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Beziehung und Familie
Liebe Frau Scholz,
Vor zwei Jahren haben mein damaliger Freund und ich uns im Streit getrennt. Ich habe aus Enttäuschung und Wut, Dinge gesagt die ich nicht so meinte. Unter anderem, dass ich die Trennung möchte.
Daraufhin bin ich nachhause gefahren und habe das Gesagte sofort bereut, doch es war zu spät.
Er redete nicht mehr mit mir... einen Monat später erfuhr ich, dass er eine neue Freundin hat. Mein Herz lag in 100 Scherben. Es war doch nur dieser eine blöde Streit.
Ich hatte mich unendlich oft entschuldigt doch er reagierte nicht mehr auf meine Nachrichten.
Nach einigen Versuchen Kontakt zu ihm aufzunehmen gab ich auf. Er war anscheinend glücklich in seiner neuen Beziehung und das musste ich akzeptieren, zumal mir seine neue Freundin Nachrichten schrieb, in der sie sich über meine Kontaktversuche an ihn lustig machte und meinte er sei glücklich ohne mich.
Ich kontaktiere ihn nie wieder. Das bedeutete aber nicht, dass das Geschehene weniger schmerzhaft war.
Es ist mir fast peinlich, aber es tut immer noch weh die beiden so glücklich zusammen zu sehen. Sie sind mittlerweile zusammen gezogen und wollen wohl eine Familie gründen.
Zu meiner Frage: Wenn ich darüber nachdenke oder mir Bilder von den beiden ansehe (Sie posten sehr viel von ihrer Beziehung auf den sozialen Medien), dann verspüre ich Verletztheit, Wut, Enttäuschung, Eifersucht, Unfairness.
So lange schon bete ich für Frieden und Heilung in meinem Herzen. Und es ist wirklich um einiges besser geworden. Lange habe ich mir gewünscht dass die beiden sich trennen und er sich bei mir entschuldigt. Manchmal ertappe ich mich noch dabei... doch ich denke, als Christin sollte ich ihnen nichts schlechtes, also eine Trennung wünschen oder dafür beten.
Nun sind 2 Jahre vergangenen. Er hat sich nie wieder gemeldet, die beiden sind nach wie vor (dem Anschein nach glücklich) zusammen und ich bin alleine, und verletzt im inneren.
Was kann ich tun? Warum greift Gott nicht ein? Was mache ich falsch? Warum muss ich Jahre lang auf etwas warten, wo Gott uns doch seine Hilfe verspricht — Frieden und Heilung im zerbrochenen Herz.
Ich frage mich ob ich etwas tun kann um mein Ego zur Seite zu legen und trotz den Geschehnissen glücklich sein kann?
Vielen Dank für ihre Zeit!
Hallo,
Ich hatte gestern eine Meinungsverschiedenheit mit meiner besten Freundin, weil sie sagt, dass eine Frau selber Schuld ist, wenn der Mann fremd geht, wenn sie sich ihm verweigert. Das wäre in ihren Augen emotionale Gewalt (das sich verweigern). Darauf habe ich ehrlich gesagt ziemlich allergisch reagiert, weil ich finde, jeder Mensch hat das Recht "nein" zu sagen.
Das lässt mir keine Ruhe und da ich erst vor einigen Wochen neu zum Glauben gefunden habe merke ich, dass mich das ein klein wenig in meinen Grundfesten was Gottes Liebe angeht erschüttert. Ich habe das nun in sämtlichen Übersetzungen von 1. Korinther 7, 4-5 über den "Bibleserver" nach geschaut und ja es steht so da drin, das man NICHT über seinen eigenen Körper verfügen darf, weil man dem anderen gehört. Hat man nun in einer Ehe nicht mehr das Recht zu sagen, ich will keinen Sex?
Ehrlich gesagt finde ich diese Aussage extrem heftig und kann mir einfach (oder möchte) mir nicht vorstellen, dass DAS Gottes Wille ist, damit hätte ich ein echt riesigen großes Problem. Nicht für mich, ich bin und bleibe Single, aber wie viele anderen Frauen halten das dann aus weil es so in der Bibel steht?
Ich denke, ich reagiere da auch allergisch drauf, weil ich selber eine Missbrauchs-Ehe hinter mir habe und mich frage wie viele Frauen auf dieser Welt sich nicht wehren, nicht Nein sagen, eben Weil es so in der Bibel steht? Was denken sie darüber?
Liebe Grüße und vielen Dank für das Lesen und Beantworten!
Hallo und vielen Dank für Ihre Arbeit und die vielen Antworten hier!
Ich glaube an Gott und die Auferstehung Jesu, bin mit ganzem Herzen auf der Suche und möchte Jesus nachfolgen. Mich beschäftigt, dass mein Mann maximal ein Feiertagschrist ist. Zwar hatte er sich eine kirchliche Trauung und die Taufe unserer beiden Kinder gewünscht, und war da die treibende Kraft. Ich kam erst später zum „echten“ Glauben, dann aber richtig. Er hat die kirchlichen Rituale wohl nur gemacht, „weil man das so macht“. Ich finde das so schade, weil ich gern den Glauben zu Hause aussprechen würde und Jesus in der Mitte unserer Familie haben möchte. Aber ich glaube das schreckt meinen Mann eher ab. Er blendet das Thema eigentlich komplett aus. Ich bin gar nicht so fromm, würde aber schon gern meinen Kindern den Glauben mitgeben und sie zum Beispiel ermutigen, mit Gott zu sprechen usw. Aber die konservative Haltung meines Mannes hält mich davon ab. Auch möchte ich nicht, dass er meint, ich wolle ihn bekehren oder so (auch wenn es mein größter Wunsch ist, dass er zu einem echten Glauben findet). Ich stehe sozusagen zwischen den Stühlen (Gott - mein Mann) und weiß nicht, wie ich damit umgehen soll.
Herzlichen Dank für eine Antwort.
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