach Attentat

Ein Schild mit der Aufschrift «Für eine offene und tolerante Gesellschaft - Antisemitismus hat hier keinen Platz»

©Jonas Walzberg/dpa

´Für eine offene und tolerante Gesellschaft - Antisemitismus hat hier keinen Platz": Ein Schild vor der Synagoge zeigt die Anteilnahme für den 26-jähriger Mann, der vor der Synagoge Hohe Weide in Hamburg mit einem Klappspaten schwer verletzt worden war.

Solidarität mit Jüdischer Gemeinde Hamburg nach Attentat
Nach dem Anschlag auf einen 26-jährigen jüdischen Studenten vor der Synagoge in Hamburg-Eimsbüttel hat sich das Interreligiöse Forum Hamburg am Montag bestürzt geäußert. "In Gedanken und Gebeten sind wir bei unseren jüdischen Geschwistern", sagte Hamburgs evangelische Bischöfin Kirsten Fehrs als Vorsitzende des Forums.

"Wir stehen zusammen gegen Antisemitismus und jede Form von Hassverbrechen", betonte Fehrs. Fast ein Jahr nach dem Anschlag von Halle zeige die Tat, wie verbreitet und wie gefährlich der Antisemitismus weiterhin ist.

Kristina Kühnbaum-Schmidt, Landesbischöfin der Nordkirche, twitterte: "Wir müssen immer wieder zusammenstehen gegen Antisemitismus - damit Jüdinnen und Juden in Sicherheit leben können!".

Im Interreligiösen Forum Hamburg wirken mit: Alevitische Gemeinde, Bahà'i-Gemeinden Hamburg, Buddhistische Religionsgemeinschaft Hamburg, katholisches Erzbistum Hamburg, evangelische Nordkirche, Hindus und Zentralrat der Inder, Jüdische Gemeinde Hamburg, die Schura (Rat der islamischen Gemeinschaften in Hamburg) sowie die Akademie der Weltreligionen.

Am Sonntagabend war ein 26-jähriger Mann vor der Synagoge Hohe Weide in Hamburg mit einem Klappspaten schwer verletzt worden. Die Polizei konnte den Täter fassen. Die Hintergründe der Tat sind noch nicht klar, wie die Polizei mitteilte.

Mehr zu Antisemitismus, Anschläge
Grab des jüdischen Musikwissenschaftlers Max Friedlaender auf Südwestkirchhof in Stahnsdorf, Brandenburg
Nach der umstrittenen Urnenbeisetzung eines Neonazis im früheren Grab des jüdischstämmigen Musikwissenschaftlers Max Friedlaender auf dem Südwestkirchof Stahnsdorf will die evangelische Kirche den Grabstein nun an anderer Stelle aufstellen.
Antisemitismus-Beauftragte der Bundesregierung Felix Klein im Gespräch mit gestikulierenden Händen
Wie umgehen mit judenfeindlichen Schmähplastiken aus dem Mittelalter an Kirchen wie in Wittenberg? Eine Tagung in Berlin suchte nach Antworten.