Geringe Bildung führt immer häufiger in die Armut

Eine junge Frau wischt in einer Schule mit einem Schwamm das Wort "Hauptschule" von einer Tafel.

Foto: dpa/Peter Steffen

Geringe Bildung führt immer häufiger in die Armut
Menschen mit geringer Bildung leben in Deutschland immer häufiger an der Grenze zur Armut oder darunter. Wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte, war 2014 jeder dritte Geringqualifizierte ab 25 Jahren armutsgefährdet.

Im Jahr 2005 habe der Wert noch bei 23 Prozent gelegen, im vergangenen Jahr seien es 31 Prozent gewesen.

In diese Gruppe fallen Menschen ohne Berufsausbildung, die höchstens einen Realschulabschluss besitzen. In Ostdeutschland ist ihre Armutsgefährdung mit 38 Prozent deutlich höher als im Westen. Hier lebten rund 30 Prozent der Geringqualifizierten über 25 an der Grenze zur Armut.

Besonders häufig sind auch Arbeitslose und Alleinerziehende arm. 58 Prozent der Erwerbslosen und 42 Prozent der Alleinerziehenden waren 2014 armutsgefährdet. Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit (33 Prozent) oder mit Migrationshintergrund (27 Prozent) müssen ebenfalls recht häufig mit geringen Mitteln auskommen.

Die Quote für das gesamte Bundesgebiet lag bei 15 Prozent. Insgesamt ist die Zahl nach Angaben des Bundesamtes in den vergangenen zehn Jahren mit leichten Schwankungen weitgehend stabil geblieben.

Als armutsgefährdet gelten nach einer Definition der Europäischen Union Menschen, denen weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens von Privathaushalten zur Verfügung steht.

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