Proteste gegen zunehmende Armut

Protestierende halten Transparente mit dem Hashtag #IchBinArmutsbetroffen bei einer Demonstration in Berlin

© epd-Bild/Christian Ditsch

Vor dem Roten Rathaus in Berlin Mitte halten Protestierende Transparente mit dem Hashtag #IchBinArmutsbetroffen.

Initiative zur Umverteilung
Proteste gegen zunehmende Armut
Unter dem Slogan "#IchBinArmutsbetroffen" haben Aktivisten in Berlin Unterstützung für Menschen mit niedrigen Einkommen angesichts steigender Energie- und Lebensmittelpreise gefordert. Auch in anderen Städten gab es Aktionen.

Ziel der Kundgebung sei es, die Betroffenen sichtbar zu machen, sagte eine Sprecherin der Gruppe, die die Aktion vor dem Roten Rathaus in Berlin koordiniert hatte, dem Evangelischen Pressedienst. Allein in Berlin seien 827.000 Menschen von Armut betroffen.

Die Stiftung "OneWorryLess" hatte angesichts steigender Energie- und Lebensmittelpreise bundesweit zu neuen Protesten für eine Umverteilung der vorhandenen Ressourcen aufgerufen. Neben Berlin waren auch Demonstrationen unter anderem in Hamburg, München und Köln geplant.

Durch die steigenden Preise wachse die Not der Armutsbetroffenen und erreiche auch Kreise, die sich bisher abgesichert fühlten, hieß es. Immer mehr Menschen könnten bereits am 10. des Monats nicht mehr ihre Lebensmittel, Hygieneartikel oder notwendige, zuzahlungspflichtige Medikamente bezahlen.

Die Initiative "OneWorryLess" mit Sitz in Amsterdam und Berlin wendet sich gegen die zunehmende Kluft zwischen Arm und Reich. Sie unterstützt Menschen, die auf Twitter unter dem Hashtag #IchBinArmutsbetroffen auf ihre Not aufmerksam machen.

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