Warum der Bischof eine Nilpferddame verehrt

Fastnacht in Franken

© epd-bild/BR/Philipp Kimmelzwinger

Der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm mit seiner Frau Deborah bei der Fastnacht in Franken 2018 in Veitshöchheim.

Warum der Bischof eine Nilpferddame verehrt
Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm zu "Fastnacht in Franken"
Am Freitag (14. Februar) ist es wieder so weit: Im BR-Fernsehen läuft live aus Veitshöchheim die "Fastnacht in Franken" - die meistgesehene Sendung des Bayerischen Rundfunks (BR) und aller dritten TV-Sender bundesweit. Unter den Gästen werden wieder etliche Promis sein - von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bis hin zu Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm. Letzterer kann mit Fasching wenig anfangen, wenn er "vor allem Besäufnis" und mit Übergriffigkeit verbunden ist. Gerade in Veitshöchheim sei er jedoch ein "Fest der Lebensfreude, Toleranz und Kreativität", sagte er dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Herr Landesbischof, was begeistert Sie an "Fastnacht in Franken"?

Heinrich Bedford-Strohm: Mich begeistert die Vielfalt und Unterschiedlichkeit der Beiträge. Ich erlebe da nicht einfach erstarrte Rituale, sondern ein Feuerwerk an Humor und Kreativität. Und außerdem erlebe ich da Spitzenleistungen - etwa Sebastian Reich mit seiner Amanda. Ich bestreite entschieden, dass Amanda nur eine Bauchrednerstimme ist. Ich behaupte, es gibt sie wirklich, die Nilpferddame Amanda. Und man kann sie einfach nur liebhaben. Ich jedenfalls bin einer ihrer Verehrer.

Über wen oder was können Sie am meisten lachen?

Bedford-Strohm: Ich bin ein großer Fan von Martin Rassau und Volker Heißmann, ob als Waltraud und Mariechen oder in anderen Rollen. Aber ich liebe auch die Attacken der "Altneihauser Feierwehrkapell'n" aus der Oberpfalz gegen die Franken. Es gibt nichts, was den echten Aggressionen so sehr den Zahn zieht wie das Lachen. Lachen, vor allem über sich selbst, ist eine der wirksamsten Kräfte der Völkerfreundschaft. Das gilt auch für das Volk der Oberpfälzer und das Volk der Franken.

Warum kommen Sie nie verkleidet in die Mainfrankensäle?

Bedford-Strohm: Ich habe mich relativ bald entschieden, mich nicht am Schaulaufen der besten Kostüme zu beteiligen. Erstens ist mir der Aufwand zu groß, und zweitens kann man gerade als Bischof da ziemlich danebenlangen. Aber ich gebe zu, dass ich mich sehr an der Kreativität und dem Verkleidungswitz der anderen freue.