ChatGPT hat die Weltreligionen verstanden

Künstliche Intelligenz und Religion
ChatGPT hat die Weltreligionen verstanden
Das kommt heraus, wenn man den Chatbot befragt ...

ChatGPT ist derzeit wirklich in aller Munde. Auch hier im Blog war schon die Rede davon. Ein faszinierendes Tool mit durchaus ernsthaften Kinderkrankheiten. Insbesondere mit dem Hang, „Fakten“ einfach zu erfinden, das aber so überzeugend darzustellen, dass selbst Fachleute es manchmal nicht merken. Auch die KI-Bildgenerierung ist auf einem Level angelangt, der geradezu beängstigend ist. Vielleicht haben Sie das Bild von Papst Franziskus in einer weißen Daunenjacke gesehen, das in den letzten Tagen auf Social Media rumging – es ist von einer KI generiert.

Dennoch: Es gibt Verwendungszwecke, für die der Chatbot hervorragend geeignet ist. „Schreibe eine freundliche, nichtssagende Absagemail“ beispielsweise. Oder: „Fasse die Aussagen von X kurz zusammen“. Neulich habe ich mir von ChatGPT die einzelnen politischen Phasen des StarWars-Universums erklären lassen und blicke jetzt deutlich besser durch.

Dr. Michael Blume, unter anderem Beauftragter der Landesregierung Baden-Württemberg gegen Antisemitismus, machte nun in seinem (auch sonst sehr lesenswerten!) Blog „Natur des Glaubens“ auf einen Versuch aufmerksam, auf den ich ehrlich gesagt auch selber hätte kommen können – bin ich aber nicht:

Der katholische Instagrammer Felix Kramm hat ChatGPT einfach mal die Grundaussagen der heiligen Schriften verschiedener Weltreligionen so lange zusammenfassen lassen, bis quasi die Essenz des Glaubens in einem einzigen Satz zu lesen war. Und, bei aller Skepsis gegenüber Künstlicher Intelligenz: Das bringt es schon ziemlich gut auf den Punkt. Ob Buddhismus, Islam, Judentum oder Christentum: Jede große Religion ist treffend in einen Satz gepackt, auch wenn natürlich sehr viele andere Aspekte dafür unberücksichtigt bleiben müssen. Ob sich Theologinnen und Theologen so prägnante Zusammenfassungen zugetraut hätten?

Der Kern des Bibel ist laut ChatGPT übrigens sehr einfach: „Die Bibel verkündet Gottes Liebe.“

Amen.

Eigentlich wollte ich hier enden, doch die Überlegung, was darüber hinaus wichtig wäre, hat mich nicht losgelassen. Darum habe ich ChatGPT um eine Ergänzung gebeten. Ich lasse die mal einfach so hier stehen. Über Punkt 7 müssen wir nochmal reden.

In einem anderen Chat hast du die Grundaussage der Bibel sehr treffend in einem Satz zusammengefasst. "Die Bibel verkündet Gottes Liebe". Nenne mir zehn Sätze, die darüber hinaus wichtig wären, um weitere Grundaussagen der Bibel zu verstehen.

Gerne! Hier sind zehn weitere Sätze, die dazu beitragen können, die Grundaussagen der Bibel zu verstehen:

  1. Die Bibel beschreibt die Schöpfungsgeschichte und den Fall der Menschheit in Sünde und Trennung von Gott.
  2. Die Bibel lehrt, dass Gott sich den Menschen offenbart hat und durch Propheten und Schriftgelehrte gesprochen hat.
  3. Die Bibel verkündet das Kommen des Messias, der die Welt erlösen wird.
  4. Jesus Christus ist der Sohn Gottes, der Mensch wurde und am Kreuz starb, um die Sünden der Menschheit zu tragen.
  5. Durch den Glauben an Jesus Christus und seine Erlösung können Menschen gerettet werden und in eine Beziehung mit Gott eintreten.
  6. Die Bibel lehrt die Existenz von Himmel und Hölle, und dass es eine endgültige Abrechnung geben wird.
  7. Die Bibel fordert Christen auf, Gott zu lieben und ihren Nächsten zu lieben wie sich selbst.
  8. Die Bibel enthält moralische und ethische Lehren, die Christen zu einem Leben in Übereinstimmung mit Gottes Willen anleiten.
  9. Die Bibel betont die Bedeutung von Gebet, Gemeinschaft und Gottesdienst für das geistliche Wachstum.
  10. Die Bibel hat eine universelle Bedeutung und ist für alle Menschen bestimmt, unabhängig von ihrer kulturellen oder ethnischen Herkunft.

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