Das mag die Redaktion zur Adventszeit

evangelisch.de-Portalleiter Markus Bechtold empfiehlt seinen Lebkuchen-Gewürzkuchen
privat
Gebacken, gesotten, gegrillt oder roh verzehrt. Hier kommen die ultimativen Lieblingsrezepte im Advent aus der evangelisch.de Redaktion. evangelisch.de-Portalleiter Markus Bechtold empfielt seinen Lebkuchen-Gewürzkuchen.
Lieblings-Adventsrezepte
Das mag die Redaktion zur Adventszeit
Gebacken, gesotten, gegrillt oder roh verzehrt. Hier kommen die Lieblingsrezepte im Advent aus der evangelisch.de Redaktion.

Schneeflöckchen (Katja Eifler)

Ich stamme aus dem Rheinland und Schnee sehen wir hier nur noch selten. Vielleicht ist das ein Grund, warum ich jedes Jahr unbedingt diese auf der Zunge zerfallenden Plätzchen backen muss. Sie erinnern mich daran, wie ich als Kind sofort nach draußen laufen musste, sobald nur eine Flocke Schnee vom Himmel rieselte. Zunge raus und möglichst viele Flocken fangen, die dann in sekundenschnelle zerschmolzen. 

Hier das Rezept dazu:

250 Gramm Butter (wer es vegan mag, nimmt eine entsprechende Alternative)
100 Gramm Puderzucker
3 Päckchen Vanillezucker
125 Gramm gesiebtes feines Mehl
250 Gramm Speisestärke

Zubereitung:

Alle Zutaten fein vermixen und verkneten und anschließend eine halbe Stunde als Teig ruhen lassen. Anschließend zu kleinen Kugeln formen und diese dann mit der Rückseite einer Kabel leicht plattdrücken. 
Im vorgeheizten Ofen (Umluft 180 Grad) rund 12 bis 15 Minuten backen. 
Abkühlen lassen und mit Puderzucker bestäuben.

Lebkuchen-Gewürzkuchen (Markus Bechtold)

evangelisch.de-Portalleiter Markus Bechtold mit dem frisch gebackenen Lebkuchen-Gewürzkuchen.

Nach diesem Rezept und 7 Schritten backe ich seit vielen Jahren nicht allein zur Adventszeit den Gewürzkuchen:

1.    Backofen auf 180 °C vorheizen. Eine Kuchenform einfetten.
2.    125 g Margarine, 200 g Zucker, 1 Päckchen Vanillezucker und 4 Eier mit dem Mixer gut verrühren.
3.    320 g Mehl, 1 Tasse Milch, 1 Päckchen Backpulver, 1 Päckchen Lebkuchengewürz und 2 EL Kakao hinzufügen. Alles gut vermengen.
4.    Den Teig in die vorbereitete Kuchenform gießen.
5. Im vorgeheizten Backofen auf der mittleren Schiene ca. 45 Minuten backen, bis ein Zahnstocher sauber herauskommt.
6.    Den Kuchen aus dem Ofen nehmen und vollständig abkühlen lassen.
7.    Für die Zitronenglasur Zitronensaft und Puderzucker zu einer glatten Glasur verrühren und den Kuchen damit bestreichen. Der Glasur zusätzlich Kakaopulver hinzufügen und nach Geschmack und Belieben verzieren.

Genießen!

Rote Inge-Speise (Katrin von Bechtolsheim)

Diese Dessert-Speise gibt es bei mir jedes Jahr, die Hauptgänge wechseln dagegen. Sie hat einige unschlagbare Vorteile. Es gibt nur drei Zutaten und sie sind leicht zu bekommen. Ihre Kombination ist allerdings sensationell und die meisten Gäste wollen einen Nachschlag. Das Dessert ist unglaublich fix zubereitet. Der einzige Nachteil ist, dass die Rote-Inge-Speise aus dem "Künstlers Kochbuch" sehr gehaltvoll ist. Deshalb wird sie bei mir nur an Weihnachten serviert. Wie sie zu ihrem Namen kommt, bleibt ein Geheimnis.

Hier das Rezept:

1 bis 1,5 Pakete Himbeeren aus der Tiefkühltruhe zu je 300 g (nicht aufgetaut)
10 bis 12 Baisers (je ca. 10 g schwer)
2 Becher Schlagsahne (einfach)

Sahne schlagen bis kurz vor dem Festwerden, muss noch leicht fließen. In einer Glasschüssel mit nicht zu steilem Rand zerkrümelt man (einfach in der Faust) zwei bis drei Baisers, so dass der Boden bedeckt ist. Darauf eine Schicht gefrorene Himbeeren, diese mit Sahne bedecken. Jetzt wieder je eine Schicht zerkrümelte Baisers, Himbeeren, Sahne. Den Abschluss bilden Baiserkrümel. Fertig!

Einfach mal Bratapfel (Frank Muchlinsky)

Besonders gute Rezepte sind solche, die man variieren kann. Noch besser wird es, wenn die Rezepte so geartet sind, dass sie entweder schnell mit ganz wenigen Zutaten zubereiten kann oder – je nach Lust und Laune – sie erweitern und verfeinern kann. Der Bratapfel ist eines dieser Gerichte. Alles, was man benötigt, sind Äpfel und ein Backofen. In der einfachsten Variante wird der Backofen auf 200 Grad geheizt, den Äpfeln werden die Kerngehäuse entfernt (wofür man keineswegs ein besonderes Gerät benötigt, ein simples Kartoffelschäl- oder auch ein Taschenmesser reichen vollkommen), und dann ab in den Ofen und warten, bis die Äpfel die bevorzugte Süße und Weichheit erreicht haben. Das kann bis zu 40 Minuten dauern, aber währenddessen brauchen die Äpfel kaum Aufmerksamkeit.

Wie gesagt, die tollsten Rezepte lassen sich erweitern: Wenn man Lust hat oder Reste in Speisekammer oder Kühlschrank, greife mal beherzt zu und fülle den Apfel mit Mandeln, Nüssen und Rosinen. Man verfeinere den Apfel mit Zucker oder Ahornsirup. Ein wenig Butter gefällig? Oder gleich eine Vanillesauce? Man hat auch schon davon gehört, dass Rum zum Einsatz kamen oder Konfitüre. Der Phantasie sind lediglich Geschmacksgrenzen gesetzt.

Darum frisch ans Werk und den ultimativen Adventsgenus geschaffen! Nur einen Tipp noch: Nehmen Sie am besten Boskop Äpfel! Die haben die richtige Säure, vor allem, wenn Sie noch irgendwelche anderen süßenden Zutaten dabei haben.

Wiener Vanillekipferl ( Anika Kempf)

Die klassischen Wiener Vanillekipferl hat schon meine Oma so gebacken. Sie dürfen in der Vorweihnachtszeit einfach nicht fehlen! Nicht ganz leicht zu backen, man braucht Zeit und auch einen tier- und kindersicheren Platz, um sie abkühlen zu lassen.

HIer das Rezept für 80 Kipferl aus Mürbeteig:

50 g gemahlenen Mandeln
50 g gemahlenen Haselnüsse
300 g Weizenmehl
100 g Zucker
1 Prise Salz
200 g Butter
2 Eigelb
5 (!) Päckchen Vanillezucker
1/2 Tasse Puderzucker.

Mehl ausf ein Backblech sieben, dann mischen mit Mandeln, Haselnüssen, Salz, Zucker, anschließend kalte Butter in kleinen Flocken und Eigelbe darübergeben. Kneten! Teig 2 Stunden in Alufolie ruhen lassen. Dann bleistiftdünne Teigröllchen rollen, 5 cm lang und auf Blech biegen. Backofen auf 190 Grad, nur 10-12 Minuten backen, Vanillezucker auf warme Kipferl streuen. Lagerung zwischen Pergament- oder Backpapier. Abkühlen lassen. 
 

Apfelbrot (Jörg Echtler)

Das Rezept kenne ich schon aus meinem Elternhaus. Jahrzehnte später ist es mir wieder begegnet, seither backe ich es teilweise gleich mehrfach in der Advents- und Weihnachtszeit. Es zählt auch zur oben beschriebenen Kategorie: einfach, kann variiert werden und ist eine Gaumenfreude, die man sich ruhig öfters gönnen kann. Und vegan ist es auch noch - dann muss man allerdings auf den Butteraufstrich verzichten.

750 g Äpfel, geschält oder ungeschält
Saft von 1/2 Zitrone
200 g Zucker
1 Orange, geschält und kleingeschnitten
500 g Mehl
1 1/2 Päckchen Backpulver
100 g ganze Haselnüsse oder Mandeln
Rosinen oder kleingeschnittene getrocknete Feigen, nach Geschmack
Je 1 gehäufter Tl. Zimt und Kakao
1/2 Tl. Lebkuchengewürz
1 Schuss Apfelschnaps nach Belieben

Die kleingeschnittenen Äpfel mit dem Zitronensaft beträufeln, mit dem Zucker vermengen und über Nacht zugedeckt ziehen lassen. Am nächsten Tag alle übrigen Zutaten untermischen, Teig in eine Kastenform füllen und bei 175 Grad Ober- und Unterhitze etwa 75 Minuten backen (Nadelprobe). Mit Butter und Marmelade oder auch einfach so genießen. Ein Teil der Äpfel kann auch durch Birnen ersetzt werden.