Jochen Arnold stellt sich als Bischofskandidat in Berlin vor

 Kirchenmusiker Jochen Arnold

© epd-bild/Rolf Zoellner

In Berlin hat sich der Hildesheimer Theologe und Kirchenmusiker Jochen Arnold Als Bischofskandidat vorgestellt.

Jochen Arnold stellt sich als Bischofskandidat in Berlin vor
Als letzter von drei Kandidaten für die Nachfolge des Berliner evangelischen Bischofs Markus Dröge hat sich am Sonntag der Hildesheimer Theologe und Kirchenmusiker Jochen Arnold vorgestellt. Der 51-jährige Direktor des Michaelisklosters Hildesheim, dem Zentrum für Gottesdienst und Kirchenmusik der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, predigte am Nachmittag im Gottesdienst in der Berliner Marienkirche am Alexanderplatz.
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In seiner Predigt rief der habilitierte Theologe die Christen zu Mut und Zuversicht auf. "Auch heute können wir mit dem Evangelium Grenzen überschreiten, Vertrautes verlassen und aufbrechen zu neuen Ufern", sagte Arnold. Das Evangelium habe Kraft für die Gestaltung einer gerechteren Welt: "Und das beginnt vor der eigenen Tür." Arnold warb dafür, dass Christen im eigenen Lebensumfeld "Brücken des Vertrauens" bauen und keine Angst haben "vor politischen Erdbeben in Europa".

Über die Nachfolge von Markus Dröge als Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz wird auf einer Synode am 5. und 6. April in Berlin entschieden. Stimmberechtigt sind 114 Kirchenparlamentarier aus der gesamten Landeskirche in Berlin, Brandenburg und Teilen Ostsachsens.



Dröges zehnjährige Amtszeit endet im Herbst, die Amtsübergabe ist für den 16. November vorgesehen.
Außer Arnold bewerben sich um seine Nachfolge auch Dröges jetziger Stellvertreter, Propst Christian Stäblein (51), und die hessische Theologin und Senderbeauftragte der evangelischen Kirchen beim Hessischen Rundfunk, Heidrun Dörken (56).

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