Laschet nimmt nicht an Moschee-Eröffnung mit Erdogan teil

Ditib-Moschee

Foto: dpa/Oliver Berg

Diedie Ditib-Moschee in Köln

Laschet nimmt nicht an Moschee-Eröffnung mit Erdogan teil
Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) nimmt definitiv nicht an der Eröffnung der Kölner Ditib-Moschee mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan teil. Jeder Staatsgast des Bundespräsidenten, der auch Nordrhein-Westfalen besuchen wolle, werde vom Ministerpräsidenten protokollarisch empfangen, stellte die Düsseldorfer Staatskanzlei am Mittwoch klar.

Der Ministerpräsident sei bereit, in internationalen Beziehungen den offenen Austausch und einen kritischen Dialog zu pflegen. "Eine gemeinsame Eröffnung der Kölner Ditib-Moschee erscheint dazu nicht der geeignete Ort zu sein", erklärte Regierungssprecher Christian Wiermer. "Dafür steht der Ministerpräsident nicht zur Verfügung."

Ein Besuch sollte Gelegenheit zum Austausch unterschiedlicher Ansichten bieten, hieß es. Mit Blick auf die besonderen Beziehungen zwischen NRW und der Türkei und der großen Zahl der aus der Türkei stammenden Menschen im Bundesland sollten zudem die Themen Religionsfreiheit und das friedliche Zusammenleben der Kulturen im Zentrum des Besuchs stehen. "Daran sollte sich auch das Programm orientieren, dessen Details nicht vorliegen", erklärte Wiermer.



Erdogan wird nach Angaben des türkisch-islamischen Verbands Ditib bei seinem Staatsbesuch in Deutschland in der kommenden Woche die Kölner Ditib-Zentralmoschee besuchen und offiziell eröffnen. Am Dienstag hatte der Verband angekündigt, dass an dieser Eröffnungsveranstaltung am 29. September auch Ministerpräsident Laschet teilnehmen wolle. NRW-Regierungssprecher Wiermer erklärte daraufhin, diese Meldung könne ausdrücklich nicht bestätigt werden.

Erdogan will bei seinem Deutschlandbesuch am Freitag und Samstag kommender Woche unter anderen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zusammentreffen.

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