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Beziehung und Familie
Guten Tag, Frank Muchlinsky,
vor 1,5 Jahren habe ich zufällig festgestellt, dass meine Frau eine Affäre hat.
Sie hat dann den Kontakt sofort abgebrochen und wir haben so gut wie möglich versucht weiter zu leben mit unseren 4 Kindern.
Ich merke für mich persönlich, dass es mich sehr belastet, weil ich bis heute nicht genau weiß, warum das passieren konnte und möchte mich gern beraten lassen.
Ich fühle mich traumatisiert und habe auch zeitweise körperliche Auswirkungen (schlechter Schlaf, Hoher Herzschlag, Bedrückung).
 
Meine Frau verweigert eine Aufarbeitung jedoch sehr, weil sie sicherlich ebenfalls Ängste vor so einer Beratung hat. Ich habe sie schon mehrmals gebeten, aber sie möchte es einfach verdrängen. Das funktioniert bei mir aber nicht und ich fühle mich von ihr ein zweites Mal emotional verlassen.
Sehen sie eine Chance, ohne eine Beratung?
Was sagt ihre ehrliche Erfahrung dazu?
Mir geht es überhaupt nicht um eine Schuldfeststellung mehr, sondern nur noch um eine Ursachen Feststellung weil ich glaube, dann kann ich es erst richtig verarbeiten und vergessen.
Ist dieser Gedanke richtig, oder bilde ich mir das ein?
 
Danke für ein paar Zeilen, ich brauch wirklich guten göttlichen Rat!
Hallo,
ich bin seit 5 Jahren mit einem Mann "verbandelt", der schon mal verheiratet war. Wir sind 55 bzw. 53, also nicht mehr die Jüngsten. Ich selbst war nie verheiratet, habe aber drei Kinder mit einem muslimischen Mann. Bin seit 2001 Freikirchlerin, weiß also, dass mein Zusammensein mit dem Mann ohne verheiratet zu sein nicht ok ist. Zusammenleben tun wir zwar nicht, aber ich denke dass es so wie jetzt nicht weitergehen kann.
Jetzt sagt mir dieser Mann, er wolle nie mehr heiraten, was mich doch verletzt. Weil er aus der ersten Ehe so "geschädigt" sei. Dieses Argument höre ich sehr oft. was soll ich also tun? Weitere fünf Jahre abwarten, mich neu orientieren, haben Sie einen Rat für mich? Ich will auch nicht ständig gegen die Gesetzte Gottes verstoßen, bin außerdem für meine Kinder kein gutes Vorbild. Ich weiß nicht mehr weiter!
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich arbeite als ev. Christ in leitender Position bei einem katholischen Träger, war nur standesamtlich verheiratet und bin geschieden. Nun möchte ich wieder heiraten. Wenn ich dies tue, dann erhalte ich von meinem katholischen Arbeitgeber die Kündigung, weil ich gegen die katholische Grundordnung verstoße. Um dem zu entgehen, habe ich bei der katholischen Kirche eine sog. Eheannullierung beantragt. Das widersinnige an dem ganzen Verfahren ist, das ein geschiedener Katholik, der nicht kirchlich geheiratet hat, die Ehe sofort wegen des Formfehlers annulliert bekommt. Bei ev. Christen wird aber unterstellt, das man mit der standesamtlichen Trauung zugleich eine kirchliche Ehe (vor Gott) abgeschlossen hat. Diese rein fiktive bzw. willkürliche Unterstellung mag zwar noch im Sinne der Ökumene sein, ist aber in der Folge diskriminierend und verstößt damit meines Erachtens gegen den Artikel 3 Absatz 3 des Grundgesetzes (Gleichheitsgrundsatz). Zudem ergeben sich aus dieser unterschiedlichen Behandlung ganz erhebliche materielle bzw. finanzielle (steuerliche) Nachteile / Schäden.
Meine Fragen:
Ist dieses katholische Ansicht theologisch überhaupt haltbar, wenn man auch als ev. Christ bewusst auf ein kirchliches Eheversprechen verzichtet hat?
Michael Hanke 
 
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