November im Mai

November im Mai

Ulrich Reitz soll als Chefredakteur der WAZ abgebaut werden. DMS beruft derweil 84 Stellen in Verlag, Druckerei und Verlag ab. Hamburger Abendblatt-Mitarbeiter können trotz neuer Funke-Zugehörigkeit Springers Welt zum Vorzugspreis abonnieren. Bei Le Monde rumort es. Und die "Weltwoche" mag merkwürdigerweise Edward Snowden nicht. Nur das deutsche Fernsehen kriegt sich immer erklärt.

Gestern noch auf stolzen Rossen. Als vor eineinhalb Jahren die Financial Times Deutschland eingestellt wurde, veranstaltete die Wochenzeitung Die Zeit eine große Umfrage unter führenden Zeitungsmenschen. Gefragt wurde etwa: "Was haben Sie in den vergangenen fünf Jahren falsch gemacht?" Und: "Was hat die Branche falsch gemacht?" Wobei nicht jede Gefragte auch auf jede Frage antwortete.

Von Ulrich Reitz, "52, Chefredakteur, WAZ", ist zum Beispiel nur eine Replik überliefert – die auf die Frage: "Wie kann guter Journalismus überleben?"

"Mit dem Mai statt dem November im Herzen. Mit der Lust, unser altes Metier weiterzuentwickeln – an einer schöneren Sprache zu arbeiten. Und unseren Lesern praktisch wie intellektuell durch ihr Leben zu helfen."

Antwortete Reitz poetisch-wolkig. Heute meldet Andreas Rossmann in der FAZ, dass Reitz an Hilfe und Weiterentwicklung zumindest als Chefredakteur bei der Funke-Gruppe nicht mehr beteiligt sein wird. Der WAZ-Chefredakteur soll abberufen werden. Als Grund ließe nach Rossmann vielleicht diagnostizieren: Zu viel Großpolitik statt Ruhrgebiet in der Feder.

"Ein Redakteur der 'WAZ' erzählte oft, dass sein Chefredakteur morgens aus dem Raum Düsseldorf, wo er wohnt, in die Tiefgarage des Pressehauses fahre – 'viel mehr nimmt der vom Ruhrgebiet nicht wahr'."

Der designierte Nachfolger, sollte es zur Abberufung kommen, verspricht da einen anderen Realitätsbezug. Rossmann:

"Andreas Tyrock, der ihm nachfolgen soll, dürfte die lokale und regionale Berichterstattung wieder stärken, wie er das in Bonn, wo er seit 2008 Chefredakteur des 'General-Anzeigers' ist, vorführt."

Ob es hilft, ist die große Frage. Denn das Geschickte an der Zeit-Umfrage war ja die Verknüpfung von persönlichen Irrtümern und Strukturwandel durchs Digitale ("Branche"). Insofern ist es schwierig zu sagen, welche Gründe heute für Ge- oder Misslingen von Printverkäufen ausschlaggebend sind – die Phrase vom Qualitätsjournalismus ist jedenfalls zu geräumig.

Anders gefragt: War das, was von Reitz bleibt als Blattpolitik, zu flau, um den Auflagenschwund zu stoppen oder der wahre Grund für die Misere?

"Zuvor hatte der gelernte Wirtschaftsredakteur in Essen den 'Content Desk' eingeführt, eine zentrale Mantelredaktion, die alle vier Ruhrgebietstitel – 'WAZ', „WR', 'Westfalen-Post' und 'Neue Ruhr-Zeitung' – beliefert. Achtzig Redakteure wurden dafür zusammengezogen, 330 Kollegen entlassen. Seit 2008 ist die Gesamtauflage, so ein Mediendienst, von 961 106 auf 634 547 Exemplare gesunken. Die Verluste liegen mehr als doppelt so hoch wie im Branchendurchschnitt und lassen sich nur teilweise mit der schrumpfenden Einwohnerzahl des Reviers erklären."

Diese Aussicht wird die Laune bei den gerade von Funke übernommenen Springer-Mitarbeitern des Hamburger Abendblatts ungemein heben.

"Als Funke-Geschäftsführer Manfred Braun vergangenen Montag das Abendblatt besuchte, kam er mit leichtem Gepäck. 'Die Chefredakteure unserer Blätter in Nordrhein-Westfalen, Thüringen, Braunschweig, Hamburg und Berlin werden in den nächsten sechs Monaten entscheiden, welche Seiten Sie künftig gemeinsam produzieren können', kündigt Braun an. Zugleich versprach er: 'Es wird nicht so sein, dass eine unserer Zeitungen einen nationalen Mantel für alle macht.' Eine verlegerische Strategie sei noch nicht erkennbar, klagt ein Abendblatt-Redakteur."

Schreibt TAZ-Hamburg-Redakteur Marco Carini. Der große Vorteil: Der Ex-Arbeitgeber lässt Wehmut nach alten, besseren Zeiten netterweise nicht erst aufkommen.

"Als kleinen Abschiedsgruß kündigte Springer den Abendblatt-Redakteuren erst einmal ihr kostenfreies Mitarbeiter-Abo der Welt, deren Lokalteil sie noch immer produzieren. Immerhin machte der Verlag seinen langjährigen Mitarbeitern ein großzügiges Angebot: Sie könnten die Zeitung fortan zu einem Vorzugspreis abonnieren."

Wer bestellt da nicht gleich zwei? Zum Problem der Zeitungskrisennarrative gehört zweifellos auch das "Noch nicht" des oben zitierten Abendblatt-Redakteurs, das ja immer von der Hoffnung getragen wird, der neue Verlag werde sich schon sehr genau überlegt haben, wie er die Zeitung wieder zu altem Ansehen und Wohlstand führt. Was aber, wenn es darum gar nicht geht, sondern der letzte Rest vom Schützenfest in den nächsten Jahren so lange runtergerockt wird, bis tatsächlich keine Gewinnmargen mehr erkennbar sind?

Ein Verlagshaus, das zumindest in seiner von außen wahrnehmbaren Zeitungspolitik tunlichst den Eindruck vermeidet, zu originell beziehungsweise offensiv mit den, wie wir Großstrategen sagen, Herausforderungen des Digitalen umzugehen, ist DuMont Schauberg (DMS).

Unlängst berichtete Anja Krüger für die TAZ aus Köln, dass DMS Anfechtungsklage gegen den gerade gewählten Betriebsrat eingereicht habe. Nun berichtet Anja Krüger für die TAZ aus Köln, dass DMS auf eine Entscheidung nicht warten will, weil der "Umbau" des Verlags weitergehen soll. So hat man sich auf eine Betriebsvereinbarung zur Abschaffung von 84 Stellen in Verlag, Druckerei und Verwaltung geeinigt:

"Die Betriebsvereinbarung, die der taz vorliegt, sieht einen Sozialplan mit Abfindungsregelung und die Einrichtung einer Transfergesellschaft vor. Wer mehr als fünf Jahre an Bord war und freiwillig geht, erhält danach einen Sockelbetrag von 25.000 Euro brutto plus 2.000 Euro pro Jahr der Betriebszugehörigkeit, Schichtarbeiter erhalten einen Zuschlag von 25.000 Euro."

Dass damit nichts gewonnen ist im Sinne einer längerfristigen Idee vons Ganze, kann man sich denken, Krüger schreibt es aber auch noch mal hin:

"Ein Ende des Stellenabbaus ist offenbar nicht in Sicht. Denn: Auch in den ersten Monaten des Jahres 2014 zeige sich keine Besserung im Anzeigengeschäft, schreiben Froben und Goßmann an die Mitarbeiter. 'Wir müssen deshalb auch in Zukunft prüfen, ob eine Nachbesetzung von durch Fluktuation frei werdende Stellen vertretbar ist', kündigen sie an."

Kleiner Trost: Auch in Frankreich ist Journalist nicht mehr die Berufsbezeichnung mit dem dicksten Selbstverständis. Rudolf Ballmer ebenfalls in der TAZ übers Rumoren bei Le Monde:

"Im März 2013 erst war die ehemalige Moskau-Korrespondentin Nougayrède als erste Frau mit fast 80 Prozent der Stimmen und von den rund 400 JournalistInnen an die Spitze der renommierten Zeitung gewählt worden. Schon wenige Monate später begann es in der Redaktion zu rumoren wegen des allzu eigenmächtigen Stils der neuen Leiterin und ihrer beiden Vizedirektoren. Im letzten Herbst berichtete bereits L'Express von einem gestörten Vertrauensverhältnis."

[+++] Auf eine andere Weise krisenhaft ist das deutsche Fernsehen. Und damit meinen wir nicht nur jene gestern hier angemerkte Rollenverteilung zwischen privaten und öffentlich-rechtlichen Sendern, die heute Hans Hoff in der Süddeutschen (S. 41) irritiert.

"Noch immer gibt es die Front zwischen Seriosität und Belanglosigkeit, allerdings scheinen die Parteien Plätze getauscht zu haben. Sehr schön konnte man das sehen, als das ZDF am Dienstag ein sogenanntes Duell zwischen Burger King und McDonald’s veranstaltete und im Großteil der Sendezeit kaum mehr lieferte als geschmäcklerische Zufallsbefunde, die zu Testergebnissen aufgeblasen wurden. Relevanz und Nachwirkung? Gleich null. Was ist los im deutschen Fernsehen, wenn ein Privatsender dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen vormacht, wie man Missstände aufdeckt und wirklich was auslöst?"

Ja, was ist da los? Könnten entsprechende Entscheider einmal auf einem medienpolitischen Podium diskutieren. Der ZDF-Film wird übrigens – nicht ganz klar, was das für ein Zusammenhang ist – auf der Internetseite der FAZ angefeatured – als eine Art kommentierte Mainzer Mediathek? Thorsten Keller bekommt den "Check" in den DMS-Medien derweil kaum reflektiert.

Das deutsche Fernsehen ist darüberhinaus in seinen fiktiven Produktion vom "Weltniveau" (DDR) weit entfernt. Wie das anders werden könnte, aber nie anders werden wird, demonstriert ein Interview, das Thomas Eckert und Joachim Huber für den Tagesspiegel mit den beiden neuen "Ein Fall für zwei"-Darstellern Antoine Monot Jr. und Wanja Mues geführt haben. Es lässt sich runterkürzen auf ein Dramolett vom Aufbruch in die Resignation.

So reagiert Monot durchaus nassforsch auf die erste Matula-Gedächtnisfrage:

"Nichts gegen Matula und Claus Theo Gärtner. Aber wir machen etwas ganz Neues. Ein Remake. Im Fachjargon: ein Reboot."

Klingt schick, weil's der neueste ökonomische Scheiß aus der Dauerverwertung von fünf Comic-Charakteren in Hollywood ist. Hellhörig wird man nur, wenn das Neue konkreter beschrieben wird:

"Neu ist unter anderem, dass wir beide als die Protagonisten eine sehr persönliche Beziehung haben, die auch die weiteren Folgen stark prägen wird. Die beiden waren in der Jugend beste frühe Freunde, haben sich aus den Augen verloren und treffen sich jetzt wieder."

Denn das ist ein Standard aus jedem Rosamunde-Lindström-"Tatort". (Fast rührend übrigens, wie Bernhard Honnigfort via DMS-Medien am Beispiel Leitmayrs eine Serialität in den "Tatort" einklagen will, die in den Produktionsabläufen nicht vorgesehen ist.) Die Frage, warum dann nicht gleich was Neues, hat sich also erübrigt, bevor Mues sie beantworten kann:

"Es ist überlegt worden. Es wurde auch überlegt, der Serie einen neuen Namen zu verpassen. Aber 'Ein Fall für zwei' ist eben Kult."

Gehörte zu diesem, in drei Teufels Namen, Kult dann aber nicht Matula? Und wie verträgt sich das Neue, das noch gar nicht Kult sein kann, mit dem Alten, das Kult ist? Mues:

"Ich glaube, wir haben einen guten Kompromiss gefunden. Nicht zu schnell und nicht zu langsam. Es gab Rohschnitte der neuen Folgen, in denen krachte es reichlich, wenn Sie so wollen auf amerikanische Art. Aber wir haben dann doch lieber darauf verzichtet. Erstens, weil wir nicht gleich mit der ersten Folge alle älteren Zuschauer verprellen wollten, und zweitens, weil es einfach nicht gepasst hat."

Herrlich. Eigentlich werden also nur die Gesichter ausgetauscht, was auch nur deshalb auffällt, weil bei diesem Austausch Matula dabei war, an dem die vorherigen Austäusche vorübergegangen waren. Wie schützt man sich da gegen Sentimentalität oder schlimmere Gefühle. Monot:

"Ich sehe das praktisch. Wir beide haben das Angebot bekommen, wir haben es angenommen. Und jetzt heißt es, nach vorne zu schauen und loszulegen."

Dafür nur die besten Wünsche.


Altpapierkorb

+++ Schön ist zudem, wie, um Ulrich Reitz noch mal zu zitieren, mai-haft Monots Verhältnis zum Arbeitgeber ist: "Ich finde geil, was das ZDF macht. Sonst hätten wir beide nie unterschrieben. Ich stehe zu 100 Prozent zu der Serie. Und ich bin wirklich stolz auf das Ergebnis." Hat so auch lange keiner gemeint. +++ Und Axel Ranisch im Artikel von David Denk in der SZ (Seite 41) kann so was nicht sagen. Spaßvögel würden behaupten: Das liegt ja auch daran, dass Ranischs Rolle in "Zorn" in einer ARD-Produktion stattfindet. Mördergag unter Gebührenzahlern, I know. "So froh Ranisch über die Rolle in Zorn ist, so ehrlich bewertet er den fertigen Film, mit dem er schon zufrieden sei, der ihn aber 'vor allem hinten raus, bei der Auflösung, wie schon das Buch, nicht völlig überzeugt' habe: zu viel Monolog, zu wenig Handlung. Während die meisten hauptberuflichen Schauspieler aus Angst vor Ächtung eher bei 'Berlin Tag und Nacht' mitspielen würden als öffentlich Kritik zu üben, kämpft Ranisch mit offenem Visier. Er hat nichts zu verlieren. Wenn er nicht mehr besetzt wird, macht er einfach weiter Filme nach seinem Geschmack." +++ Bei "Zorn" mit Mišel Matičević an der Seite von Ranisch (bzw. umgekehrt) wird erstmal getestet, ob eine Serie draus werden darf. Für den Anfang sorgt der Film schon Verwirrung wegen der Lokalisierung des Spielorts. Joachim Huber ist, vielleicht ein gutes Zeichen, im Tagesspiegel von der Darstellung der Stadt eher abgetörnt: "Mehr Leichen, mehr Blut, mehr Nacht, mehr Regen, und das alles in diesem Nicht-Ort Halle, wo sich die Abrissbirnen-Mentalität aufs Schlimmste mit Zorns Endzeitstimmung verbindet." In echt würde sich die stolze Saalemetropole aka Händelstadt mit allen Mitteln des Stadtmarketings wohl zur Wehr setzen gegen diese Qualifikation. +++ In der FAZ (S. 15) behauptet Uwe Ebbinghaus: "Tatort des Krimis ist Halle, das seit fast zwanzig Jahren fernsehkriminologisch verwaist war." Was leider nur stimmt, wenn man die Großzahl der Polizeiruf-Filme mit Jaecki Schwarz und Wolfgang Winkler nicht zählt, über die – trotz der Entfernung – sogar die FAZ berichtet hat. +++ Näher liegt für die bedeutende Frankfurter Zeitung freilich der eigene Zoo, aus dem Christina Hucklenbroich (Seite 15) schon von den Dreharbeiten eines kommenden Nico-Hofmann-Films informiert: "Die Szene, die gerade gedreht wird, zeigt den 65 Jahre alten Zoodirektor, wie er im Kreise seiner Mitarbeiter seine Pensionierung feiert. Es ist ein warmer Tag im April 1974, Tukur steht mit weißem Seitenscheitel und schwarzem Anzug vor dem großen Weiher, im Hintergrund die Fontänen und der Turm des Exotariums, auf dessen Dach sich Graureiher niedergelassen haben. Grzimek alias Tukur nimmt einen Blumenstrauß entgegen, dankt und lächelt, umarmt seine Sekretärinnen." +++

+++ In der Re:publica-Berichterstattung wird heut aufs Atmosphärische gesetzt. +++ Anna Lena Mösken in der Berliner: "Wischi ist zum ersten Mal auf der Re:publica, aber an seinem Handgelenk trägt er unzählige Bändchen, Eintrittskarten von anderen Konferenzen, auf denen sich all diese Leute aus dem Internet treffen: beim Kongress des Chaos Computer Clubs, zum Easter Hack am Osterwochenende, er geht auf Hackerpartys und Datenschutzdemos in ganz Deutschland. 'Man kann einfach nicht alles im Chat machen', sagt Wischi, während der 3D-Drucker hinter ihm surrend vor sich hin ruckelt, 'auch nicht, wenn man wie ich den ersten Laptop mit zwölf Jahren besessen hat.'" +++ Sebastian Leber im TSP: "Am meisten ist Yasmina Banaszcuk vom permanenten Gerede über die 'Freiheit des Internets' genervt, wobei nach Jahren des Diskutierens nicht einmal klar sei, worin diese Freiheit bestehen solle. Ihr komme es so vor, als meinten viele damit bloß die Möglichkeit weißer, deutscher Mittelschichtsmänner, auch im Urlaub ungestört ihre Mails abrufen zu können. Banaszcuk will heute reizen, kann sich aber vor Zuspruch kaum retten. 'Wir blenden die Lebensrealitäten ganzer Milieus aus.' Applaus." +++ Pascal Paukner für die SZ: "Das Duo [Jacob Applebaum, Lilian York] kommt dann zur eigentlichen Pointe, einer Forderung: Verschlüsselt euer digitales Leben. Das sei keine Privatsache, sondern Bürgerpflicht. Je mehr Leute verschlüsselten, desto teurer wird es für den Staat. So lautet die Gleichung, die zumindest in der Theorie zurück in die Wildnis führt. Auch Bild-Chef Kai Diekmann ist in diesem Jahr aus seinem Hochhaus rübergekommen, das ist ja auch das Mindeste für den voll digitalisierten Konzern, der Springer jetzt sein will." +++ Florian Zimmer-Amrhein für die FAZ: "Das Politisch dominiert auch auf den kleineren Nebenbühnen. Hier berichteten der russische Investigativjournalist Andrei Soldatov und die Online-Aktivistinnen Oksana Romaniuk aus der Ukraine und Alyona Popova aus Russland über die zunehmende Internetzensur durch die russischen Behörden. Als langjähriger Geheimdienstexperte legte Soldatov detailliert dar, wie der russische Geheimdienst FSB seit 2011 daran arbeitet, mithilfe des hauseigenen Überwachungssystems SORM und technischer Verfahren wie Deep Packet Inspection (DPI) den Datenverkehr in Russland systematisch zu filtern." +++

+++ ESC rückt näher und wird politischer, schreibt Holger Kreitling in Springers Welt: "Der ESC nimmt in diesem Jahr ohnehin einen Sonderweg. Es wird, das ist absehbar, politisch. Die lauten Buhrufe gegen Russland im ersten Halbfinale und der Applaus für die Ukraine waren deutliche Signale. Das ist neu – sowohl offene Unmutsbekundungen als auch politische Wertungen – und beherrscht die Debatten über den ESC seitdem." +++ Lukas Heinser ist schon ein paar Tage in "Bloggenhagen" am Start. +++

+++ "Müsste ein staatskritischer Journalist wie Köppel die Leaks von Edward Snowden nicht preisen und sehr aktiv über die Enthüllungen berichten?", fragt Ronnie Grob interessant auf Medienwoche.ch – und wundert sich, dass die "Weltwoche" anders als anderen Whistleblowern Snowden ablehnend gegenüber steht, wiewohl sich dessen Wahl des Libertären Ron Paul bei der Präsidentschaftswahl 2008 in die Nähe von "Weltwoches" Ein-und-Alles Christoph Blocher argumentieren ließe. +++ In der Berliner würdigt Torsten Harmsen ein Festival, das an den Radiosender DT 64 erinnert. +++

+++ Und was machen Harald Martensteins mit Spannung erwartete, tägliche Onlinekommentar-Kommentare auf zeitmagazin.de? Lassen noch auf sich warten, zumindest haben wir in der schicken, aber unpraktischen Kommentarfunktion nur Kommentare von anderen gefunden – etwa über die schicke, aber unpraktische Kommentarfunktion. "Vanessa Atalanta Vor 19 Stunden und 4 Minuten: "Die Übersichtlichkeit der Kommentarfunktion hier hält sich übrigens in Grenzen (Firefox, Mac). Es scrollt zwar putzig von allein und softet oben und unten niedlich ab, aber man kann nicht vernünftig lesen. Hat noch Verbesserungspotenzial." +++

Der Altpapierkorb füllt sich morgen wieder.

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