Tafel-Debatte: Göring-Eckardt fordert Entlastung für Familien

In der Debatte um die Essener Tafel fordert die Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt mehr Entlastung für Familien. "Die nächste Bundesregierung muss für mehr soziale Sicherheit in unserem Land sorgen und Menschen wirksam vor Armut schützen", sagte Göring-Eckardt den Zeitungen der Essener "Funke Mediengruppe" (Samstag).

Vor allem Familien mit Kindern müssten deutlich entlastet werden. Wer arbeitslos sei, müsse eine soziale Absicherung bekommen, die auch wirklich vor Armut schütze.

Menschenwürde gelte für alle, Not dürfe nicht nach Herkunft hierarchisiert werden, unterstrich Göring-Eckardt. Die Entscheidung der Essener Tafel, keine Ausländer mehr als Neukunden aufzunehmen, halte sie für falsch. Sie sei aber vor allem "ein Hilferuf von engagierten Freiwilligen, die dieser Not nicht mehr Herr werden, und keine rechte Meinungsmache". Göring-Eckardt begrüßte es, dass ein Runder Tisch eine Lösung suche will.



Der Essener Vereinsvorstand hatte seine Entscheidung damit begründet, dass der Anteil der Migranten unter den Kunden auf 75 Prozent gestiegen sei. Ältere Menschen und Alleinerziehende würden dadurch verdrängt. Die Entscheidung löste massive Kritik aus, stieß aber auch auf Verständnis. Am Donnerstag wurde bekannt, dass an der Marler Tafel bereits seit einem halben Jahr ein Aufnahmestopp für junge alleinstehende Männer aller Nationalitäten gilt. Grund ist dort, dass die Lebensmittel nicht mehr für alle Bedürftigen reichen.

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