Lagarde fordert mehr berufliche Chancen

Die Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, hat die neue Bundesregierung aufgefordert, die Chancen von Frauen und jüngeren Menschen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern.

Frauen müssten in den Arbeitsmarkt gebracht werden, "um dazu beizutragen, das Problem der alternden Gesellschaft zu lösen", sagte sie der "Süddeutschen Zeitung" (Samstag). In Deutschland gingen zwar mehr Frauen als früher arbeiten, aber meist in Teilzeit und zu niedrigeren Löhnen. "Auch das muss sich bessern", betonte Lagarde.

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Die Nominierung von Andrea Nahles für den SPD-Vorsitz sei für sie "wahrlich keine Überraschung", erklärte die IWF-Chefin. Es sei schon immer ihre Überzeugung gewesen, dass Frauen in schweren Zeiten gerufen würden: "Wenn die SPD jetzt endlich eine Frau nominiert, dann wohl deshalb, weil sie neue Energie braucht und wieder stark werden muss".