Hilfswerk fordert verbindliches Kinderrecht auf saubere Umwelt

Hilfswerk fordert verbindliches Kinderrecht auf saubere Umwelt

Das Kinderhilfswerk terre des hommes setzt sich mit der internationalen Kampagne "My Planet my Rights" dafür ein, das Kinderrecht auf eine gesunde Umwelt langfristig durch ein Zusatzprotokoll zur UN-Kinderrechtskonvention verbindlich zu machen. Dafür seien kürzlich wichtige Weichen gestellt worden, teilte das Hilfswerk am Freitag mit. Die Vorsitzende des UN-Kinderrechtsausschusses, Mikiko Otani, habe angekündigt, dass die Vereinten Nationen einen neuen Kommentar zur Kinderrechtskonvention herausgeben würden.

"Wir sind froh, dass die Vereinten Nationen unseren Impuls aufnehmen und mit ihrem Kommentar eine Anleitung veröffentlichen werden, wie die Vertragsstaaten der Konvention Kinderrechte in der nationalen und internationalen Umwelt- und Klimapolitik angemessen umsetzen können", sagte Birte Kötter, Vorstandssprecherin von terre des hommes. "Das ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur rechtlichen Verankerung des Kinderrechts auf eine gesunde Umwelt."

Umweltzerstörung und Klimawandel gefährden nach Angaben des Hilfswerks die Zukunft von Millionen Menschen. Besonders betroffen seien die Kinder und Jugendliche in armen Ländern. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation atmeten 90 Prozent aller Kinder weltweit verschmutzte Luft, rund 600.000 Kinder stürben jährlich an Atemwegserkrankungen als Folge von Luftverschmutzung.

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