Ein Bagger steht dem Klimaziel im Weg

Friedhofsverwalter Matthias Habel auf dem Friedhof in Hamburg-Rahlstedt neben dem Friedhofsbagger.

© epd/Julia Fischer

Friedhofsverwalter Matthias Habel auf dem Friedhof in Hamburg-Rahlstedt neben dem Friedhofsbagger. In 2005 steckte sich das Friedhofsteam das Ziel, bis 2020 direkt kein CO2 mehr auszustoßen. Zu 95 Prozent wurde das Ziel erreicht – doch die letzten fünf Prozent sind kaum zu schaffen.

Ein Bagger steht dem Klimaziel im Weg
Fast wäre der Friedhof Rahlstedt CO2-neutral geworden
Nicht erst seit FridaysforFuture machen sich Menschen Gedanken darum, wie man den eigenen CO2-Ausstoß verringern kann. So zum Beispiel Matthias Habel und sein Team vom Rahlstedter Friedhofs in Hamburg. Doch manchmal ist es schwierig, einen Weg zu finden - selbst wenn man will.

Manche Entwicklung lässt sich einfach nicht 15 Jahre im Voraus vorhersagen. Im Jahr 2005 steckten sich der Leiter des kirchlichen Rahlstedter Friedhofs in Hamburg, Matthias Habel, und sein Team das Ziel, bis 2020 direkt kein CO2 mehr auszustoßen. Damals waren sie guter Dinge. Heute wissen sie, dass sie dieses Ziel zwar zu 95 Prozent erreicht haben - doch die letzten fünf Prozent sind kaum zu schaffen. Der Grund ist vor allem der Friedhofsbagger: ein 90 Zentimeter breites, zwei Meter hohes dunkelgrünes Ungetüm mit vier kräftigen Rädern und einer gewaltigen Schaufel.

Ein Friedhofsbagger ist kein normaler Bagger, eher "ein Nischenprodukt", sagt Habel. Er muss sehr schmal sein und aus bis zu drei Metern Entfernung sehr tief baggern können. In ganz Deutschland gibt es nur drei Hersteller. Einer davon war dabei, einen elektrisch betriebenen Friedhofsbagger zu entwickeln - mit Input der Rahlstedter Praktiker. Doch durch einen Verkauf des Unternehmens wurde das Projekt gestoppt. Habel musste seinen neuen Bagger mit Verbrennungsmotor anschaffen.

Auch andere Geräte, die für den Alltag eines Friedhofsgärtners unerlässlich sind, stehen dem Klimaziel noch im Weg. Profi-Rasenmäher und Kettensägen gibt es derzeit nur mit Verbrennungsmotor. Die kleinen Kipp-Laster, mit denen das Personal Grabsteine, Geräte und Pflanzen übers Gelände transportiert, gibt es zwar mit Elektromotor. "Aber die haben teils noch so viele Kinderkrankheiten, dass wir von weiteren Käufen erstmal abgesehen haben", so Habel. Also stehen noch drei Benziner auf dem Betriebshof.

In den ersten fünf Jahren war es leichter, den CO2-Ausstoß zu reduzieren, sagt Habel: Bis 2010 erreichte der Friedhof 65 Prozent. Die große Kapelle war energetisch renoviert, eine Photovoltaikanlage gebaut und der gesamte Betrieb auf "grünen" Strom umgestellt worden. "Wir sind stolz auf das, was wir seitdem geschafft haben, aber wir müssen zerknirscht zugeben, dass wir unser Ziel nicht komplett erreichen werden." Momentan verbraucht der Friedhof noch rund 2.000 Liter Diesel und 500 bis 1.000 Liter Benzin. Hinzu kommen 1.000 bis 2.000 Kilometer mit den Privat-Pkws der Mitarbeiter, denn der Friedhof besitzt kein eigenes Auto für Besorgungen außerhalb des Geländes.

Bildergalerie

Der Denkmal-Retter

Dieter Georg kratzt mit einer Wurzelbürste groben Dreck vom Grabmal-Relief..

Foto: Sandra Schildwächter

Dieter Georg kratzt mit einer Wurzelbürste groben Dreck vom Grabmal-Relief..

Foto: Sandra Schildwächter

Unzählige Male musste Dieter Georg mit der Wurzelbürste schrubben, bis der Grabstein frei von Moosen, Pilzen und Vogelkot war. Jahrzehnte hatte sich niemand um das Grab des 1914 ledig verstorbenen Berthold Schuster gekümmert. Bis Georg den Verfall der denkmalgeschützten Grabstätte auf dem <a href="https://friedhof-frankfurt.de/grabstaetten/grabpatenschaften/">Frankfurter Hauptfriedhof</a> nicht mehr hinnehmen wollte: 2002 schloss der damals 62-Jährige die Patenschaft für das Grab des Bankiers ab. Georg reinigte und sanierte es auf eigene Kosten - in dem Wissen, dass er und seine Ehefrau dort selbst einmal ihre Ruhestätte finden werden. Denn wer Grabpate wird, übernimmt nicht nur die Pflege, sondern erhält auch das Recht, die Ruhestätte nach dem Tod kostenlos zu nutzen. Mit dem vorhandenen Grabstein und dessen Inschrift muss sich der Pate allerdings arrangieren: Der bleibt. An den verstorbenen Grabpaten erinnert in der Regel eine auf dem Beet liegende Namenstafel.

Auf dem Familiengrab der Bankiersfamilie Kessler erinnern drei Kreuze und ein großes Marmorgrabmal an die Verstorbenen. Unter dem schwarzen Kreuz liegt Otto Busch begraben, Hauslehrer der Familie und Bruder des Karrikaturisten Wilhelm Busch.

Foto: Sandra Schildwächter

<p>Inzwischen hat der 78-Jährige die Patenschaft für zwölf Gräber übernommen. "Ich habe mich auf Marmorgrabmale spezialisiert", erklärt er. Neben der Grabpflege ist es für ihn aber genauso wichtig, zu wissen, wer die Person ist, die in dem Grab beerdigt wurde. Die Patenschaft für die Grabstätte der Frankfurter Bankiersfamilie Kessler hat der Rentner übernommen, weil er Fan von dem "Max und Moritz"-Erfinder Wilhelm Busch ist.</p>
Dem Karikaturisten und Dichter wurde zu Lebzeiten eine Romanze mit der Ehefrau von Herrn Kessler nachgesagt. "Platonische Liebe", meint Georg. Busch und Frau Kessler hatten sich ihm zufolge über den Bruder von Wilhelm, Otto Busch, kennengelernt. Dieser war bei der wohlhabenden Familie als Hauslehrer beschäftigt. Otto Busch wurde nach seinem Tod mit auf dem Grab der Kesslers bestattet - das schwarze Kreuz erinnert an ihn.

Dieter Georg zeigt auf das große Marmorgrabmal auf der Familiengrabstätte der Kesslers. Zwei Engel recken sich zum Relief des früh verstorbenen Sohn der Kesslers empor.

Foto: Sandra Schildwächter

Auf dem Kessler-Grab ist es der Grabstein des erstgeborenen Sohnes, der aus Marmor gefertigt ist. "Wenn man sich das Grab anschaut, sieht man, wie sehr die Familie getrauert haben muss", ist Georg überzeugt. Der Familienerbe Hugo Kessler starb 1905 im Alter von 20 Jahren. Warum, wusste Georg lange Zeit nicht. Die Antwort fand er bei Recherchen im Archiv der damaligen "Frankfurter Zeitung". In einer etwa hundert Jahre alten Ausgabe las Georg, dass Hugo Kessler im Main ertrunken war, nachdem sein Boot kenterte.

Mit seinem gelben Fahrrad fährt Georg um eine Kurve auf dem Friedhof. Seine Tasche mit dem Buch über seine Patenschaftsgräber trägt er auf dem Rücken, den Haltegriff des Eimers mit der Wurzelbürste hat er um den Fahrradlenker gehängt.

Foto: Sandra Schildwächter

Dieter Georg kennt fast jeden Winkel auf dem 70 Hektar großen Hauptfriedhof. Wenn er von Patengrab zu Patengrab radelt, grüßen ihn die Friedhofsgärtner. Der 78-Jährige wohnt nur fünf Minuten zu Fuß vom Friedhof entfernt. Bei gutem Wetter verbringt er bis zu sechs Stunden pro Woche bei "seinen" Gräbern. Radfahren ist auf dem Friedhof in der Regel nicht gestattet. Georg hat von der Friedhofsverwaltung allerdings eine Sondergenehmigung erhalten. "Ich bin nicht mehr gut zu Fuß unterwegs", erklärt er.

Der 78-Jährige lächelt in die Kamera. Er hat eine Halbglatze, Fältchen um die Augen und trägt ein kariertes Hemd.

Foto: Sandra Schildwächter

Mit zwölf Patengräbern hat er die Wahl der Qual. Trotzdem habe er nie daran gezweifelt, dass sein erstes Patengrab seine letzte Ruhestätte wird, erzählt er. "Meine Frau hat es ausgewählt. Der Stil ist einfach wunderschön." Auch habe er in das Grab die meiste Arbeit investiert: an dessen Sanierung feilte Georg fast einen ganzen Sommer lang. Sich zu Lebzeiten schon um sein eigenes Grab zu kümmern, stört den Rentner nicht. "Es ist ein beruhigendes Gefühl, weil ich auch etwas dafür getan habe." Auf seinen eigenen Tod bereite er sich mit den Grabpatenschaften allerdings nicht vor, betont er. "Ich sehe das als reine Natur und Historie. Ich recherchiere."

Georg hat auf Fotos den Zustand seiner Patengräber dokumentiert. Auf dem Foto zeigt er ein Bild eines Marmorengels, der vor der Patenschaft mit Grünbelag übersät war. Nach seiner Reingung ist der Marmor fast ganz sauber.

Foto: Sandra Schildwächter

<p>Der Vor- und Nachher-Effekt der Patengräber ist enorm. Seit 1997 haben rund 300 von 1.100 künstlerisch und historisch wertvollen Grabmälern auf dem Hauptfriedhof einen Paten gefunden. Für diese Gräber bestand kein Nutzungsrecht mehr: Angehörige wollten sich nicht um die Gräber kümmern oder es gab keine Verwandten mehr. Die Gräber fallen dann in die Verantwortung der Stadt Frankfurt. Die verfügt nach eigenen Angaben pro Jahr über sieben Millionen Euro für Ausgaben im Bereich des "grünpolitischen Wertes". Das Budget ist allerdings für die denkmalgeschützten Grabmäler sowie die Pflege ausgewiesener Grünflächen und Kriegsgräber gedacht.</p>
Bei der Instandhaltung der potenziellen Patengräber könne es zunächst nur um die Sicherstellung der Verkehrssicherheit gehen, erklärt die Stadt. Weitere Maßnahmen würden lediglich vereinzelt vorgenommen. Einige Gräber auf dem Hauptfriedhof sind allerdings in einem so schlechten Zustand, dass Patenschaften ausgeschlossen sind. Aber Paten aufgepasst: Rund 500 Gräber suchen noch jemanden, der sie pflegt - welche das sind, ist an einem blauen Schild auf den Gräbern zu erkennen. Paten brauchen Zeit, rät Georg. "Jeder entscheidet aber selbst, wie viel Mühe er investiert."

Der Marmorengel thront auf einem Grabstein. Die weiße Figur geht leicht in die Hocke, hat den Kopf gebeugt und streckt die Hand aus.

Foto: Sandra Schildwächter

Eines seiner Patengräber hat Georg seinem Sohn geschenkt: über dessen Grabstein ragt ein hockender Marmorengel. Dieser wacht über den Kunstschreiner Peter Friedrich Ditmar, der unter anderem Möbel für die jüdische Familie Rothschild und das britische Königshaus fertigte. Mit der Wurzelbürste an den Engelsflügel schrubbt allerdings Georg senior: Der Sohn des gebürtigen Frankfurters wohnt bei Offenbach.

"Über den Sternen wohnt der Friede" steht auf der Rückseite des Grabsteins eingraviert. Es folgt ein Gedicht "Wer hier ruhet, fraget nicht. Dir ist's ein fremder Ton. Die mich lieben finden mich Auch ohne Namen schon."

Foto: Sandra Schildwächter

"Wer hier ruhet, fraget nicht. Dir ist's ein fremder Ton. Die mich lieben, finden mich auch ohne Namen schon", steht eingraviert in dem Grabstein. Dass hier die zwei Ehemänner von Auguste liegen, wissen allerdings nur Kenner. Die vollständigen Namen der Männer fehlen auf dem Grabstein. "Mit Absicht", erklärt Georg. "Das Grab ohne Namen zeugt von einer tiefen Liebe, die zu der Zeit aber nicht ganz toleriert wurde." Auguste verliebte sich - erst kurz nachdem ihr Mann verstorben war - erneut. Sie heiratete Jakob, einen Tuchhändler aus dem Hunsrück. Ihre beiden Männer ruhen gemeinsam in einem Grab.

Vor einer der alten Friedhofsmauern steht eine Jesus-Figur. Grüne Pflanzen verdecken fast die Inschrift des Grabsteins.

Foto: Sandra Schildwächter

Hoch ragt die Jesus-Figur über die Friedhofsmauern. Sie wacht über das Grab der Familie Meuser, einer Frankfurter Dynastie von Geschäftsleuten. "Die Meusers waren sehr katholisch. Die Frau hat den Jesus zum Tod ihres Mannes anfertigen lassen", weiß Georg. Ihn selbst stimme die imposante Figur andächtig. Allerdings ärgert er sich auch bei dem Anblick seines Patengrabs. Denn der etwa zwei Meter hohen Figur fehlen drei Finger an ihrer ausgestreckten Hand. Vandalen haben nachts auf dem Friedhof mehrere Gräber geschändet, sagt Georg. Der Jesus-Figur hätten sie die Finger abgeschlagen.

Dieter Georg umfasst das etwa zwei Meter hohe Kreuz auf dem Grab des Zappel-Philipp Urbilds von Fabricus. Auf dem Grab erinnern zwei weitere ähnliche Kreuze und ein kleineres an die Verstorbenen.

Foto: Sandra Schildwächter

<p>Wenn Dieter Georg über das Grab von Philipp Julius von Fabricius spricht, leuchten seine Augen. Auch wenn es nicht das Grab ist, wo er seine letzte Ruhe finden möchte, ist es gewiss sein liebstes. Der auf dem Grab bestattete Arzt von Fabricius ist das Urbild des "Zappel-Philipps" aus dem Bilderbuch-Klassiker "Der Struwwelpeter" von Heinrich Hoffmann. </p>Dass der 1911 verstorbene von Fabricius das Urbild ist, entdeckte Georg nahezu zufällig: von Fabricius machte zu Lebzeiten nicht öffentlich, dass er das Urbild des Zappel-Philipps war. In einem Dokument verriet er allerdings sein Geheimnis. Das wichtige Detail blieb lange Zeit unentdeckt - bis Georg 2009 im <a href="https://www.struwwelpeter-museum.de/">"Struwwelpeter"-Museum</a> recherchierte: "Als ich die Verbindung herausgefunden hatte, war ich überwältigt."

Dieter Georg fährt auf seinem gelben Rad den Friedhofsweg entlang. Die Sonne scheint auf seinen Rücken.

Foto: Sandra Schildwächter

Zwanzig Minuten lief Georg als Jugendlicher vom Haus seiner Eltern zu dem seiner Freundin. Der kürzeste Gehweg führte direkt über den Hauptfriedhof. Heute ist Georg seit 58 Jahren mit seinem Mädchen verheiratet. Das Ziel seiner Radfahrten ist seit seinem Ruhestand meist der Friedhof. "Ich musste mir nie überlegen, was ich mit meiner Zeit anfange", sagt er lachend. "Wenn ich anfange über ein Grab zu forschen, ist es so, als würde ich in eine andere Welt eintauchen." Zu vielen Grabstätten hat Georg eine Geschichte, den Namen des Grabpaten oder historische Informationen parat. Ob er ein dreizehntes Patengrab sucht? Nein, sagt er bestimmt. Doch bei manchen Gräbern scheint es ihm allerdings in den Fingern zu jucken. Beim Spaziergang über den Friedhof kann er sich ein "ach, das hätte ich auch gerne" nicht immer verkneifen.

Aber zehn von 15 Fahrzeugen aus dem Fuhrpark fahren immerhin schon elektrisch. In der eigenen Kompostanlage werden jährlich 4.000 Kubikmeter Grünabfälle zu Muttererde verwandelt. Das Gießwasser kommt aus einem eigenen Brunnen in 63 Meter Tiefe. Das Gas für die Heizungsanlage und Kleingeräte wird zu 100 Prozent ökologisch gewonnen - aus Zuckerrüben-Abfällen. Für die Maßnahmen wurde der Friedhof mit dem "Ökoprofit"-Siegel versehen und ist seit 2017 Partner der Stadt Hamburg.

Der Rahlstedter Friedhof ist der viertgrößte in der Nordkirche. Dabei zählt nicht die Fläche (10,5 Hektar), sondern die Anzahl von 650 Bestattungen pro Jahr - freitags können das schon mal sechs Zeremonien sein. Insgesamt gehören 32 Mitarbeiter zu Habels Team. Der Wettbewerb unter den kirchlichen Friedhöfen im Norden ist hart, denn es gibt deutlich mehr Friedhöfe als Grabstätten tatsächlich benötigt werden. Das ökologische Profil in Rahlstedt soll durchaus ein Alleinstellungsmerkmal sein. "Aber man muss auch den inneren Antrieb haben", sagt Habel.

Der 41-Jährige ist gelernter Gärtnermeister und Betriebswirt. Er kennt sich aus mit aktuellen Diskussionen um den Einsatz von Glyphosat oder alternative Mobilität. Er hat ein ausgeprägtes ökologisches Bewusstsein, verteidigt diese Sicht aber nicht verbohrt, sondern bedenkt auch die Gegenseite. Er kennt und respektiert sowohl die Argumente der Landwirte als auch die der Umweltschützer.

"Bei manchen Mitarbeitern bin ich wohl der Ökospinner-Chef." Die würden das bei der Arbeit respektieren - privat fahren sie aber doch lieber SUV statt Fahrrad, sagt er, ganz ohne Vorwurf. Am Ende des Gesprächs verabschiedet er sich schnell, denn noch befindet sich der Vater zweier Kinder in Halbtags-Elternzeit. Er muss los, um die Kleinen von der Kita abzuholen - natürlich mit dem Fahrrad.

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