Lachende sind leicht wie Engel

Lachende sind leicht wie Engel

Rämmtätäää Rämmtätää wumms rumms rumms. Helau und Alaaf! Die närrische Zeit hat uns wieder. Manche, gerade in der Kirche, sehen das sehr kritisch. Dieses Gesaufe, dieses oberflächliche Lachen, gar kein Ernst steckt da drin, so sagen sie. Und überhaupt haben doch schon im Mittelalter viele bedeutende Theologen gemeint, Jesus habe nie gelacht.

Zum Glück gibt es auch andere. Einen davon, aus dem kölschen Karneval, finde ich wirklich faszinierend. Von Hauptberuf ursprünglich katholischer Diakon, steht er im Karneval als „bergische Jung“ auf der Bühne und bringt die Menschen zum Lachen. Aber eben nicht nur einfach so, sondern mit einer wunderbaren, tiefen, ernsthaften Motivation: Unsere christliche Botschaft soll doch etwas Befreiendes sein, nichts Miesepetriges! Der „bergische Jung“ bringt dabei durchaus auch religiöse Themen auf die Bühne. Manchmal, da wird seine Büttenrede für Momente zu einer beeindruckenden Predigt. Da kann man im Publikum die berühmte Stecknadel fallen hören. Ein kleiner Witz, ein befreiendes Lachen: So kann Glaube sein. Manchmal wird es auch sehr, sehr ernst, wie in seinem "Wort zum Samstag" zum Thema Haiti.

Viel gibt es nicht von ihm im Internet zu sehen, und das ist auch gut so. Wo wäre der Witz seiner Auftritte, wenn alle sie schon vorher sehen könnten? Jeden Samstag um 11:11 Uhr aber kommt sein „Wort zum Samstag“ im Kölner Domradio.

Lachen befreit. Auch unser Glaube soll etwas befreiendes sein. So gehören Humor und Glaube, wie ich finde, unbedingt zusammen. Oder mit den Worten, mit denen Willibert Pauels, der „bergische Jung“, seine Auftritte abschließt: 

Humor ist ein Teil der Religion. Nur innerere Freiheit von allen Sachen befähigt uns, sie zu belachen. Der Rheinländer hat das längst im Blut, der sagt, die Hauptsach ist, das Herz ist gut. Und im Garten des Lebens ist Humor der beste Dung. Das sagt euch der Bergische Jung. 

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