Bis zu halbe Million Rentner in verdeckter Armut

Bis zu halbe Million Rentner in verdeckter Armut
Bis zu einer halben Million Rentner leben laut einem Bericht der "Welt am Sonntag" in verdeckter Armut. Sie bezögen keine Sozialhilfe vom Staat, obwohl sie unterhalb der Armutsgrenze von 750 Euro pro Monat lebten, meldete die Zeitung unter Bezug auf Schätzungen der Verteilungsforscherin Irene Becker.

Dem Bericht zufolge trifft dies auf mindestens 184.000, aber bis zu 494.000 Personen zu. Dabei handele es sich vor allem um Erwerbsminderungsrentner, die womöglich aus Scham oder Unwissenheit keine Grundsicherung beantragten. Darüber hinaus bezögen mehr als eine Viertelmillion Menschen mit geringer Erwerbsminderungsrente Leitungen aus der Grundsicherung.

In Deutschland gibt es nach Zahlen des Sozialverbandes VdK etwa 1,8 Millionen Erwerbsminderungsrentner. Diese Renten können unter bestimmten Bedingungen jene beziehen, die nicht bis zum regulären Rentenalter berufstätig sein können.



VdK-Präsidentin Verena Bentele kritisierte in der Zeitung, dass die Erwerbsminderungsrenten deutlich zu niedrig seien. "Es ist ein Skandal, dass Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen dauerhaft nicht mehr arbeiten können, in vielen Fällen direkt in die Armut rutschen", sagte sie.

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