EKD-Ratsvorsitzender: Kreuz ist Zeichen Christi

Kreuz im Gegenlicht

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Bedford-Strohm hebt hervor, dass das Kreuz für die Verwandlung der Logik der Gewalt und der Ausgrenzung in eine Logik der Liebe und der Gemeinschaft stehe.

Deutschland spricht 2019
EKD-Ratsvorsitzender: Kreuz ist Zeichen Christi
Zu Pfingsten hat der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, die religiöse Bedeutung des Kreuzes betont.

"Für uns als Christen ist das Kreuz nicht Gegenstand des Streites unterschiedlicher politischer Überzeugungen, sondern für uns ist das Kreuz das Zeichen unseres Herrn und Heilands Jesus Christus", erklärte Bedford-Strohm mit Blick auf die Debatte über die Bedeutung des Kreuzes in seiner am Freitag in Hannover veröffentlichten Pfingstbotschaft.

Das zentrale Symbol der Christenheit stehe "für die Verwandlung der Logik der Gewalt und der Ausgrenzung in eine Logik der Liebe und der Gemeinschaft", hob Bedford-Strohm hervor. Darin strahle es Humanität aus. Die bayerische Kreuz-Pflicht, wonach vom 1. Juni an im Eingangsbereich aller Dienstgebäude des Freistaats ein Kreuz hängen muss, hatte zuletzt für Diskussionen gesorgt.

Der Pfingstgeist sei ein so besonderer Geist, weil er von Kreuz und Auferstehung wisse, erklärte der Ratsvorsitzende, der auch bayerischer Landesbischof ist. "Er wirft ein Licht auf die Ganzheit, die durch die Zerbrochenheit hindurch die Kraft Gottes erfahrbar macht." Diese Ganzheit führe durch die "Dunkelheiten des Lebens" hindurch zum Licht.

Bedford-Strohm predigt am Pfingstsonntag in der St.-Matthäuskirche in München. Pfingsten wird etwa seit Ende des vierten Jahrhunderts 50 Tage nach Ostern gefeiert. In Erinnerung an die in der Bibel geschilderte Ausgießung des Heiligen Geistes auf die Menschen wird Pfingsten auch als "Geburtstag der Kirche" verstanden.

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