Kirchenleitende reisen nach Lettland

 Kathedralkirche der Evangelisch-Lutherischen Kirche Lettlands (lettisch: Latvijas Evaņģēliski Luteriskā Baznīca) und ist die größte baltische Kirche.

Foto: Stuart Edwards/wikipedia

Die Kathedralkirche der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Lettland ist die größte baltische Kirche.

Landesbischof Gerhard Ulrich, Leitender Bischof der VELKD, EKD-Ratsmitglied und Hamburger Bischöfin Kirsten Fehrs und Renke Brahms, Friedenbeauftragter des Rates der EKD, reisen in die lettische Hauptstadt Riga zu Reformationsveranstaltungen, ökumenischen Gesprächen und Gottesdiensten. Dabei geht es auch um die Frauenordination.

Die Deutsche Evangelisch-Lutherische Kirche in Lettland veranstaltet am Freitag, 17. März 2017, mit der Universität Lettlands eine internationale, interdisziplinäre Konferenz zum Thema: "Reformation in der heutigen Welt". An dieser Konferenz nehmen unter anderem Landesbischof Gerhard Ulrich, Leitender Bischof der VELKD, und Erzbischof Janis Vanags von der Evangelisch-Lutherischen Kirche Lettlands teil. Auf dem Podium soll das Thema "Die Reformation und Pluralität in der europäischen Gesellschaft" diskutiert werden. Es geht um: "Wer sind wir? Identitäten und Reformation", ist es möglich, Gemeinsamkeiten in der protestantischen Pluralität zu finden und welche Bedeutung die Reformation für die lettische und deutsche Identität heute hat. Auch die Frauenordination kann zum Thema werden. Am Vorabend der Konferenz ist in der Universität ein musikalisch-literarischer Abend "Die Lutherin" geplant.

Der "Europäische Stationenweg macht mit seinem Veranstaltungs-Truck am Samstag, 18. März 2017, auf dem Domplatz in Riga Station. Samgstagabend soll im Dom ein ökumenischer Gottesdienst gefeiert werden, an dem Renke Brahms, Friedenbeauftragter des Rates der EKD und Schriftführer der Bremischen Evangelischen Kirche und EKD-Ratsmitglied und Bischöfin Kirsten Fehrs aus Hamburg mitwirken werden. Am Sonntag, den 19. März, will Bischöfin Fehrs im deutschen Gottesdienst im Dom predigen.

"Gegenüber der Evangelisch-Lutherischen Kirche Lettlands (ELKL) wollen die Vertreterinnen und Vertreter der EKD die Position, die innerhalb der EKD zur Frauenordination und biblischer Hermeneutik vertreten wird, deutlich machen und sie theologisch begründen", teilt EKD-Pressesprecherin Kerstin Kipp mit. "Sie werden kritisieren und bedauern, dass die ELKL mit der Entscheidung ihrer Synode im Juni 2016, Frauen durch eine Verfassungsänderung vom geistlichen Amt auszuschließen, in Widerspruch zu den Entscheidungsprozessen im Lutherischen Weltbund und in der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa tritt", fügt Kipp hinzu und ergänzt: "Gleichzeitig werden sie betonen, dass ihre Anwesenheit dokumentiert, dass die EKD und die EKD-Gliedkirchen den Gesprächsfaden zur ELKL halten wollen."

Die EKD begrüße zudem, dass die Theologische Fakultät der Universität Lettlands, die Deutsche Evangelisch-Lutherische Kirche in Lettland und der Verband Lutherischer Theologinnen in Lettland das Forschungsprojekt "Frauen auf den Wegen der Reformation" auf den Weg gebracht habe, das die "Geschichte von Frauen in den protestantischen Bewegungen und ihre Bedeutung für die Kultur Lettlands" erforsche und dessen Ergebnisse im Herbst 2017 publiziert werden sollen.