Bedford-Strohm: Einheit der Kirchen nur durch Liebe möglich

Heinrich Bedford-Strohm

© epd-bild/Thomas Lohnes

Heinrich Bedford-Strohm ist überzeugt, dass dauerhafte Veränderungen allein durch Liebe bewegt werden.

Bedford-Strohm: Einheit der Kirchen nur durch Liebe möglich
Dauerhafte Veränderungen werden nach Überzeugung des EKD-Ratsvorsitzenden und bayerischen Landesbischofs Heinrich Bedford-Strohm allein durch Liebe bewirkt. Das gelte auch für die Einheit der Kirchen.

Das sagte Bedford-Strohm bei seiner Predigt zum 1001-jährigen Bestehen der Bamberger evangelischen Kirche St. Stephan am Sonntag laut Mitteilung. Die Nachfolge Christi sei der beste Weg, wie die getrennten christlichen Konfessionen wieder zu einer Kirche zusammenkommen und gemeinsam das Abendmahl feiern können.

Wer sich der Liebe Gottes geöffnet habe, sei in der Lage, aus Dankbarkeit mit denen zu teilen, die weniger haben, sei bereit, denen zu helfen, die hungrig sind oder noch keinen Impfstoff haben, sagte Bedford-Strohm weiter. Wer die Liebe Gottes gespürt habe, könne sich nicht mehr zufrieden geben mit der Trennung der Konfessionen.

St. Stephan ist die einzige jetzt evangelische Kirche in Deutschland, die von einem Papst geweiht wurde: Benedikt VIII. hatte im Jahr 1020 im Beisein des deutschen Kaiserpaares Heinrich II. und Kunigunde, die bis heute in Bamberg verehrt wird, St. Stephan geweiht. 1807 wurde das Gotteshaus evangelisch. Zum Festgottesdienst am Sonntag meldete sich erneut ein Papst zu Wort: Franziskus schickte einen Brief, den Erzbischof Ludwig Schick verlas.

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