Homosexueller Ex-Fußballprofi lässt sich taufen

Ex-Fußballprofi Marco Urban

© Stephan Röhl/Wikimedia

Ex-Fußballprofi Marco Urban, der sich 2008 als homosexuell outete, will sich nun in Berlin taufen lassen.

Diskriminierung queerer Menschen
Homosexueller Ex-Fußballprofi lässt sich taufen
Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz bittet um Vergebung wegen der Diskriminierung queerer Menschen. Eine entsprechende Erklärung will Bischof Christian Stäblein am Freitag stellvertretend für die gesamte Kirchenleitung abgeben. Ex-Fußballprofi Urban lässt sich nun taufen.

Ein Gottesdienst dazu findet am Vorabend des Christopher Street Days in Berlin statt. Dabei wolle sich der ehemalige Profi-Fußballer Marcus Urban taufen lassen, teilte die Landeskirche am Dienstag mit.

Der gebürtige Thüringer Urban spielte in verschiedenen DDR-Nationalmannschaften und war später Profifußballer bei Rot-Weiß Erfurt. Durch die Veröffentlichung seiner Biografie "Versteckspieler" outete er sich im Jahre 2008 als homosexuell. Urban ist heute unter anderem Sportbeauftragter im evangelischen Kirchenkreis Berlin Stadtmitte.

Wie die Landeskirche EKBO erklärte, will Landesbischof Stäblein in dem Gottesdienst am Freitagabend queere Menschen um Vergebung dafür bitten, dass sie im Kontext der Kirche diskriminiert und ausgegrenzt wurden. Der Gottesdienst in multireligiöser Gastfreundschaft am Vorabend des Christopher Street Days hat eine langjährige Tradition. Er findet seit 2012 in der Berliner St. Marienkirche statt, auch in diesem Jahr mit Vertreterinnen und Vertretern unterschiedlicher Religionen sowie aus Politik und Gesellschaft.

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Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz will sich in einer offiziellen Erklärung für die Diskriminierung und Ausgrenzung queerer Menschen in den eigenen Reihen entschuldigen.

Info: Gottesdienst am Freitag, 23. Juli, um 18 Uhr in der St. Marienkirche, Karl-Liebknecht-Straße 8, 10178 Berlin