Beziehung und Familie

Guten Tag liebe Frau Klee!
Mein Freund und ich wollen bald heiraten. Er ist Tamile und seine Eltern sind Hindus. Der Hinduismus ist seiner Meinung nach sehr offen gegenüber anderen Religionen, da man dort ja auch mehrere verschiedene Götter haben darf. Er ist in Deutschland geboren und seine Eltern haben ihn schon als Kind im evangelischen Religionsunterricht angemeldet (damit er keine Freistunde hat und keinen Quatsch macht ;)) und er hat sogar bei der evangelischen Jugend mitgemacht, weil da alle seine Freunde waren und es ihm Spaß gemacht hat. Jetzt als Erwachsener geht er in eine Kirche oder Kapelle und betet zum lieben Gott wenn er ein Problem hat. Er könnte sich auch vorstellen, sich taufen zu lassen und kirchlich zu heiraten. Er fragt mich aber, ob es ein Problem mit dem ersten Gebot geben könnte “Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst nicht andere Götter haben neben mir." In seiner Familie stehen natürlich ganz viele Bilder von anderen Göttern herum und seine Eltern beten auch zu denen und das finden wir auch nicht schlimm oder so.
Ich könnte mir vorstellen, das Gebot ist so gemeint, dass man wenn es drauf ankommt, wissen soll wo man hingehört. Dass man z.B. wenn man gegen ein Gebot verstoßen, z.B. Ehe brechen will nicht einfach sagt, ja im Hinduistischen gibt es aber einen Gott, der hat zwei Frauen, also ist das okay. Also sich nicht einfach einen Gott aussucht, der einem gerade passt....
Oder wie sehen Sie das?
Könnten seine Verwandten, die natürlich alle Hindus bleiben, zur Hochzeit in die Kirche kommen, wenn sie das wollen?
Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort! Elisa