Syrischer Flüchtling fasst Fuß

Vom Tellerwäscher zur Pflegekraft

 Alaa Mohammad aus Syrien

© Amal! Berlin

"Ich musste ganz von vorn anfangen", erzählt Alaa Mohammad aus Syrien."Die ersten Monate habe ich Teller gewaschen und die Sprachschule besucht." Jetzt arbeitet er als Pfleger und fühlt sich zu hause in Deutschland.

Vor sechs Jahren kam Alaa Mohammad aus Syrien nach Deutschland. Trotz eines Universitätsabschlusses und Berufserfahrung in der Verwaltung konnte er keinen Job finden. Heute arbeitet er als Pfleger und fühlt sich zu Hause.

Ähnlich wie 2015 bröckelt die Willkommenskultur, die Hilfsbereitschaft für Geflüchtete aus der Ukraine droht nachzulassen. Mit einem Storytelling-Projekt wird dem Frust etwas entgegengesetzt. "Schließlich – das zeigt der Blick auf den Alltag – klappt es in der Regel gut mit dem Zusammenleben", meint  "Amal, Berlin!". Die Nachrichtenplattform stellt in einer Reihe auf evangelisch.de in den kommenden Wochen zehn Personen oder Projekte vor, die zeigen wie Integration von Geflüchteten in Berlin gelingen kann.

Alaa Mohammad ist vor sechs Jahren nach Deutschland gekommen und konnte weder mit seinem Abschluss in Politikwissenschaften noch mit seiner Erfahrung in der Verwaltung einen Job finden. "Ich musste ganz von vorn anfangen", erzählt er. "Die ersten Monate habe ich Teller gewaschen und die Sprachschule besucht." Er begann, sich ehrenamtlich zu engagieren, arbeitet heute in der Pflege und hilft MS-Kranken in ihrem Alltag. Er fühlt sich zu Hause. Einmal sei er zwei Obdachlosen begegnet, die ihm für seine Hilfe dankten. "Das war mein Roter-Teppich-Moment", sagt Alaa Mohammad. Anas Khabir hat ihn getroffen.

Dieses Video produzierte die Nachrichtenplattform "Amal, Berlin!" in Zusammenarbeit mit dem Evangelischen Kirchenkreis Teltow-Zehlendorf und der Unterstützung der F.C.Flick Stiftung gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Intoleranz.

evangelisch.de dankt "Amal, Berlin!" für die inhaltliche Kooperation.

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