Ökumenischer Kirchentag: Gesellschaft und Glaube als Schwerpunkt

ÖKT Leitwort „schaut hin“

ÖKT

Unter dem biblischen Leitwort „schaut hin“ sind rund 80 digitale Veranstaltungen auf dem ÖKT vom 13. bis 16. Mai geplant.

Ökumenischer Kirchentag: Gesellschaft und Glaube als Schwerpunkt
Gesellschaftlicher Zusammenhalt, globale Verantwortung und Glauben sollen auf dem 3. Ökumenischen Kirchentag (ÖKT) in Frankfurt am Main im Zentrum stehen. Unter dem biblischen Leitwort „schaut hin“ sind rund 80 digitale Veranstaltungen geplant, wie die Veranstalter angeben. Der ÖKT (13. bis 16. Mai) wird gemeinsam vom Deutschen Evangelischen Kirchentag und dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken veranstaltet. Aufgrund der Corona-Pandemie findet er digital und dezentral statt.

Am ersten Ökumenischen Kirchentag in Berlin 2003 hatten mehr als 200.000 Menschen teilgenommen, beim zweiten in München 2010 waren es mehr als 130.000. Wegen der Pandemie hat der Kirchentag für 2021 eine weitgehend neue Programmstruktur entwickelt. Es wird einen zentralen Live-Stream, ein Kirchentags-Studio, Workshops und on-demand-Angebote geben. Als Beispiele für prominent besetzte Veranstaltungen nennen die Veranstalter die erwarteten Beiträge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und die Dialogformate mit Kanzlerin Angela Merkel und Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg.

In andere Gesprächsrunden wollten sich die Bundesminister Jens Spahn (CDU) und Heiko Maas (SPD), die Grünen-Fraktionsvorsitzende im Bundestag Katrin Göring-Eckardt, der Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, Josef Schuster, und die Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor mit ihren Gedanken und Positionen einbringen. Dazu kommen Bibelarbeiten mit Prominenten wie Eckart von Hirschhausen, Margot Käßmann oder dem baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne).

Die einzigen Veranstaltungen, die wie bislang geplant mit Teilnehmern stattfinden, sind die konfessionellen Gottesdienste am Samstagabend und der Abschlussgottesdienst am Sonntag. Alle anderen Veranstaltungen finden ohne Publikum vor Ort statt. Ein besonderes Augenmerk liegt in diesem Jahr auf den Gottesdiensten am Samstagabend. Dort dürfen Teilnehmer auch an Mahlfeiern der jeweils anderen Konfession teilnehmen. Das war im Vorfeld theologisch diskutiert worden. Der Vatikan hatte seine Ablehnung dieser Praxis erklärt.

Zum dritten Mal findet ein Ökumenischer Kirchentag (ÖKT) statt. Schauplatz des christlichen Laientreffens vom 13. bis 16. Mai ist Frankfurt am Main, allerdings erstmals in der Geschichte der Katholiken- und Kirchentage als hybride Veranstaltung. Es wird kaum Programm vor Ort geben, stattdessen wird der ÖKT digital und dezentral organisiert. 

Das biblische Leitwort "schaut hin" ist die Richtschnur für die Programmgestaltung. Neben Kultur, Ökumene, Sterbehilfe oder sexuelle Gewalt sollen auch das Thema Impfgerechtigkeit und die Folgen einer globalisierten Wirtschaft eine zentrale Rolle spielen.

"Schaut hin" ist angelehnt an eine Bibelstelle aus dem Markus-Evangelium (Mk 6,38) im Neuen Testament. Es stammt aus der Erzählung über das Wunder der Brotvermehrung, der Speisung der 5.000 - einer der bekanntesten Geschichten der Bibel. Jesus schafft es darin, seine Anhänger mit nur fünf Broten und zwei Fischen zu verpflegen. Wörtlich ist das Leitwort nicht in der Bibel zu lesen.

Organisiert wird der 3. ÖKT gemeinsam vom Deutschen Evangelischen Kirchentag und vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken. Er wird repräsentiert von der evangelischen Präsidentin Bettina Limperg und vom katholischen Präsidenten Thomas Sternberg.

Das Programm des ÖKT digital und dezentral ist im Internet unter oekt.de/programm und ebenfalls in der kostenlosen ÖKT-App für iOS und Android verfügbar. Pfarreien und Gemeinden, Vereine, Verbände und andere Institutionen sind eingeladen, den ÖKT am jeweiligen Heimatort mit eigenen Angeboten zu feiern.

 

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