Der Heilige Geist als Wasserschaden

Ökumenekirche Mannheim
Der Heilige Geist als Wasserschaden
Wie der Alptraum jeder Gemeinde zum Traum wurde

Wasserschaden! Der Alptraum eines jeden Gemeindeleiters, einer jeden Gemeindeleiterin! Die Thomaskirche in Mannheim wurde gleich zweimal in einem Jahr davon heimgesucht. 2009 war das. Die Gemeinde kam bei der katholischen Schwestergemeinde St. Pius unter, mit der sie schon seit langem eine ökumenische Verbundenheit verband. Klar, solche „Simultankirchen“ gab und gibt es immer wieder mal.

Doch die beiden Gemeinden vertieften ihre Verbundenheit immer weiter. Bauten gemeinsam einen Kindergarten, legten die Pfarrbüros zusammen. So entstand das „Ökumenische Zentrum Neuostheim“, im Zentrum die St. Pius-Kirche, die nun allerdings auch renovierungsbedürftig war.

Nun teilen sich die beiden Gemeinden einen Gottesdienstraum. Der neue Altar besteht aus dem gemahlenen Stein der beiden ehemaligen Altäre. Der Taufstein, das verbindende Element aller Christinnen und Christen, steht zentral in der Mitte.

Noch geht nicht alles gemeinsam – bei ökumenischen Gottesdiensten kann offiziell weiterhin kein Abendmahl gefeiert werden. Aber sehr vieles ist möglich. Gemeinsam.

Meist wird der Heilige Geist ja als Feuer dargestellt. Aber vielleicht ist er manchmal auch Wasser? Und vielleicht ist ein Wasserschaden auch nicht immer etwas Schlechtes. Jedenfalls nicht auf lange Sicht.

Herzlichen Glückwunsch und Gottes Segen dem neuen ökumenischen Zentrum!

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