Kirchenvertreter in den USA äußern sich zum Ringen um Wahlergebnis

US-Wahl und Kirchenstimmen

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Kirchenvertreter der Evangelisch-Lutherischen Kirche, Baptisten und afro-amerikanische Geistliche in den USA äußern sich zum Ringen um Wahlergebnis.

Kirchenvertreter in den USA äußern sich zum Ringen um Wahlergebnis
Angesichts des weiter ausstehenden Endergebnisses bei der Präsidentenwahl haben sich am Mittwoch (Ortszeit) mehrere Kirchenvertreter in den USA zu Wort gemeldet. Wähler hätten trotz Corona-Pandemie ihre Aufgabe erfüllt und Stimmen abgegeben, lobte die leitende Bischöfin der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Amerika, Elizabeth Eaton.

Elizabeth Eaton empfahl, man solle das Resultat nun abwarten. Die USA hätten selbst zu "Zeiten großer Krisen" Machtwechsel friedfertig gestaltet.

Es sei "schwer zu warten", sagte der Präsident des konservativen Südlichen Baptistenverbandes, J.D. Greear. Gläubige könnten im Vertrauen auf Gott Geduld haben. Der Baptistenverband ist die größte protestantische Kirche in den USA.

Baptistenprediger Franklin Graham schrieb auf Facebook, viele Menschen befürchteten, die Wahlen könnten "gestohlen" werden. Man müsse beten, dass die "Feinde Gottes" nicht zum Ziel kämen. Graham ist ein Verbündeter von Präsident Donald Trump.

Umgekehrt appellierten afro-amerikanische Geistliche an die US-Amerikaner, gewaltfreien Widerstand zu organisieren, sollte Trump die Wahlen "stehlen" wollen. Trump hatte sich in der Wahlnacht vorzeitig zum Sieger erklärt, obwohl die Stimmauszählung noch lief und sein Herausforderer Joe Biden weiterhin Aussichten auf den Sieg hat.

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