Kirchenvertreter mahnen Hilfe für verfolgte Christen an

Kirchenvertreter mahnen Hilfe für verfolgte Christen an
Der westfälische Altpräses Alfred Buß hat zur Solidarität mit verfolgten Christen weltweit aufgerufen. "Ihr Schicksal muss uns aufrütteln", sagte er am Samstagabend im "Wort zum Sonntag" in der ARD. "Wir dürfen sie nicht im Stich lassen."

Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit seien heute zwar ein Menschenrecht, aber längst nicht durchgesetzt, sagte Buß aus Anlass des Gebetstags für bedrängte und verfolgte Christen in aller Welt. Buß, der von 2004 bis 2012 an der Spitze der Evangelischen Kirche von Westfalen stand, rief zu einem respektvollen Umfang mit Menschen anderen Glaubens oder anderer Weltanschauungen auf.

Nach Ansicht der Hamburg-Lübecker Bischöfin Kirsten Fehrs müssen die Kirchen in Deutschland sich stärker für christliche Flüchtlinge einsetzen. "Mich beschäftigt schon länger, ob und wie wir als Kirchen viel aktiver auf unsere Glaubensgeschwister zugehen können", sagte die evangelische Theologin am Sonntag in der Hamburger Hauptkirche St. Michaelis.

Die Kirchengemeinden sollten in die Flüchtlingsunterkünfte gehen und christliche Flüchtlinge gezielt zu ihren Gottesdiensten einladen, sagte Fehrs. Die Bischöfin verwies auf Hamburger Gemeinden, die bereits ihre Kirchen für Gottesdienste afrikanischer oder nahöstlicher Christen zur Verfügung stellen. 

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