Ökumenisches Grußwort zum DFB-Pokalfinale

 Ein Mitglied des christlichen RB-Leipzig-Fanclubs "Holy Bulls" bei einem Gottesdienst zum DFB-Pokalfinale 2019.

epd-Bild/Christian Ditsch

Ein Mitglied des christlichen RB-Leipzig-Fanclubs "Holy Bulls" bei einem Gottesdienst zum DFB-Pokalfinale 2019.

Ökumenisches Grußwort zum DFB-Pokalfinale
Zum DFB-Pokalfinale zwischen RB Leipzig und Borussia Dortmund in Berlin haben die Kirchen Fans und Spieler Hoffnung auf die Zeit nach Corona gemacht.

"Wie gerne würden wir wieder große Fußballfeste erleben - mit vielen Menschen, mit Fangesängen, mit Umarmungen und toller Stimmung. Noch geht es nicht", räumte der Sportbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Kirchenpräsident Volker Jung (Darmstadt) ein. "Verliert die Hoffnung nicht, dass auch wieder andere Zeiten kommen", so Jung in einem am Donnerstag veröffentlichten ökumenischen Video-Grußwort.

Der Sportbischof der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Weihbischof Jörg Michael Peters aus Trier, fügte hinzu: "Alles dreht sich mal wieder um diesen Ball. Für mich ist es ein Phänomen und faszinierend, dass Menschen, ganz gleich welchen Geschlechts und welchen Alters, sich für den Fußball interessieren." Was für so viele Bereiche jetzt gelte, davon sei der Fußball nicht ausgenommen.

"Am Ball bleiben"

Bei allem Respekt, was technisch möglich sei, bleibe den Menschen zurzeit Wesentliches genommen: "menschliche Begegnungen, auch die Berührungen der anderen und das gemeinsame Teilen von Begeisterung, aber auch Anteilnahme", so Peters. Es fühle sich an, wie in einem Tunnel unterwegs zu sein - mit einem Lichtschein am Ende. "Diese Hoffnung gebe ich nicht auf: dass Gott, wo es um das Leben geht, am Ball bleibt - auch dann, wenn das Leben selbst auf dem Spiel steht", so Weihbischof Peters.

Aufgrund der Corona-Pandemie kann der ökumenische Gottesdienst, der normalerweise am Tag des DFB-Pokalfinales in Berlin gefeiert wird, in diesem Jahr nicht stattfinden.

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