600 Jahre Konstanzer Konzil - Folge 2

Arnd Brummer in Konstanz

Foto: Screenshot

Die Türen des Konstanzer Münsters fielen dem Bilderstrum der Reformation nicht zum Opfer. Arnd Brummer erzählt im Videoblog, was passierte.

Deutschland spricht 2019
600 Jahre Konstanzer Konzil - Folge 2
Zwei Päpste, die einander bekämpfen, Kardinäle, die weder mit dem einen noch mit dem anderen einverstanden sind und deshalb einen dritten wählen: Ende des 14. Jahrhunderts ist die katholische Kirche tief gespalten. Man spricht vom abendländischen Schisma. König Sigismund beruft ein Konzil nach Konstanz ein, um die Einheit wiederzugewinnen und mit Irrlehren aufzuräumen. Es tagte vor genau 600 Jahren, von November 1414 bis April 1418. Arnd Brummer, Chefredakteur von chrismon, besucht die Stätten des Konzils und erzählt Geschichten rund um die turbulente Veranstaltung und ihre Folgen.

6: Nationes: ein schwieriger Begriff

Eine Nation - Eine Stimme: Eine Erfindung, die auf dem Konstanzer Konzil entstand. Um die Übermacht der stimmberechtigten Kirchenoberhäupter aus Italien auf dem Konzil einzuschränken, wurde der Begriff der Nation kreiert. Die Zusammensetzung richtete sich allerdings weniger nach Herkunft oder Sprache, sondern nach den Herrschaftsgebieten der jeweiligen Könige...

Arnd Brummer

 

7: Bildersturm der Reformation

Gut 100 Jahre nach dem Konstanzer Konzil wurde Konstanz protestantisch, aus dem Konstanzer Münster - Schauplatz des Konzils - wurde eine protestantische Stadtkirche. Mit der oberdeutschen Form der Reformation ging auch ein Bildersturm einher. Warum blieben trotzdem Teile der künstlerischen Ausgestaltung erhalten...?

 

8: Das evangelische Konstanz und die Habsburger Rekatholisierung

Nur 21 Jahre lang war die freie Reichsstadt Konstanz evangelisch. Dann griffen die Habsburger ein. Diese wollten nicht hinnehmen, dass Konstanz zum Bund der Eidgenossen dazu gehören wollte, so wie das Zürich Zwinglis. Die Gegenreformation erfolgte mit militärischen Mitteln...

Arnd Brummer

 

9: Ignaz Heinrich von Wessenberg: ein unruhiger Geist

Ignaz Heinrich von Wessenberg war Bischof des damals größten deutschen Bistums: des Bistums von Konstanz. Er war gebildet, beliebt - und er hatte reformatorische Ideen: Zum Beispiel Messen in deutscher Sprache. Für Rom bedeutete das, dass etwas gegen ihn unternommen werden musste...

Arnd Brummer

 

10: Die Altkatholiken: Gestern und Heute

Siebzig Prozent der Konstanzer Bürger gehörten nach 1870 zu den Altkatholiken. chrismon-Chefredakteur Arnd Brummer erklärt, wie das kam - und wie sich das "religiös unruhige Pflaster" Konstanz bis heute entwickelt hat.

Arnd Brummer

Diese Videokolumne bsteht aus zwei Folgen und zeigt zehn Videos. In der ersten Folge geht es um: "Das Abendländische Schisma", "Sigismund von Luxemburg: ein geschickter Diplomat?", "Die Konzilstheologie als Mutter der Demokratie?", Martin Luther: "Auch Konzilien können irren" und "Jan Hus: Vordenker der Reformation".