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Beziehung und Familie
Hallo Herr Muchlinsky,
ich habe eine etwas ungewöhnliche Frage aber das ist mir sehr wichtig.
Wie weit dürfen Schauspieler als Christ gehen? In Bezug auf anzügliche Szenen, wie den Rollenpartner zu küssen etc.?
Ich frage deswegen, da mein Freund Schauspieler ist und er mir seit neustem vorwirft ich vertraue ihm nicht , da ich nicht möchte das er Rollen annimmt in denen er andere Frauen küssen muss. Für mich ist das wie Ehebruch (auch wenn wir noch nicht verheiratet sind und ich weiß das es leider zum Job gehört).
Kurz zur Vorgeschichte: Wir selbst verzichten seit geraumer Zeit auf Sex, da wir in Gottes Augen eine richtige Beziehung führen wollen, und Sex vor der Ehe nicht gerne angesehen wird.
Als er sich dazu entschieden hat, meinte er auch, das Schauspiel wäre ihm nicht mehr wichtig, da er jetzt andere Prioritäten hat und ihm meine Gefühle wichtiger sind. (Ich muss dazu sagen ich habe ihn niemals überredet aufzuhören, ich habe ihm versichert dass das letzte was ich will ist, ihm in Weg zu stehen. Und das ich auch nicht möchte das er wegen mir seine Leidenschaft aufgibt). Er meinte dazu eben nur Nein es macht ihn nicht mehr glücklich und unsere Beziehung sei im wichtiger.
Nun hat er seit ein paar Wochen wieder den Drang zu Schauspielern. Wo ich auch völlig hinter ihm stehe und ihn unterstütze wo ich kann nur eben bei diesen anzüglichen Rollen nicht, was ich ihm auch so gesagt habe.
Seitdem ich zum Glauben gefunden habe, ist das für mich einfach nicht richtig, da er seinen Körper anderen bereitstellt, außerhalb unserer Beziehung. Mich verletzt das.
Nun meint er, ich stehe nicht hinter ihm und seiner Leidenschaft weil mich eben dieser Punkt dabei stört. Mir geht es nicht darum das ich ihm nicht vertraue. Ich meine einfach, dass es nicht richtig ist.
Auf meinen Vorschlag einen Kompromiss einzugehen von dem wir beide etwas hätten, nämlich das er sein Schauspiel machen kann und volle Unterstützung von mir erwarten kann, wenn er nur auf solche anzüglichen Rollen verzichtet , reagiert er mit Unverständnis und sagt ich muss ihn ganz akzeptieren oder gar nicht.
Ich weiß nicht was ich davon halten soll, unsere Beziehung steht am Abgrund obwohl vor kurzem noch alles so schön war und wir im Glauben aufgeblüht sind und uns respektiert haben und glücklich waren.
Ich hoffe Sie können mir helfen und haben Antworten für mich. Vielleicht habe ich die ganze Thematik Ehebruch auch falsch verstanden und übertreibe mit meiner Reaktion. Ich wollte einfach nur eine gemeinsame Lösung finden... Bitte klären Sie mich auf, wenn ich falsche Ansichten habe.
Vielen Dank!
Hallo Herr Muchlinsky,
mein Partner und ich durchleben grade eine kleine Krise. Wir sind seit einem halben Jahr zusammen und verstehen uns in vielerlei Hinsicht sehr gut. Mir war von Beginn an bewusst, dass er gläubig ist aber wir haben nie intensiver darüber gesprochen wie streng er sich an die Bibel bzw. an Gottes Wort hält. Wir haben Sex, schlafen in einem gemeinsamen Bett, er trinkt Alkohol und auch sonst würde nichts darauf schließen, dass er streng gläubig ist. Ich selbst bin nicht gläubig, habe aber nie ein Problem darin gesehen, dass uns das einmal im Weg stehen würde. Nun kam vor kurzem das Thema zusammen ziehen eher in einem Nebensatz zur Sprache und es stellte sich heraus, dass er sich das eigentlich erst nach der Ehe vorstellt. Das war für mich schon ein ziemlicher Schock, da ich davon keine Ahnung hatte und er es auch nie zur Sprache gebracht hat. Für mich persönlich ist es wichtig schon vor der Ehe mit dem Partner zusammen gelebt zu haben, da ich alles an meinem Partner kennenlernen möchte bevor ich einen so wichtigen Schritt gehe der eigentlich ein ganzes Leben lang halten soll. Vor allem da wir bisher in meinen Augen auch keine streng christliche Beziehung geführt haben. Nun hat er mich im Nachhinein wissen lassen, dass als diese Dinge für Ihn schon Kompromisse waren und er Gott ungehorsam wäre, wenn wir vor der Ehe zusammen ziehen. Das Alles habe ich vorher nicht gewusst, wie er das sieht und er hat es mir auch nie gesagt. Ich bin enttäuscht, traurig und auch wütend weil die Gefühle natürlich inzwischen sehr stark sind wir uns jetzt aber in einer Sackgasse befinden aus der wir keinen Ausweg sehen. Ist es denn wirklich ungehorsam gegenüber Gott vor der Ehe gemeinsam zu leben? Hätte Gott uns zusammen geführt mit dem Wissen, dass wir vor dieser Hürde stehen würden? Kann Gott wirklich wollen, dass wir nun so leiden, weil wir nicht weiter wissen? Ich hoffe sehr, dass Sie mir weiter helfen können. Vielen herzlichen Dank!
Hallo Frau Klee,
ich habe gelesen das die evangelische Kirche in manchen Gemeinden homosexuelle Paare segnet bzw. traut. Dass vor dem Gesetz geheiratet werden darf, finde ich persönlich in Ordnung, da es nichts mit Religion zutun hat. Auch die Gleichbehandlung innerhalb der Gesellschaft.
Wenn es wahr ist, dass solche Paare ähnlich wie bei einer Hochzeit innerhalb der Kirche - eine Institution die auf der Heiligen Schrift der Bibel basiert - gesegnet oder gar getraut werden dürfen, finde ich es doch etwas fraglich, da die Bibel es klar ablehnt - egal ob im Alten Bund oder im Neuen.
Ab hier gehe ich davon aus, dass es die Warheit ist: Warum sagen Sie mir, sollte ich (selbstverständlich habe ich auch meine Sünden und bin nicht besser oder urteile über diese Leute) weiter in einer Kirche bleiben, die es wenigstens versuchen sollte bibeltreu zu bleiben? Gott wandelt sich nicht, nur menschengemachte Religionen.
Es soll nicht heißen, dass wir ein Urteil über so etwas abgeben oder diese Menschen ausschließen sollen. Es soll heißen, ob diese Art Modernisierung, die gegen die Schrift spricht, auch wirklich umgesetzt werden sollte? Ich denke deshalb ernsthaft über einen Austritt nach, da es für mich keinen Sinn mehr ergibt. Die Kirche basiert doch lediglich auf der Existenzgrundlage der Bibel. Wieso also nicht versuchen dies auch umzusetzen?
Sehr geehrter Herr Muchlinsky,
ich bin seit vielen Jahren mit meinem Mann verheiratet. Es gab während dieser Zeit sehr schwierige Phasen mit Arbeitslosigkeit meines Mannes und Problemen mit den Kindern (ein Kind ist behindert). In dieser Zeit habe ich mittelschwere bis schwere Depressionen bekommen und habe sie immer noch. Die Krankheit wurde mit Medikamenten behandelt, die meine Libido vollkommen zum Erlöschen brachten (und bringen). Ich habe schon etliche Präparatwechsel gehabt deswegen, teilweise mit schlimmen Nebenwirkungen. Es hat nicht geholfen.
Mein Mann forderte und fordert trotzdem regelmäßig den Sex ein und begründete dies biblisch. Irgendwo stände, ich glaube bei Paulus, dass die Ehepartner "einander nicht vorenthalten sollen". Deshalb sei es meine moralische und christliche Pflicht, mit ihm Sex zu haben - auch wenn mir nicht danach ist.
Ich ließ es also über mich ergehen, denn sonst wurde er auch mal wütend und schrie herum, ich würde meine "ehelichen Pflichten" nicht erfüllen. Der Hinweis auf die Depression und die Medikamente halfen nichts.
Ende 2018 entdeckte ich zufällig, dass er schon fast seit 10 Jahren zu Prostituierten ging. Als ich ihn zur Rede stellte, sagte er, ich hätte ihn "sexuell hängen gelassen", er hätte keine andere Wahl gehabt. Dabei war das gar nicht komplett der Fall.
Ist es wirklich so, dass man "einander nicht vorenthalten" soll, und wenn ja: wie sieht es bei Krankheit aus?
Sieht die Bibel vor, dass ein Mann sich bei Prostituierten "Erleichterung" verschafft, wenn die Frau nicht dazu in der Lage ist?
Vielen Dank
Maria
Hallo,
vielleicht können Sie mir weiterhelfen. Seit einiger Zeit leide ich unter ständiger Angst, dass mein Partner stirbt. Egal ob durch Krankheit, Unfall oder was auch immer. Man bekommt heutzutage so oft mit, dass Menschen viel zu früh aus den Leben gerissen werden. Ich habe keine Ahnung, woher diese Angst auf einmal kam, denn meinem Freund geht es an sich gut. Vor dem Tod anderer Angehöriger habe ich nicht so viel Angst, da ich weiß, dass es zum Leben dazu gehört.
Ich glaube vollkommen an Gott, ohne Zweifel. Ich kann nur einfach irgendwie nicht verstehen, wieso manche Menschen so früh sterben müssen und habe Angst, dass mich dieser Schicksalsschlag irgendwann einfach betrifft. Vor meinen eigenen Tod habe ich ebenfalls keine große Angst. Es betrifft nur meinen Partner, ohne den ich mir ein Leben nicht vorstellen kann/möchte. Nur ein kurzer Gedanke an diese Vorstellung, und mir schießen direkt Tränen in den Augen.
Vielleicht haben Sie ja eine Ahnung, wie ich mein Denken diesbezüglich wieder besser umlenken kann.
Ich danke Ihnen jetzt schonmal für Ihre Hilfe und allgemein für Ihre Dienste!
Liebe Grüße
Rebecca
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