Kirchen in Sachsen-Anhalt setzen auf konstruktive Regierungsbildung

Kirchen in Sachsen-Anhalt setzen auf konstruktive Regierungsbildung
Die Kirchen erwarten nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt konstruktive Gespräche zur Regierungsbildung. Er wünsche allen Beteiligten kluge Entscheidungen, um für die großen Aufgaben gerüstet zu sein, sagte der Landesbischof der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM), Friedrich Kramer, am Dienstag in Magdeburg.

Gegen alle andersartigen Bestrebungen von rechts, links oder auch aus der bürgerlichen Mitte müsse es das erste Anliegen bleiben, die Würde eines jeden Menschen zu schützen und dem Gemeinwohl zu dienen, erklärte der Bischof des Bistums Magdeburg, Gerhard Feige.

Bei den Wahlen am Sonntag hatte sich die CDU mit starken Gewinnen (37,1 Prozent, plus 7,3 Prozentpunkte) klar durchgesetzt. Die AfD verfehlte ihr Ergebnis von vor fünf Jahren (20,8 und minus 3,5). Die Linke erreichte 11,0 Prozent (minus 5,3 Prozentpunkte), die SPD 8,4 (minus 2,2), die Grünen 5,9 (plus 0,7) und die FDP 6,4 (plus 1,5).

Gesellschaftliche Probleme lösen

Feige reagierte "überrascht, erfreut und stolz" auf das Wahlergebnis. Es stelle ein ausdrucksstarkes und hoffnungsvolles Signal für die Mündigkeit und das Verantwortungsbewusstsein der Bevölkerung in Sachsen-Anhalt dar. Er dankte allen, "die sich nicht von markigen Parolen und simplen Sprüchen hätten beeinflussen lassen, sondern im Rahmen christlicher Prinzipien und freiheitlich-demokratischer Werte ihrer Vernunft gefolgt sind."

Die EKM hoffe nun auf eine gute Zusammenarbeit beim Lösen der gesellschaftlichen Probleme, sagte Kramer. Dazu gehörten gegenseitige Achtung und Toleranz, die Menschenwürde, die Bewahrung der Schöpfung sowie die Solidarität gegenüber den Schwachen.

Meldungen

Top Meldung
Der Sportbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland Volker Jung mit Fußball
Der Sportbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Volker Jung, hofft auf eine „neue Demut“ der Fußballvereine. Es wäre wünschenswert, wenn der Rückgang von Ablösesummen für Spieler und deren Gehälter infolge der Corona-Pandemie nachhaltig wirken würde.