Hilfe für Angehörige und Freunde von Brustkrebskranken

Ein pinker BH
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Jedes Jahr erkranken in Deutschland laut Robert Koch-Institut Berlin 75.090 Frauen und 770 Männer neu an Brustkrebs. Zunehmend sind auch Jüngere betroffen.
Diagnose Brustkrebs
Hilfe für Angehörige und Freunde von Brustkrebskranken
Mit etwa 75.000 Neuerkrankungen pro Jahr ist Brustkrebs die häufigste Krebserkrankung bei Frauen in Deutschland. Doch auch Männer sind betroffen – jeder 109. Fall entfällt auf sie. Eine neue digitale Plattform soll Menschen helfen, die als Angehörige, Freunde, Nachbarn oder Pflegende Frauen mit Brustkrebs unterstützen.

Mit einer digitalen Plattform wollen die Universität und die Hochschule Osnabrück sowie die Medizinische Hochschule Hannover Angehörige von Frauen mit fortgeschrittenem Brustkrebs unterstützen. Die Plattform mit Informationen und Beratungsangeboten ist vor kurzem unter https://app.gemeinsamsorgen.de an den Start gegangen, wie die Osnabrücker Uni diese Woche mitteilte.

"Für Familie und Freunde, die sich um Menschen mit fortgeschrittenem Brustkrebs kümmern, stellt eine solche Erkrankung oft selbst eine große Belastung dar", sagte der Projektleiter an der Uni, Manfred Hülsken-Giesler. "Verlässliche Informationen und Beratungsangebote sind aber schwer zu finden."

Das Forschungsprojekt "Gemeinsam sorgen bei fortgeschrittenem Brustkrebs" hat die Plattform den Angaben zufolge auf Grundlage von Befragungen von An- und Zugehörigen und Recherchen zu technischen Unterstützungsmöglichkeiten entwickelt. Diese wende sich auch an unterstützende Nachbarschaften, Arbeitskolleginnen und -kollegen, Selbsthilfegruppen oder Gesundheitsfachpersonen und sei kostenfrei nutzbar.

Nach einer Registrierung hätten Interessierte Zugang zu individueller Beratung, Empfehlungen zu Websites mit weiterführenden Informationen sowie zu Artikeln, Videos und Hörtexten zu den Bereichen Alltagsleben, Unterstützung, Beziehungen, Selbstsorge und Trauer. "Zusätzlich bietet die Plattform bereits die Möglichkeit, sich mit anderen Betroffenen zu vernetzen und auszutauschen", erläuterte Sara Marquard als Projektleiterin an der Hochschule Osnabrück.