Klimapilgerweg 2021 startet im polnischen Zielona Góra

„Ökumenischen Pilgerweg für Klimagerechtigkeit“ startet im polnischen Zielona Gora
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Unter dem Motto "Geht doch!" wollen die Teilnehmer auf dem Weg auf die Folgen des Klimawandels hinweisen.
Klimapilgerweg 2021 startet im polnischen Zielona Góra
77 Etappen in Polen, Deutschland, Niederlande, England und Schottland
Die beiden großen christlichen Kirchen und ihre Hilfswerke rufen auch in diesem Jahr zur Teilnahme am „Ökumenischen Pilgerweg für Klimagerechtigkeit“ auf. Der fünfte Klimapilgerweg startet am 14. August im polnischen Zielona Gora und führt ins schottische Glasgow, wo vom 1. bis 12. November die diesjährige Weltklimakonferenz stattfindet

Wie das Projektbüro in Schwerte am Mittwoch ankündigte, wollen die Teilnehmer auf dem Weg unter dem Motto „Geht doch!“ auf die Folgen des Klimawandels hinweisen und für eine Mobilitäts-, Agrar- und Ernährungswende werben.

Die 1.450 Kilometer lange Route führt demnach von Polen durch Deutschland, die Niederlande und England nach Schottland. 77 Etappen sind vorgesehen mit Halt in Städten wie Leipzig, Göttingen, Bielefeld, Enschede, Newcastle und Edinburgh. Die Wanderer laufen die ganze Strecke auf dem Festland und in Großbritannien zu Fuß. Den Kanal überqueren sie mit der Fähre. Am 29. Oktober sollen sie den Plänen zufolge Glasgow erreichen.

Alok Sharma, Präsident der diesjährigen UN-Weltklimakonferenz, erwartet die Klimapilger in Glasgow zur 26. Klimakonferenz vom 1. bis zum 12. November 2021.

Alle seien eingeladen, allein oder als Gruppe mit zu pilgern, hieß es. Sie könnten sich auch tageweise über ein Teilstück der Strecke anschließen. Auf dem zweieinhalb Monate andauernde Weg steuerten die Wanderer täglich Orte an, an denen die Gefährdung der Umwelt deutlich zutage tritt, aber auch Kommunen, die als Beispiel für nachhaltige Entwicklung stehen. Die Anmeldung zum Pilgerweg ist ab sofort online möglich.

Der ökumenische Pilgerweg für Klimagerechtigkeit ist den Angaben zufolge ein überregionales Projekt unter anderem von „Brot für die Welt“, Misereor, den 20 evangelischen Landeskirchen in Deutschland sowie katholischen Bistümern.

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<p>Seine barmherzige Geste ist zu einem Sinnbild für Mitgefühl und christliche Nächstenliebe geworden: Der Legende nach soll der heilige Martin als junger Soldat hoch zu Pferd einem frierenden Bettler begegnet sein. Er teilte daraufhin seinen Mantel mit dem Schwert und gab eine Hälfte dem Armen. In der darauffolgenden Nacht so, die Legende weiter, sei ihm im Traum Jesus erschienen, der das Mantelstück trug.</p>

<p>Geboren wurde Martin um 316 im heutigen Ungarn, als Bischof und Vorbild in der Nachfolge Christi ist er 397 im heutigen Frankreich gestorben. Sein Beerdigungstag, der 11. November, wurde zu seinem Namensfest. Heute wird die Szene mit dem frierenden Bettler am Martinstag in vielen Gemeinden nachgestellt, Kindern begleiten Sankt Martin mit Laternen.</p>

<p>Martin wurde zunächst Soldat in der römischen Armee, ließ sich christlich taufen, quittierte dann den Kriegsdienst, wie sein Zeitgenosse und Biograf Sulpicius Severus beschrieb. Er experimentierte mit einem Leben als Eremit, scharte bald andere um sich und legte mit seinen Einsiedlerkolonien an der italienischen Riviera und im französischen Ligugé den Grundstein zum abendländischen Mönchtum.</p>

<p>Als im Jahr 371 die Bürger von Tours ihn zu ihrem Bischof machen wollten, soll er sich zunächst gewehrt und versteckt haben. Als Bischof behielt er seinen einfachen Lebensstil bei, lebte in einer Hütte vor der Stadt. Daraus wurde im Lauf der Zeit wieder ein Kloster: Marmoutier. Nach seinem Tod erklärte der merowingische König Chlodwig (466-511) den beliebten Martin zum Schutzpatron des Königshauses und machte den legendären Mantel zur Reichsreliquie.</p>