"House of One" bekommt prominent besetztes Kuratorium

"House of One" bekommt prominent besetztes Kuratorium
Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat das geplante Drei-Religionen-Haus "House of One" als große Chance für die Stadt gewürdigt. Das Projekt sei schon jetzt Symbol für Toleranz, Offenheit und erfolgreichen Dialog der Religionen in Berlin, erklärte Müller am Montag zur Präsentation eines neu geschaffenen Kuratoriums der Stiftung House of One - Bet- und Lehrhaus.

Aufgabe des 20-köpfigen Kuratoriums unter Vorsitz Müllers sei künftig die Rolle "eines kritischen Begleiters und Beraters". Neben regelmäßigem Austausch sei ein jährliches Treffen zu einem Schwerpunktthema geplant.

Zu dem Kuratorium zählen unter anderem der Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, Josef Schuster, der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Christian Stäblein, der Berliner Erzbischof Heiner Koch, sowie Mouhanad Khorchide, Professor für Islamische Religionswissenschaft. Weitere Mitglieder sind Altbundespräsident Christian Wulff, der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger, und Markus Grübel (CDU), Beauftragter der Bundesregierung für weltweite Religionsfragen.

Unter dem Dach des "House of One" soll es künftig eine Synagoge, eine Kirche und eine Moschee geben. Die für April geplante Grundsteinlegung auf dem Petriplatz wurde coronabedingt abgesagt. Die Bauzeit für das 47,2 Millionen-Euro-Projekt soll etwa vier Jahre betragen. Das Projekt wird ausschließlich aus Spenden und öffentlichen Zuwendungen finanziert. Bislang sind rund 30 Millionen Euro zusammengekommen, davon etwa 24 Millionen von Bund und Land.

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