Lutheraner: Protestantische Traditionen nicht verwässern

Lutheraner: Protestantische Traditionen nicht verwässern
Die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) warnt vor einer Verwässerung unterschiedlicher Traditionen im Protestantismus.

In Deutschland werde meist nur noch zwischen römisch-katholischen und evangelischen Gottesdiensten unterschieden, heißt es in einem am Dienstag in Hannover vorgestellten Liturgie-Thesenpapier des Dachverbandes. Dagegen trete die Differenz zwischen "lutherisch" und "reformiert" in den Hintergrund. Es wäre aber "geschichtsvergessen", wenn es keine Orte für die "je eigene konfessionelle liturgische Prägung" mehr gäbe.

Gottesdienste verkörperten "kirchliche Identität im Wandel der Zeit", erklärte der Leitende VELKD-Bischof Gerhard Ulrich in einem Vorwort. Gerade unregelmäßige oder seltene Kirchgänger seien auf der Suche nach dem liturgisch Vertrauten, heißt es in dem 20-seitigen Papier weiter. Es ist als Nr. 169 in der Reihe der "Texte aus der VELKD" erschienen.

Die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands ist ein Zusammenschluss der sieben Landeskirchen in Bayern, Braunschweig, Hannover, Mitteldeutschland, Norddeutschland, Sachsen und Schaumburg-Lippe. Die VELKD repräsentiert rund zehn Millionen Gemeindeglieder. Leitender Bischof ist Landesbischof Ulrich (Schwerin), stellvertretende Leitende Bischöfin ist Landesbischöfin Ilse Junkermann (Magdeburg). Das Amt der VELKD sitzt in Hannover.

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