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Beziehung und Familie
Guten Tag liebe Frau Klee!
Mein Freund und ich wollen bald heiraten. Er ist Tamile und seine Eltern sind Hindus. Der Hinduismus ist seiner Meinung nach sehr offen gegenüber anderen Religionen, da man dort ja auch mehrere verschiedene Götter haben darf. Er ist in Deutschland geboren und seine Eltern haben ihn schon als Kind im evangelischen Religionsunterricht angemeldet (damit er keine Freistunde hat und keinen Quatsch macht ;)) und er hat sogar bei der evangelischen Jugend mitgemacht, weil da alle seine Freunde waren und es ihm Spaß gemacht hat. Jetzt als Erwachsener geht er in eine Kirche oder Kapelle und betet zum lieben Gott wenn er ein Problem hat. Er könnte sich auch vorstellen, sich taufen zu lassen und kirchlich zu heiraten. Er fragt mich aber, ob es ein Problem mit dem ersten Gebot geben könnte “Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst nicht andere Götter haben neben mir." In seiner Familie stehen natürlich ganz viele Bilder von anderen Göttern herum und seine Eltern beten auch zu denen und das finden wir auch nicht schlimm oder so.
Ich könnte mir vorstellen, das Gebot ist so gemeint, dass man wenn es drauf ankommt, wissen soll wo man hingehört. Dass man z.B. wenn man gegen ein Gebot verstoßen, z.B. Ehe brechen will nicht einfach sagt, ja im Hinduistischen gibt es aber einen Gott, der hat zwei Frauen, also ist das okay. Also sich nicht einfach einen Gott aussucht, der einem gerade passt....
Oder wie sehen Sie das?
Könnten seine Verwandten, die natürlich alle Hindus bleiben, zur Hochzeit in die Kirche kommen, wenn sie das wollen?
Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort! Elisa
Hallo Frau Klee,
ich (m/17) finde mich gerade in einer emotionalen Krise... Ich habe letztes Jahr entdeckt, dass ich Bi bin. Ich habe mich ausprobiert und mit 2 Typen getroffen. Ich hatte mit ihnen schon beim ersten Treffen sexuellen Kontakt ... Ich habe zudem auch mit mehreren Typen Nacktbilder ausgetauscht. Anfangs fand ich dies nicht schlimm, weil ich dachte Gott ist zufrieden, solange ich glücklich bin...
Mittelerweile bereue ich dies alles und würde mich als Sünder bezeichnen, da ich meine Homosexualität ausgelebt habe und zu schnell sexuell gehandelt habe. Und ich weiß, dass mein Handeln komplett falsch war und gegen Gottes Willen.
Mir geht es seit Wochen schlecht und habe starke Schuldgefühle und ein schlechtes Gewissen. Ich habe Angst, dass Gott mir nicht vergeben sollte... Ich glaube eigentlich nicht an eine Hölle, sondern nur an den Himmel, wo alle Menschen nach dem Tod hinkommen, da Gott jedem vergibt auch Sündern. Jedoch plagt mich doch ne Vorstellung, indem eine Hölle existiert und ich da hinein komme...
Ich hoffe Sie können mir irgendwie einen Rat geben . War mein Verhalten sündhaft? Und was soll ich tun? Ich kann irgendwie gerade nicht mehr. Meine Gedanken gehen nicht mehr aus dem Kopf und alles ... Ich wünschte ich könnte meine Taten ungeschehen machen...
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