Der Gesundheitsminister rät: Gehen Sie in die Kirche!

Hitzewelle
Der Gesundheitsminister rät: Gehen Sie in die Kirche!
Auch wer gar nicht gläubig ist, findet derzeit in den Kirchen zumindest Abkühlung.

Die Hitze der letzten Tage hat uns wohl allen ziemlich zu schaffen gemacht. Gut, momentan lässt es sich etwas besser aushalten, aber wir wissen alle, dass weitere Hitzewellen auf uns zukommen – auch hier in Deutschland. Der Süden Europas, die USA und sogar Teile Chinas stöhnen immer noch unter den hohen Temperaturen.

Gerade aus dem sonnigen Italien kommt jetzt ein unerwarteter Vorschlag von niemand Geringerem als Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach: Warum nicht Kirchen als Kälteräume nutzen? So schreibt er auf Twitter:

„Basilica di San Francesco (Siena). Wunderschöne mittelalterliche Bauweise, aber auch ein Kälteraum. Die Kirchen sollten in Hitzewellen als Kälteräume tagsüber offen sein und Schutz bieten.“

Coole Idee, im wahrsten Sinne des Wortes. Schließlich sind viele Kirchen, besonders die älteren Gemäuer, ohnehin täglich geöffnet. Die dicken Mauern und hohen Gewölbe sorgen für eine angenehme Speicherung der Kühle – ein wahrer Segen in dieser Hitze! Ob Sie nun spirituell veranlagt sind oder nicht, eine kurze Auszeit in einer solchen Kirche kann Körper und Seele gleichermaßen wohltun. Aus der Hitze der Stadt in die kühle, meist stille Kirche. Kühle Luft gibt’s für alle. Gratis.

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) ist von dieser erfrischenden Idee begeistert und ließ es sich nicht nehmen, via Twitter zu reagieren:

@Karl_Lauterbach rennt offene Türen ein. In unseren Kirchen sind alle willkommen, zum Gebet, zur Andacht, aber auch zum Schutz vor Hitze. Wo möglich, sind Kirchgebäude tagsüber geöffnet, und unter dem Motto „Offene Kirchen“ gibt es bereits Initiativen, noch mehr Kirchen zu öffnen.

Ja, mancherorts ist es nicht so einfach mit der Kirchenöffnung. Immer wieder kommt es zu Vandalismus, so dass Gemeinden genervt ihre Kirchen wieder zusperren. Schade. Aber gerade die großen Kirchen in den Innenstädten sind fast immer offen. Schauen Sie doch mal rein! Vielleicht finden Sie dort sogar mehr als nur Abkühlung für den Körper.

weitere Blogs

Akrobatische Aufführung in voller Kirche.
Über 250 Teilnehmende kamen in die Wiener Votivkirche, um den diesjährigen Queeren Kreuzweg „Fluchtweg“ mitzuerleben. Weitere Aufführungen in verschiedenen österreichischen Städten folgen.
Der bibelenthusiastische Teil der Christenheit kennt nicht nur Texte, die zu den verschiedenen Sonntagen gehören, sondern auch Bibelverse für die Woche, für den Tag, für das Jahr - und den Monat. Der Monat März 2026 hat als Vers: „Da weinte Jesus.“ (Johannes 11,35).
Eine Wiese mit Krokussen
Gestern war Vollmond - an vielen Orten Deutschlands bot sich ein beeindruckendes Bild, da der Mond in besonderer Größe zu sehen war. „Wurmmond“ wird dieser Mond vor dem Frühlingsanfang astronomisch genannt. Das klingt nicht schön, kommt aber aus indigenen Traditionen: Indigene Menschen stehen in enger Verbundenheit mit der Natur - und so beobachten sie, dass mit diesem Mond die Würmer wieder vermehrt aus der Erde kommen: Neues Leben bricht auf, die harte Zeit des Winters ist vorbei!