Eine Kirche aus Schnee

Winterkirche mal anders
Eine Kirche aus Schnee
Auch die Niederlande sind eingeschneit. Dafür haben sie für kurze Zeit eine Kirche mehr ...

Es ist Winter. Es schneit. Ziemlich heftig sogar. Nicht nur in Norddeutschland, auch in den Niederlanden liegt deutlich mehr Schnee als in den vergangenen Jahren üblich.

Und wie so üblich, fangen die Menschen an, alles mögliche aus Schnee zu bauen: Schneemänner und Schneefrauen, das vor allem. Iglus vielleicht. Oder eben ... eine Kirche. Im kleinen Dorf Tull en het Waal bei Houten in den Niederlanden haben Anton und Naomi van der Vlist eine Schneekirche gebaut. Gerade Mauern, durchgebrochene Fenster, sogar eine Decke aus Holzbrettern, auf die dann das Dach aufgebaut wurde. Und natürlich: Ein Turm dabei. Sieht sehr schön aus und hat sogar eine gewisse Ähnlichkeit mit der örtlichen reformierten Kirche.

Während anderswo Gemeinden in „Winterkirchen“ (Gemeindehäuser) ausweichen, um Heizkosten zu sparen, wäre das mit dem Heizen hier natürlich eher unpraktisch. Um hier mit der ganzen Gemeinde Gottesdienst feiern zu können, ist sie aber vielleicht ein bisschen zu klein – auf einem Foto steht der Erbauer neben der Kirche und lehnt lässig seinen Arm ans Dach, nur der Turm ist etwas höher als er selbst. Kindergottesdienst würde vielleicht noch gehen.

Trotzdem: Eine richtig nette Aktion! Schade eigentlich, dass sie so vergänglich ist. Aber wie sagte schon Luther: „Wenn ich wüsste, dass morgen Tauwetter ist, würde ich heute noch eine Schneekirche bauen“. Oder so ähnlich. Also, raus in den Schnee!

Fotos finden Sie in diesem Facebook-Post des Gemeinderatsmitglieds (wethouder) Wouter van den Berg.

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